Autographen & Varia


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Abbado, Claudio, Dirigent (1933-2014)

Privates Porträtfoto mit eigh. Signatur auf der Bildseite (Kugelschreiber), ohne Ort und Datum (um 1980), 15 x 11 cm.

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Bestellnummer 2003-1
€ 75,-


Albich, Siegmund (um 1359-1427), Arzt und Erzbischof von Prag

Bronzemedaille 1969 von M. Knobloch zum 12. Internationalen Rheumatologischen Kongress in Prag. Durchmesser 60 mm. Vorzüglich.

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Bestellnummer 1806-4
€ 40,-


Aldrin, Buzz, Astronaut (geb. 1930)

Offizielles farbiges Fotoporträt der NASA (Reproduktionsdruck) mit eigenhändiger Widmung und Namenszug, ohne Ort und Datum (um 1980), 25 x 20 cm. Rückseitig gedruckter Text. - Am oberen Bildrand leichte Klammerspur.

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Bestellnummer 1909-1
€ 750,-


Andersen, Robin Christian, Maler (1890-1969)

Zwei ausführliche Briefe seines Schwagers Karl Bruha an den Künstler, einer davon auf Briefpapier der "Ausstellung des Sonderbundes deutsch-österreichischer Künstler" in der Kunsthalle Bern (vom 20. Februar bis Ostermontag 1921), zusammen 12 Seiten, quer-8 und kl-4, Oberönz, 18. 1. 1921 und 4. 4. 1921. - Der in der Schweiz lebende Briefschreiber betreute damals die hier ausgestellten Bilder Andersens sowie des mit ihm verschwägerten Malers Anton Faistauer (1887-1930); einzelne Passagen betreffen Familiäres. "Mein lieber Robin! ... Genf ... Bis jetzt habe ich vier Kritiken (Journal de Genève, Neue Zürcher Zeitung, Solothurner Zeitung, Berner Volkszeitung) aufgefischt, einige sind noch ausstehend ... Ob F[aistauers] Bild verkauft ist, weiß ich nicht. ... Von neuen Verkäufen ist noch nichts bekannt. Es ist schlechte Zeit in der Schweiz. Die Kataloge werden mit Hand verbessert vom Sekretariat aus. Druckfehler sind bei allen Gruppen, sogar bei den Schweizern - das diene dir zum Trost. ... Bern ... Damit wird wahrscheinlich nichts. Auf den euch eingeräumten Termin ist am Sonntag eine neue Ausstellung eröffnet worden. Amiet hat sich nicht mehr gemeldet - auch Kieser nicht. In Genf ist am Sonntag Schluß. Ich bin froh. Hoffentlich wird gut abgeräumt und verschlingen die Kosten nicht den Gewinn, den erhofften. Wenn nur nichts verlorengeht bei der ganzen Geschichte! ... F[aistauer] werde ich je ein Exemplar der Kritiken und einen Katalog senden. Diese Zuvorkommenheit begehe ich wegen dem Bild, daß(!) ich ihm nie bezahlen werde. / Was ich machen konnte, habe ich gemacht. Du weißt, daß ich Euch nur im Nebenamt vertrat; und so ist es eine respektable Leistung für vier Wochen. Wenn Bern doch noch zustande kommt, will ich es über mich ergehen lassen, wie ein Walzbruder einen Wolkenbruch ..." (Brief vom 18. 1. 1921). / "Mein lieber Bruder Robin! ... Nun ist die Ausstellung zu Ende. Materiell ist das Resultat ganz negativ. Hingegen war der moralische Erfolg größer wie in Winterthur und Genf. Das(!) nichts verkauft wurde ist nicht meine Schuld. Es wurde viel intrigiert und dagegen war nicht anzukämpfen. ... Es tut mir leid, daß ich den Check auf 1 Million Kronen, den zu senden ich nach der Ausstellung imstande zu sein glaubte, nicht senden kann. Und jetzt zum Schluß wird noch die ganze Sache mit Bern, die sich ganz glatt abgewickelt hatte, verdorben. Faistauer sendet komischerweise das Geld nicht, für welches ich Bürgschaft geleistet ... Ich schreibe heute noch an Faistauer, daß er umgehend an Dr. Kieser das Geld senden soll. Es ist doch lächerlich, es wurde ja zu diesem Zwecke gesandt. Seit Faistauer das Geld hat, schreibt er mir nicht mehr ... Ich bin durch sein Verhalten sehr beleidigt, vor allem weil ich annehmen muß, daß er durch die Kritiken, in denen er nicht als Herrgott gerühmt wurde ... verstimmt ist; er ... sitzt auf den 900 Franken, als ob es seine Bruteier wären. Unterdessen gehört nicht ein Centimes davon ihm. So eine dreckige Geldgier ist mir unbegreiflich ..." (Brief vom 4. 4. 1921). - Ausführlichere Transkription beiliegend; die Identifizierung des undeutlich signierenden Briefschreibers ist Herrn Dr. Franz Smola (Österreichische Galerie Belvedere) zu verdanken.

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Bestellnummer 1803-6
€ 450,-


Anouilh, Jean, Dramatiker (1910-1987)

Blatt mit eigh. Widmung für den österr. Schauspieler Erik Frey (1908-1988) und Unterschrift, 1 Seite, kl-4, [Wien], 26. 3. 1964. "Pour Erik Frey qui ferait - comme moi - le plus beau metier du monde - si c'en était un. Le jour de la bataille sympathiqement Jean Anouilh." - Faltspuren.

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Bestellnummer 1606-3
€ 220,-


Antiphonale

Fragment einer lateinischen Handschrift um 1500 auf Pergament, 4 Seiten auf Doppelbogen (fol. 95 und 96), 57 x 42 cm; Text in schwarzer und roter Rotunda mit zahlreichen fein ausgeführten Lombarden in Rot und Blau, auf der letzten Seite zusätzlich Quadratnoten auf drei bzw. vier Neumenlinien. - Minimal fingerfleckig, das Pergament mit den üblichen natürlichen Fehlern und einigen winzigen Löchern, einzelne Korrekturen im Text; insgesamt sehr gut erhalten und farbfrisch.

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Bestellnummer 2001-3
€ 650,-


Anzengruber, Ludwig, Schriftsteller (1839-1889)

Eigenhändiges Gelegenheitsgedicht mit Empfehlungsformel und Unterschrift, 1 Seite, in-12, Penzing, 11. 11. 1887 ("2 Uhr nachts.") - "Daß heute ich eine Trabucca nahm / Und schuldig geblieben, ich merkt's voll Scham, / So schließe ich denn hier ein Sechserl bei, / Aufdaß diese Schuld auch beglichen sei / Und bitte, dahero, zu zürnen net! Ergebenst L. Anzengruber Poet." - Auf kariertem Papier; Faltspuren.

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Bestellnummer 2202-4
€ 260,-


Arago, François, Physiker (1786-1853)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, gr-8, ohne Ort (Paris), 11. 6. 1840, mit eigenhändigem Adressblatt. - Ersucht Monsieur Pentland vom Foreign Office in London um Pässe für die Bergbaustudenten Piot und Messonnier. "Mon cher ami. M. M. Piot et Messonnier, élèves ingénieurs des mines, vont en Angleterre pour visiter vos grands établissements. Confiez leurs, je vous prie, votre passe-partout. Je vous en aurai une éternelle reconnaissance. Votre ami tout dévoué F. Arago."

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Bestellnummer 2202-5
€ 350,-


Armstrong, Neil A., Astronaut (1930-2012)

Offizielles farbiges Fotoporträt der NASA (Reproduktionsdruck) mit eigenhändiger Widmung und Namenszug in Filzstift, ohne Ort und Datum (Mai 1978), 25 x 20 cm. - Am oberen Bildrand zwei kaum sichtbare Klammerspuren. - Beiliegend ein unsigniertes Ersttagskuvert von 1969 sowie ein auf beide Stücke bezügliches maschinschriftliches Schreiben von Armstrongs Sekretärin Elaine Moore.

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Bestellnummer 1909-7
€ 1450,-


Arthaber, Rudolf von, Industrieller und Kunstmäzen (1795-1867)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, kl-4, Wien, 9. 3. 1842, mit eigh. Adresse und Siegel. - An Carl H. Kob in Leipzig. "Verehrter Freund! Sehr erfreut hat mich Ihr w[ert]h[es] v. 22[.] v[origen] M[onaths], denn es brachte mir die Nachricht Ihres und der w[ert]h[en] Ihrigen Wohlbefindens, u. ich werde mich sehr gern Ihrem Auftrage unterziehen. Nur muss ich Sie ersuchen mir einige Zeit zu gönnen, da man bey den Herren, die ich größtentheils persönlich kenne, wenn man nicht selbst sie besucht, nicht leicht etwas mehr als eine bloße Unterschrift erhält. Verlassen Sie sich darauf, ich werde mir die Sache angelegen seyn lassen, aber Zeit gönnen Sie mir. Indem ich Sie ersuche Ihrer lieben Frau und Familie mich bestens zu empfehlen, habe ich das Vergnügen, Sie herzlich zu grüßen und mit aller Achtung zu seyn Ihr Ergebener Arthaber". - Adressblatt mit Poststempeln und Empfängervermerken.

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Bestellnummer 2003-4
€ 175,-


Bartók, Béla, Komponist (1881-1945)

Kleines Albumblatt mit eigh. Namenszug, zusammen mit reproduziertem Fotoporträt (11 x 9 cm) unter Passepartout montiert.

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Bestellnummer 1710-7
€ 550,-


Bastianini, Ettore, Bariton (1922-1967)

Fotoporträt (18 x 13 cm) mit eigenhändiger Widmungszeile und Unterschrift auf der Bildseite, ohne Ort und Datum (um 1960). - "Vivamente Ettore Bastianini". Rückseitig kleine Montagespuren.

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Bestellnummer 2109-6
€ 220,-


Bauer, Wolfgang, österr. Schriftsteller (1941-2005)

Farbiges Fotoporträt (19 x 13 cm, wohl um 1995) mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite. - Foto mit unbedeutender Schadstelle.

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Bestellnummer 2205-3
€ 160,-


Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890)

Eigh. Albumblatt mit zweizeiligem Spruch und Unterschrift, 1 Seite, quer-kl-8, ohne Ort und Datum. "Sagst du zum schönen Augenblick: "Verweile" - / Du mahnst vergebens! Er hat Eile." - Rückseitig leichte Montagespuren.

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Bestellnummer 1802-7
€ 120,-


Bergman, Ingmar, Drehbuchautor und Regisseur (1918-2007)

Maschinbrief in englischer Sprache an die deutsch-französische Filmhistorikerin und Filmkritikerin Lotte Eisner in Neuilly-sur-Seine, 1/2 Seite, kl-4, Färö, 12. 8. 1976. Hofft Eisner irgendwann in Paris zu treffen. "... my wife and I have now moved to Munich where I intend to work with film and theater. Paris is not too far away so perhaps we could meet someday ...". - Beiliegend zugehöriges Briefkuvert sowie ein Telegramm Bergmans an Eisner.

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Bestellnummer 1802-10
€ 450,-


Billinger, Richard, Schriftsteller (1890-1965)

Eigenhändiges Gedicht "Der Athlet (Für Gerhart Hauptmann)" mit Unterschrift "Richard Billinger" und Kreuzchen, 3/4 Seite auf Transparentpapier, kl-4, ohne Ort, (1932). - Zwei Strophen mit insgesamt 9 Zeilen. "Ich bau am Leib mit milder Hand, / ich bin ein Kind und lerne. / Schon längst verfault ist mein Gewand. / Ich wuchs aus frommer Bürger Land / tiefein in alle Sterne. // Ich schreite sacht. Die Sohle glänzt. / Ich heb mich still von hinnen. / Und Ruhm, so eitel Stirnen kränzt, / will ich nicht nicht mehr gewinnen." - Leichte Faltspuren und geringfügig knittrig.

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Bestellnummer 2105-14
€ 220,-


Billinger, Richard, Schriftsteller (1890-1965)

"Schloß Mirakel. Lustspiel in drei Akten." Eigh. Manuskript mit Initialen "RB" am Kopf der 1. Seite, insgesamt 57 einseitig beschriebene Blätter (Titel+20+25+10 pp), kl-4, ohne Ort und Datum (um 1960). - Das Stück spielt in der Gegenwart in Wien und auf Schloss Watzenstein. An Personen treten auf: "Alois Steinhögl, Bürgermeister von Watzenstein / Ferdinand (Ferry) Wullroß, deren junger Freund / Lina, Vertraute der Hofratswitwe / Karl Rader, Ingenieur / Anna Duftschmid, eine Gutsbesitzerin, entfernte Verwandte Raders / Pimpi, deren achtjähriger Sohn, ein Lausbub / Frau Elfride Nutsch, Private aus Linz / Lilly Agraser, Professorsgattin / Rudolf (Rudi) Bangl, Forstadjunkt" sowie der Dorfkaufmann Felix Kronberger (im Personenverzeichnis ausgelassen). Die Szenenbeschreibung für den 1. Akt lautet: "Der Salon der Hofratswitwe. Wegen der drückenden Sommerschwüle sind die Jalusien geschlossen. Ererbter Kram prunkt. Als besondrer Zimmerschmuck hängt vor einer roten Sammetunterlag[e] eine Zither an der Wand. Das Klavier als Salonmöbel ist mit einem farbenprächtigen Teppich bedeckt. Das mächtige Photoporträt des verstorbenen Hofrates prangt im Goldrahmen an der Wand. Etliche, abgesessene Lederstühle umreihen ein rundes Perlenmuttertischchen." - Einige wenige Seiten etwas fleckig, einzelne kleine Wischspuren.

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Bestellnummer 1906-4
€ 1650,-


Björling, Jussi, Tenor (1911-1960)

Porträtpostkarte (Originalfotographie mit Atelier-Blindstempel) mit eigh. Namenszug im weißen Unterrand, (Wien), 20. 3. 1937. - Foto mit Papierbruch im oberen Teil und kleineren Oberflächenmängeln, leichte Wischspur beim Datum, rückseitig etwas angeschmutzt.

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Bestellnummer 2003-7
€ 1200,-


Blacher, Boris, Komponist (1903-1975)

Eigh. unsigniertes Musikmanuskript mit zwei Klavierskizzen zu einem Bühnenwerk, 2 Seiten auf Notenpapier, in-4. - Kleiner Randeinriss unterlegt.

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Bestellnummer 1802-13
€ 440,-


Böhm, Karl, Dirigent (1894-1981)

Unsigniertes Fotoporträt um 1955, 24 x 18 cm.

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Bestellnummer 1601-10
€ 55,-


Boehringer, Robert, Lyriker, Publizist und Unternehmer (1884-1974)

Eigh. Brief mit vertraulicher Unterschrift "Dein Bogett", 1 1/4 Seiten, in-4, Genf, 6. 4. 1970. - Familiär gehaltener Privatbrief zur Übersendung von Hofmannsthals "Theater in Versen" anlässlich eines Geburtstags.

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Bestellnummer 1710-10
€ 65,-


Borris, Siegfried, Komponist (1906-1987)

Porträtfoto 23 x 18 cm (Aufn. Fritz Eschen, Berlin) mit eigh. Widmung und Unterschrift auf der Rückseite, Berlin, 30. 8. 1968.

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Bestellnummer 1802-14
€ 55,-


Boulez, Pierre, Komponist und Dirigent (1925-2016)

Farbiges Porträtfoto mit eigh. Unterschrift auf der Bildseite, 18 x 13 cm.

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Bestellnummer 1708-11
€ 125,-


Braun, Felix, Dichter (1885-1973)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an den Lyriker Max Egon von Platen, 4 Seiten, in-8, London 12. 6. 1948. - "Verehrter Graf Platen! Verzeihen Sie den späten Dank für das mich so auszeichnende Geschenk Ihrer Gedichte. Es kam aber erst vor einigen Tagen bei mir an. So lange war es in Wien zurück geblieben. Nun habe ich es gelesen und wieder gelesen. Und ich werde oft zu diesem edlen Buch zurück kehren. Wenn Sie es mir erlauben, würde ich sagen, daß ich diese Gedichte verstehe. Und zwar so sehr, daß ich mir den Dichter in der Stunde vorstellen kann, da er sich nieder beugt, sie aufzuzeichnen. Einsamkeit ist um ihre Musik, die der des Quellenlaufs gleicht. ... Ich liebe eine Lyrik wie die Ihre. Sie tönt einem von selbst entgegen. Man muß sich nicht anstrengen, sie zu empfangen, und ihre Trauer verdüstert dem Leser das Herz nie. Mehr als ein Kunstwerk ist dieses Buch. Was es vom Leben enthält, zeigt, wie Leben in Poesie verwandelt werden kann. ... Ich bin Ihnen einmal in einem Haus auf der Landstraße, in das Erwin Ringer mich einführte, begegnet. ... Wenn ich im Spätsomme nach Wien komme, sehe ich Sie vielleicht wieder. ...". - Zwei Zensurstempel.

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Bestellnummer 1810-12
€ 160,-


Britten, Benjamin, Komponist (1913-1976)

Eigh. Brief mit Unterschrift "Ben", 4 Seiten, quer-8, Aldeburgh (Briefkopf), 25. 7. 1960. - (An James Lawrie.) "My dear Jimmie, Awfully sorry that I can't get up to the meeting of the Opera School tomorrow. I am under severe doctors' order for 2 or 3 months, & severely rationed as to my London visits. I am sorry there is this crisis - but I feel rather unable to comment since I know so little of the facts (of course I realise there is a financial problem, but I fear I don't know whether this is worse than usual, & if there is less hope than usual of over-coming it). I have written to Sanderson asking to see a copy of the Bridges report, wanting of course to see the references to the School; but so far, no reaction, so I can't comment on their comments. But how seriously do people, does the Arts Council, take this report? The only person I know who has had connection [with] the report has been George Christie, & he hasn't much to off[er], & of course must be somewhat biased. Otherwise I know of no one ever who has given evidence - certainly none of us has (which is abit odd considering we do play some part of the operatic biz!). All this is just to question the actual or future importance of the Report; need we take much notice of it, unless, of course it prevents the School getting the money it needs -? Excuse scribble, but I wanted to send personal apologies for non-attendance, & all good wishes [for] the future of the School, if you decide to continue, & of course congratulations to Joan & Anne for their wonderful work. Yours ever Ben." - Kleine Heftspuren, seitliche Lochung unterlegt (geringer Buchstabenverlust).

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Bestellnummer 2205-6
€ 800,-


Buber, Martin, Religionsphilosoph (1878-1965)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 2 Seiten, gr-8, Heppenheim, 30. 8. 1918. - An den Rechtsanwalt, Übersetzer und Redakteur Max Strauss. "Lieber Herr Dr. Strauss - Meine Information entnahm ich dem mir vor einigen Tagen (mit einem von Glaser unterzeichneten Rundschreiben) zugegangenen Protokoll der Ausschuss-Sitzung vom 21. VIII., in dem Ihr Referat genannt wird. Soeben erhalte ich von Glaser die Mitteilung, dies sei auf ein 'Versehen' zurückzuführen - das ich mir allerdings psychologisch nicht zu rekonstruieren vermag. Was die öffentliche Versammlung betrifft, so hatte ich auf die Aufforderung hin zunächst Bedenken geäussert, da mir die Veranstaltung einen rein propagandistischen Charakter zu haben schien und bei vier Reden (ausser mir sollten Blumenfeld, Arlosoroff und Moses sprechen) in einer Versammlung m. E. auch kaum anders möglich ist. Ich erklärte aber in meinem Brief vom 13. Juli, dass ich, wenn ich auf diesen propagandistischen Zweck keine Rücksicht zu nehmen brauche, bereit wäre, eine Ansprache über den Zusammenhang der jüdischen mit der allgemeinen Jugendbewegung - dem 'jungen Europa' - zu halten. In der Antwort auf diesen Brief (Löwenstein vom 21. Juli, Glaser vom 23. August) wurde die Versammlung nicht mehr erwähnt, sondern nur noch auf das Referat über das Religionsthema Bezug genommen. Ich sah danach diesen Teil der Angelegenheit für erledigt an. Da Löwenstein mir am 21. VII. geschrieben hatte, sämtliche von mir angeschnittenen Fragen müssten in einer Sitzung des engeren Ausschusses besprochen werden, deutete ich mir das Schweigen über die Versammlungsfrage dahin, daß der Ausschuss an dem ausschliesslich propagandistischen Charakter der Versammlung festhalte, vielleicht auch gegen die vermutete (mit Recht vermutete!) Tendenz meiner Ausführungen aussenpolitisch und am Ende auch gar innenpolitisch Bedenken habe. Im übrigen möchte ich Ihnen nicht verschweigen, dass die Art der Beantwortung meiner Briefe durch die Vertreter des Ausschusses (insbesondere Glaser) auf mich den Eindruck einer gewissen Inkonsistenz gemacht hat. Mit den besten Grüssen Ihr Buber". Mit einzelnen Streichungen und Korrekturen. - Faltspuren, kleine Risse und Randmängel, Rückseite gering fleckig.

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Bestellnummer 2205-8
€ 360,-


Cardenal, Ernesto, Dichter und Politiker (1925-2020)

Reproduziertes Fotoporträt in Postkartengröße mit eigh. bildseitiger Widmung und Unterschrift, ohne Ort und Datum (um 1990). - "Para Wolfgang. Ernesto Cardenal".

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Bestellnummer 2003-9
€ 100,-


Chelius, Oscar von, Offizier und Komponist (1859-1923)

Eigenhändiges Musikmanuskript mit Unterschrift, quer-4 (Notenpapier), Corfu/Achilleion, April 1914. - Beginn des Liedes "Aveläuten" (nach Text von Ernst Zahn) mit Klavierbegleitung. - Leichte Faltspur.

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Bestellnummer 2009-7
€ 370,-


Conrad von Hötzendorf, Franz Graf, Feldmarschall (1852-1925)

Eigh. Briefkarte mit Unterschrift, 2 Seiten, quer-12, mit Trauerrand, ohne Ort, 3. 2. 1915. - (An seinen Freund Paul Schulz, damals Vizepräsident des Rechnungshofs, später Abgeordneter im Herrenhaus.) "Hochverehrter Freund! Herzlichst Dank für Deine freundlichen Zeilen; - selbstverständlich steht der Reise der Gräfin nichts entgegen und habe ich Auftrag gegeben, daß alles Erforderliche vorgesehen wird. - Die betreffenden Documente (: Fahrlegitimation, Reiseroute et[c.] et[c.]) werden von hier an Dich gesendet werden; - erwünscht wäre telegrafische Bekanntgabe des Abreisetages, damit ein Coupé sicher gestellt werden kann. - Sorge, Ärger, Mangel an Zeit hinde[r]n mich Dir länger zu schreiben, - hoffentlich komme ich aber doch bald zu einem freieren Moment für einen längeren Brief. - Mit herzlichem Gruß Dein aufrichtig ergebener Conrad F[eld]m[arschall]".

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Bestellnummer 1903-10
€ 300,-


Cuvier, Georges, Naturforscher (1769-1832)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-4, Paris (gedruckter Briefkopf der "Université Imperiale"), 17. 5. 1809, mit Adressblatt von fremder Hand. - An Pierre-Paul Royer-Collard, "inspecteur general". "Monsieur et cher confrère, Je suis bien coupable envers vous, et c'est pour avoir voulu reparer mes torts que je les ai aggravés; je désirais aller vous remercier moi même du présent beaucoup trop magnifique que vous m'avez fait; je désirais encore vous porter quelques tributs bien peu dignes de vous être offerts; la vie surchargé de travail que je mène depuis quelque temps ne m[']a pas laissé un instant pour m'acquitter de ce double devoir; permettez moi du moins de vous exprimer mes regrets ... en attendant l'hommage de ma reconnaissance et de la haute consideration si bien due à vos talents et à vos travaux. G. Cuvier". - Leichte Altersspuren, kleiner Ausriss durch Siegelöffnung.

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Bestellnummer 2003-13
€ 480,-


Czerny, Carl, Komponist (1791-1857)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, Wien, 13. 6. 1842. - An den Herausgeber der Wiener Musikzeitung, August Schmidt. "Euer Wohlg[e]b[orn] / Ich habe die Ehre, hier zufolge dero Aufforderung einen auf 4 Stichseiten berechneten Beitrag zum Hamburger Album zu übersenden u. bitte, mir zu seiner Zeit gefälligst ein Correctur=Exemplar durch Hrn. Mechetti oder Haslinger od. Diabelli zukommen zu lassen. Euer Wohlgeborn ergebenster Carl Czerny." - Auf der letzten Seite Vermerk von fremder Hand und Montagespuren.

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Bestellnummer 2109-13
€ 1200,-


Dallapiccola, Luigi, Komponist (1904-1975)

Maschinschriftlicher Brief in französischer Sprache mit eigenhändigen Korrekturen, Empfehlungsformel und Unterschrift, 1 1/2 Seiten, kl-4 (dünnes Papier), Florenz, 10. 2. 1951. - An den deutsch-israelischen Musikwissenschaftler Peter Gradenwitz (1910-2001) in Tel Aviv. Berichtet über geplante Tätigkeiten in den USA - u. a. einen Kompositionskurs in Tanglewood -, die amerikanische Erstaufführung seiner einaktigen Oper "Il prigioniero" und erwähnt einen persönlichen Kontakt mit Aaron Copland. Den Hauptinhalt des Briefs bildet die Beschreibung seines Stücks "Job", das Dallapiccola gerne in Israel in hebräischer Übersetzung aufgeführt sehen würde. - Knitterspuren und kleine teils geklebte Randrisse, zwei Flecken am linken Rand.

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Bestellnummer 2109-14
€ 300,-


Dayan, Yael, Schriftstellerin u. Politikerin (geb. 1939), Tochter von General Moshe Dayan.

Albumblatt in Postkartengröße mit eigh. 3 Zeilen und Unterschrift, um 1975. - Sammlervermerke.

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Bestellnummer 1603-16
€ 30,-


Díaz, Porfirio, General und Politiker (1830-1915)

Diktatbrief in spanischer Sprache mit Initialen in Golddruck und eigh. Unterschrift, 1 1/2 Seiten auf Doppelblatt, kl-4, México, 9. 11. 1899. - An Barbara Frances Stuart, Gattin des Chefingenieurs der in Konkurs gegangenen Mexican Southeastern Railroad Company. Sagt ihr die Weiterleitung von Informationen zu, die ihren von Gläubigern und der Justiz verfolgten Mann entlasten sollen. "... que es lo unico que puedo hacer ...". - Mit montiertem Kuvert; die zweite Seite etwas fleckig, die dritte (leere) Seite mit Montagespuren, auf der vierten Seite eine zeitgenössische handschriftliche englische Übersetzung aufgeklebt; angeheftet das vierseitige englische Briefkonzept von Barbara Frances Stuart mit ausführlicher Darstellung der Angelegenheit.

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Bestellnummer 2003-14
€ 320,-


Dor, Milo, Schriftsteller (1923-2005)

Porträtpostkarte mit eigh. Widmung und Unterschrift, Wien, 10. 12. 1977.

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Bestellnummer 1510-17
€ 48,-


Dostal, Nico, Komponist (1895-1981)

Porträtfotografie auf geprägtem Karton (Brustbild mit Zigarre, 15 x 10,5 cm) mit eigh. Notenzeile, Widmung und Unterschrift auf dem Untersatzkarton (Gesamtgröße 31,5 x 21 cm), Salzburg, Oktober 1971. - 6 Takte "Heimatland!" aus der Operette "Monika" (Uraufführung 1937, verfilmt 1939 unter dem Titel "Heimatland"). - Beiliegend eigh. Kuvert.

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Bestellnummer 1708-18
€ 200,-


Duncan, Isadora, Tänzerin und Choreographin (1877-1927)

Unsignierte Porträtpostkarte des Weltpostvereins (ungelaufen), um 1900. - Dreiviertelfigur sitzend in antikisierender Tunika.

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Bestellnummer 1703-23
€ 60,-


Einem, Gottfried von, Komponist (1918-1996)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, quer-kl-4, New York, ohne Datum (wohl 1953). - An den Dirigenten Efrem Kurtz. "Dear Mr. Kurtz, you will remember to have told me on 57th street to be interested in performing my 'Capriccio', which you undoubtedly liked in the interpretation given by Maestro Mitropoulos. Now I am sure that also you will give it a just as masterful if different interpretation. It would be a special treat for me to be notified during my European travels of a performance of yours and the ensuing good writeups. As you know I am always most grateful and pleased if renown[ed] conductors are not only interested but also active in and for my works. With best and sincerest wishes for your Season most sincerely yours Gottfried Einem." - Falt- und leichte Knitterspuren.

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Bestellnummer 2009-11
€ 220,-


Einem, Gottfried von, Komponist (1918-1996)

Musikalisches Albumblatt mit eigenhändiger Notenzeile, Widmung und Unterschrift, quer-8, Wien, 6. 8. 1983. - Leichte Faltspur.

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Bestellnummer 2202-24
€ 200,-


Ennemoser, Joseph, Arzt und Magnetiseur (1787-1854)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 4 Seiten (eng beschrieben), gr-8, Bonn, 26. 10. 1819. - Berichtet einem Freund ausführlich über seine Fahrt nach Bonn, wohin er als außerordentlicher Professor berufen wurde (die Ernennung zum Ordinarius folgte 1827). Die teils per Kutsche, teils zu Schiff zurückgelegte Reise führte (vermutlich von Berlin aus) über Wittenberg, Leipzig, Zeitz, Gera, Schleiz, Lobenstein, Nordhalben, Bamberg, Forchheim, Erlangen, Nürnberg, Würzburg, Aschaffenburg, Offenbach, Frankfurt, Mainz und Boppard. Ennemoser schreibt in teils blumiger, teils launiger Sprache über originelle Begegnungen, Schwierigkeiten bei der Quartierbeschaffung, die Bonner Studenten etc. An Persönlichkeiten namentlich genannt werden unter anderem der Arzt und Schriftsteller David Ferdinand Koreff (1783-1851), der Arzt und Botaniker Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858) sowie der Arzt und Philosoph Karl Joseph Hieronymus Windischmann (1775-1839), die alle so wie Ennemoser Anhänger der damals populären Naturphilosophie waren. Ennemoser selbst stammte aus Südtirol, schloss sich im Tiroler Volksaufstand Andreas Hofer als Geheimschreiber an, kämpfte in den Freiheitskriegen im Lützowschen Freicorps gegen Napoleon und promovierte 1816 in Berlin zum Doktor der Medizin. Er lehrte Anthropologie, physische Heilkunde und Pathologie und wurde "einer der extremsten Vertreter jener aus der Naturphilosophie erwachsenen mystischen Richtung in den Naturwissenschaften, deren Blüthe sich in der praktischen Heilkunde als 'thierischer Magnetismus' und 'Mesmerismus' entfaltet hat, und die nach dieser Richtung hin gerade in Berlin und Bonn, den Aufenthaltsorten Ennemoser's, einen sehr fruchtbaren Boden gefunden hatte" (ADB 6, 150). Später war er in Innsbruck und zuletzt in München als praktischer Arzt tätig. Ennemoser verfasste zahlreiche Schriften über den Mesmerismus, gilt aber auch als Vorkämpfer des entwicklungsgeschichtlichen Denkens in der Medizin und setzte sich für eine humanen Behandlung der psychisch Kranken ein. - Vollständige Transkription des Briefes siehe unten; Autographen Ennemosers sind selten.

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Bestellnummer 1909-19
€ 2400,-


Eugen von Savoyen, Feldherr und Staatsmann (1663-1736)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 4 Seiten, in-8, Blessy (Arr. Béthune, Dép. Pas-de-Calais), 28. 9. 1710. - Inhaltsreiches Schreiben aus dem Spanischen Erbfolgekrieg an eine Exzellenz aus Wien, deren Rückkehr dringend erwartet wird, mit Erwähnung des ersten Duke of Marlborough (John Churchill) und einer Stellungname zu neuen Friedensverhandlungen. "jay receu hier la lettre de S[on] E[xcellence] du 10 ainsi une poste plus tard que les autres. je suis ravi que son rétour soit sur ce n'ést pas tout il faut qu'elle soit icy avant la fin d'octobre estant absolument necessaire que le duc de marlborough et moy puissions vous parler avant nostre depart la victoires despagne et lestat des affaires de ces pays ne laissant presque pas douter que cette hyver ne soit une des plus turbulente quil y aye eue pour les negotiations et vous scavé par experience que si on ne peut pas arrester entierement cequi pourroit estre contraire au service du maistre aumoins on leurs fait faire beaucoup plus de reflexions et suspendre souvent les resolutions precipités quil seroient capables de prendre dans les premiers mouvements soit de crainte ou d'enuie de la paix sans considerer que tout le monde la souhaite bonne mais qu'une mauvaise est pire que la guerre ne pouvant pas durer. jay veu la lettre qu'on repond a l'estat et je la trouve bien, les affaires d'engleterre vont de pis en pis nous en parleront a vostre retour celleicy serat la dernierre esperant mesme qu'elle ne vous trouverat plus a vienne; a vostre retour nous parlerons aussi de ceque vous me mandé des affaires de la cour et je suis de S[on] E[xcellence] tres humble et tres obeissant serviteur Eugen de Savoye".

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Bestellnummer 1903-13
€ 6800,-


Faistauer, Anton, Maler und Graphiker (1887-1930)

Blatt mit 4 kleinen Federzeichnungen und zugehörigem eigh. Text (in etwas flüchtiger Schrift), 1 Seite, 30 x 12 cm, ohne Ort und Datum (um 1925). "So will ich jetzt die Christl malen. Sich irgendwie die Haar richtend u. will mich freuen auf das Hinaufrichten[.] Die runden Arme, die aus der Brust heraus wachsen ganz rund u. fest gedrechselt mit festen Gelenken mit einem schönen Kopf beschäftigt[.] Ich will die Ähnlichkeit meiden u. nur ihr rundes Kinn u. die weißen Augenhöhlen will ich treffen mit dem rund gewalzten Hals, der so merkwürdig an den den(!) Kopf gereiht ist wie eine Perle an die andere. Da[s] mag schon schön werden u. ich will glücklich sein wenn ich [es] zuweg bringe. Das Seidenkleid will ich beibehalten wie im ersten Bild, da es so schön manchesmal das Fleisch durchdringen läßt. Eine Form so schön bringts das war so mit dem ersten Bild, daß ein Arm so schön aus der Seide glitt mit seinen schwachen Reflexen des rosigen Fleisches." - Oberer Rand mit kleinen Mängeln.

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Bestellnummer 1802-27
€ 1100,-


Ferdinand I., Kaiser von Österreich (1793-1895)

"Die Toleranz des Kaisers Ferdinand von Oestreich den seit 18. Monaten eingestellten Bau des Bethauses in Linz zu vollenden." Dreistrophiges Gedicht von Friedrich Ferdinand Emmerich, Schauspieler aus Braunschweig, 1 Seite auf Doppelblatt, in-folio, ohne Ort und Datum (um 1840); Verfassername und "in Linz" im Titel von zeitgenössischer anderer Hand ergänzt. "Dom oder Bethaus, helft den Bau vollenden, / Im fernen Oestreich, wie zu Köln am Rhein! / Wer reich gesegnet, zahl mit vollen Händen, / Wer wenig hat leg auch sein Scherflein ein. / Wie? Wollt ihr stehn und hadern statt zu spenden, / Entzweyen wollt ihr euch, statt Eins zu seyn? / Nun, da die Hände sich zum Werke rühren, / Wollt ihr des Haßes alte Flamme schüren. // Schmach über den, der heut in blindem Eifer / Den Friedensschluß zu brechen sich vermißt, / Der ein unzeitiger Panier Ergreifer, / Des Weltheilandes Mahnung selbst vergißt / Schmach über den, der mit Zelotengeifer / Das Große zu besudeln fähig ist! / Ein solcher soll den Bund uns nicht zerstören - / Wir wollen nicht auf seine Worte hören. // Auf Katholiken! zeigt euch echt katholisch! / Der rechte Glaube streut der Duldung Saat, / Auf, Protestanten! handelt apostolisch, / Weist mit Protest zurück den falschen Rath! / Deutsch heißen wir, nicht türkisch und mongolisch! / Rechtfertigt drum den Namen durch die That. / Weß Busen ist zu eng, das Wort zu faßen? / 'Ihr sollt einander lieben und nicht haßen!" In Form eines - offensichtlich nicht postalisch gelaufenen - Faltbriefs, adressiert an einen namentlich nicht genannten Kanzlisten im K. K. Kreisamt Budweis. - Beiliegend zwei gedruckte Huldigungsgedichte auf Kaiser Ferdinand I.

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Bestellnummer 2205-16
€ 140,-


Ferdinand Karl d'Este, Erzherzog von Österreich (1781-1850)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1/2 Seite, in-8, ohne Ort und Datum (1847). - "Liebster Fürst, mit vielen[!] Dank stelle ich Ihnen die mir mitgetheilte interessante Anlage zurück. - Wir sind alle sehr betroffen über den so unerwarteten Tod des so guten, und hoffnungsvollen E[rz]H[erzog] Friedrich - dieses so traurige Ereigniß verspäte[!] um einige Tage die Abreiße nach Mähren von meinem Neffen Ferdinand, mit seiner jungen Frau / Eh. Ferdinand". - Im unbeschriebenen Teil etwas fleckig.

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Bestellnummer 2009-16
€ 240,-


Ferra-Mikura, Vera, Schriftstellerin (1923-1997)

Eigenhändiges Gedichtmanuskript mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, ohne Ort, 9. 5. 1962. - "Der Mantel / Er ist behangen mit Sternen, / bewachsen mit Mohn und Kristall. / Er ist die bunte Kehle des Vogels / und das zottige Fell des Büffels ... / Manchmal stürmen wir gegen ihn an, / winzige Reiter auf schwachen Pferden ... / Er hat keine Öffnung. / Wir können ihn nirgendwo teilen. / Niemals erblicken wir den, / der ihn trägt ...". - Beiliegend ein kleines signiertes Porträtfoto (Aufnahme Foto Maruschka, Wien 1961).

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Bestellnummer 2202-27
€ 120,-


Fey, Emil, Politiker (1886-1938)

Maschinbrief mit eigenhändiger Unterschrift "Fey" und gedrucktem Briefkopf als Bundesminister, Generalstaatskommissär und Major der Reserve, 1 1/4 Seiten, gr-8, Wien, 17. 10. 1935. - An eine Sekretärin. "... Aus Anlass meines Scheidens als Bundesminister und Generalstaatskommissar, ist es mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen noch einmal ... für Ihre mir während meiner Amtstätigkeit geleisteten ausgezeichneten Dienste den aufrichtigsten Dank und vollste Anerkennung auszusprechen ...". - Minimal knittrig.

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Bestellnummer 1902-18
€ 145,-


Fleta, Miguel, Tenor (1897-1938)

Porträtpostkarte mit eigh. Unterschrift auf der Bildseite, o. O. u. D. (wohl um 1926). - Unbedeutende kleine Eckmängel.

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Bestellnummer 1606-25
€ 220,-


Flotow, Friedrich von, Komponist (1812-1883)

Eigenhändiges musikalisches Albumblatt mit Notenzeile und Unterschrift, 1 Seite, quer-8, Wien, 7. 2. 1847. - 4 Takte aus dem 2. Akt seiner Oper "Alessandro Stradella": "Tief in den Abruzzen, da lauert im Moos". Links unten biographische Notiz von fremder Hand.

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Bestellnummer 2005-17
€ 850,-


Franz Joseph, Kaiser von Österreich (1830-1916)

Dienstzettel mit zwei eigenhändigen, jeweils mit Paraphe unterzeichneten Anweisungen, 1 Seite, in-8, (Wien), Expedierungsvermerk 9. 2. 1864 von fremder Hand. - "Oberst Feldegg soll telegraphiren, was für eine Blessur der General Prinz Würtemberg hat, wie es dem Obersten Illeschütz geht und täglich Nachricht vom Prinzen geben. ... / Bitte beiliegendes Schreiben durch Toggenburg an seine Bestimmung gelangen zu machen ...". - Geringfügig fleckig, kleine Eckmängel, restaurierter Bugriss.

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Bestellnummer 2102-26
€ 650,-


Franz Joseph, Kaiser von Österreich (1830-1916)

Flugblatt mit der Wiedergabe der Deklaration zur Thronbesteigung in Olmütz am 2. 12. 1848 als Beilage zum Wiener Fremden-Blatt, 2 Seiten, gr-folio. - Gedruckt auf dünnem brüchigem Papier, Falt- und Knitterspuren, gebräunt, mehrere teils hinterlegte Randschäden.

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Bestellnummer 2105-30
€ 50,-


Fröbel, Julius, Politiker (1805-1893)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 2 Seiten auf Doppelblatt, in-8, Frankfurt/M., 2. 4. 1858. - An Elisabeth Lewald, Gattin des Justizrates Otto Lewald in Berlin. "Geehrte Freundin: Sie haben in Ihren Zeilen, für die ich Ihnen von Herzen danke, nach meinem Sohn gefragt. Ich schicke Ihnen hiermit denselben als Träger dieses Briefes. Er studirt seit einem Jahre in Freiberg, wird im Herbst wieder nach Amerika zurückkehren, und benutzt seine Ferien zu einem Besuche in Berlin. Es wird vielleicht Ihrer ganzen Freundlichkeit bedürfen um über seinen Mangel an Liebenswürdigkeit hinweg zu sehen. Das deutsche, das schweizerische u. das amerikanische Element liegen in seinem Wesen noch unvermittelt nebeneinander, und sein bisheriges Leben hat wenige sonnige Tage gehabt deren Wärme zur Verschmelzung hätte beitragen können. Ich weiß daß Sie ihn mit Güte empfangen werden. / Ich hoffe es wird uns vor unserer Rückkehr nach Amerika, die im Sommer statt finden soll, möglich werden einen Besuch in Berlin zu machen. Ich glaube ich werde Sie dann überzeugen können, daß wenn auch die Erfahrungen u. das Denken in zehn Jahren mir die Ziele des geistigen Strebens in anderer Gestalt gezeigt haben mögen, dieses Streben selbst in mir nicht erkaltet ist. In meinem Buche mag Sie manches Wort kalt anwehen. Ich habe die Schwachheit, dem Verdrusse über das was ich hinderlich erkenne, oft auch den zwecklosen Ausdruck nicht versagen zu können. Dies sind jedoch Äußerlichkeiten, und aus eigener Erfahrung hege ich die innigste Ueberzeugung, daß der echte Enthusiasmus für alles was unseres Strebens würdig ist, durch keine Beschäftigung mit der Wirklichkeit und ihren Härten leiden kann, wenn er auch eine andere Form annehmen mag. / Ich freue mich bei meinem Besuche Herrn Lewald kennen zu lernen. Sagen Sie ihm meinen Gruß. / Julius Froebel". - Schrift durchschlagend, etwas knittrig.

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Bestellnummer 1903-14
€ 300,-


Fuchs, Robert, Komponist (1847-1927)

Eigh. Widmung auf dem Umschlag seiner "Drei Clavierstücke" op. 24 (Leipzig, Kistner, um 1879, in-4, 15 pp, OBrosch.), Wien, 7. 11. 1879. (Für Fräulein Caroline Gröber, der das Werk im Druck zugeeignet ist.) "D[er] O[bigen] zur freundlichen Erinnerung an Rob. Fuchs ...". - Das Notenheft mit Alters- und Gebrauchsspuren sowie Rand- und Falzverstärkungen.

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Bestellnummer 1708-29
€ 160,-


Geiger, Willi, Maler und Graphiker (1878-1971)

Drei eigenhändige Briefe mit Unterschrift "Willi" auf der Rückseite von drei farbigen Ölkreidezeichnungen, je 1 Seite, quer-4, Feldwies, 13. 8. u. 13. 9. 1962, und München, 10. 11. 1962. - Altersbriefe an die Freunde Robby und Lisl Bierlein in München. Berichtet unter anderem von seinem jährlichen Sommeraufenthalt in einem Bungalow am Chiemsee und klagt über Gesundheitsbeschwerden. "... Es gab mancherlich in dem alten Haus in Rechte zu bringen aber trotz dieser Arbeiten komme ich zum Malen. Der Verleger Gurlitt möchte von mir Lithographien zu Gedichten von Francois Villon u. so werde ich nach längerer Pause wieder etwas Graphik machen. ... ich habe abends die Rehe dicht vor dem Haus. Das Wetter ist herrlich hochsommerlich u. ich hoffe daß es durchhält bis zu meinem 84. Geb[urts]tag. ..." (13. 8.). - "... Der Herbst hier ist anhaltend schön und es sieht so aus als könnte ich noch längere Zeit in Feldwies verweilen. Auch die Arbeit geht gut von statten nur das miserable rechte Bein gibt keine Ruhe. Seit ein paar Tagen ist etwas Lärm im Haus - es ist in der Küche u. am Dach allerhand zu erneuern. Da wäre es mir sehr gelegen wenn du mir den Rest (M 400) gleich anweisen läßt weil die Leute hier nicht gerne warten ..." (13. 9.). - "... ich hatte 3 sehr schöne Monate in Feldwies und war sehr fleißig, aber die feuchte Luft am Chiemsee ist meinem rechten Bein nicht gut bekommen. Ich habe viel Schmerzen beim Gehen und reagiere peinlich auf jeden Wetterwechsel. Aus diesem Grund ist meine Bewegung auf die Wege von zu Haus in das Atelier u. zurück beschränkt ..." (10. 11.). *** Three oil pastel drawings with autograph letters by the German painter and illlustrator.

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Bestellnummer 2109-27
€ 650,-


Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963)

Eigh. Gedicht "Lied in den Bergen" mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, schwach gestempelter Briefkopf "Franz Carl Ginzkey / Wien, VIII. Bez. / k. u. k. milit. geogr. Institut", um 1900/1910. - Faltspuren.

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Bestellnummer 1903-15
€ 240,-


Glasunow, Alexander, Komponist (1865-1936)

Eigh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift "Alexandre Glazounow", 1 Seite, quer-kl-8, Paris, 1. 11. 1929. - Auf beschnittenem Notenpapier mit kaum sichtbarem Mittelbug.

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Bestellnummer 1705-30
€ 750,-


Goethekreis - Böttiger, Karl August, Philologe, Archäologe und Schriftsteller (1760-1835)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8, ohne Ort (wohl Dresden), 18. 1. 1825. - "Hochzuverehrender Herr Oberconsistorialrath! Meinem Versprechen gemäß sende ich Ihnen, was mir von Hofrath Munkes Schriftstellerei zum Theil aus Gilberts Annalen, deren Mitarbeiter er war, bekannt worden ist. Wen[n] Ihnen etwas über Kleinschrodts in Würzburg Leben u. Schriften bekannt wurde; so würden Sie durch Mittheilung desselben zu großem Dank verpflichten Ihren hochachtungsvoll ergebenen Böttiger." Mit Teil des Adressblatts (Empfängername abgeschnitten). - Geringfügig fleckig.

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Bestellnummer 2202-37
€ 450,-


Goethekreis - Carl August, Großherzog von Sachsen-Weimar (1757-1828)

Eigenhändiges Billet mit Paraphe "C. A.", 1 Seite, quer-kl-8, ohne Ort und Datum (wohl Weimar um 1785). "Da sich Bode selbst dafür intereßirt so möchte wohl hier eine Ausnahme zu machen seyn, der Herzog von Gotha giebt mir gerne. / Wegen Papenheim kan[n] frey quartier gesezt werden, die erfüllung wie wird sich schon finden." - Mit gedruckter Zierbordüre.

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Bestellnummer 2205-18
€ 370,-


Gottsched, Johann Christoph, Schriftsteller und Gelehrter (1700-1766)

Eigh. Schriftstück mit Unterschrift als Rektor der Leipziger Universität, 1/2 Seite, in-4, Leipzig, 24. 10. 1740. - Lateinisches Empfehlungsschreiben für seinen Studenten Johann Hieronymus Christoph Begen aus Wolfenbüttel. "Fide praesentium testor, Virum iuvenem nobilissimum et praestantissimum, Joannem Hieronymum Christ. Begium, Guelferbytanum, Praelectiones meas proximo et praesenti anno, cum Philosophicas tum rhetoricas sedulo frequentasse, et praeterea exercitiis disputoriis, exercendis ingeniis excellentioribus destinatis, quantum doctrina valeret saepius demonstrasse. Quare, ut a Maecenatibus et Litterarum Patronis, in stadio eruditionis strenue pergens, porro sablevetur Begius noster, ex animo precor ...". Am Oberrand zeitgenössischer Vermerk von anderer Hand. - Beiliegend kleines Holzstichporträt des 19. Jhs. von C. Laufer mit faksimilierter Unterschrift.

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Bestellnummer 2001-32
€ 850,-


Gounod, Charles, Komponist (1818-1893)

Unsigniertes eigenhändiges Musikmanuskript auf bräunlichem Notenpapier, 1 Seite, in-4 (Doppelblatt), ohne Ort und Datum. - Stimmenauszug der ersten Bässe in 8 Notenzeilen aus der Introduktion des Chorwerks "L'hôtellerie de la Reine" mit unterlegtem Text. - Kleine Randmängel.

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Bestellnummer 1810-33
€ 750,-


Granger, Stewart, Filmschauspieler (1913-1993)

Reproduziertes Fotoporträt 13 x 8 cm, bildseitig signiert. - Ecken mit Montagespuren.

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Bestellnummer 1703-32
€ 48,-


Grass, Günter, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1927-2015)

Farbiges Fotoporträt 18 x 12,5 cm, bildseitig signiert, um 1995.

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Bestellnummer 2003-27
€ 100,-


Güßfeld, Paul, Naturforscher und Geograph (1840-1920)

Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift, Berlin, 30. 11. 1890. Verweist bezüglich einer Anfrage nach der Adresse von W. Junker an zwei Herren von der Gesellschaft für Erdkunde.

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Bestellnummer 1909-26
€ 65,-


Härtling, Peter, Schriftsteller (1933-2017)

Illlustriertes Faltbillet in Postkartengröße mit gedrucktem Kopf, eigenhändigem Spruch "Zwischen den Altern", Widmung und Unterschrift, 14. 11. 1985. - "Lauf, hol Dich ein / und sieh dir ins Gesicht / Du warst es lange nicht. / Jetzt kannst du's sein ...".

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Bestellnummer 2205-21
€ 75,-


Halm, Friedrich, Schriftsteller (1806-1871)

Albumblatt mit eigh. Gedicht und Unterschrift, 4 Zeilen, quer-12, Wien, 7. 3. 1868. - "Ob Deine Wangen blühen / Ob meine fahl und bleich, / Wenn gleich die Seelen glühen / Sind Jung und Alt sich gleich." - Minimal fleckig; in Zierpassepartout montiert.

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Bestellnummer 1802-41
€ 140,-


Halm, Friedrich, Schriftsteller (1806-1871)

Albumblatt mit eigh. Gedicht und Unterschrift, 4 Zeilen, quer-8, Wien, 20. 5. 1859. - "Als Glück der Armuth pries man jüngst mir sehr: / Wer Nichts besitze, könn' nichts mehr verlieren! / O welches Glück erfroren seyn, denn wer / Bereits erfror, der kann nicht mehr erfrieren!" - Leichte Faltspuren.

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Bestellnummer 1703-34
€ 130,-


Handke, Peter, Schriftsteller und Nobelpreisträger (geb. 1942)

Großformatiges Fotoporträt (24 x 18 cm) mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite.

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Bestellnummer 2205-23
€ 350,-


Harnoncourt, Nikolaus, Dirigent (1929-2016)

Karte der Plattenfirma Teldec mit reproduziertem farbigem Fotoporträt, 15 x 10,5 cm, bildseitig signiert (um 1985).

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Bestellnummer 2205-24
€ 55,-


Hausner, Rudolf, Maler (1914-1995)

Porträtfoto (Aufnahme Stefan Adam, Frankfurt) mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite, 23 x 17 cm, ohne Ort und Jahr (wohl um 1975). - Beiliegend eine bildseitig signierte farbige Reproduktion eines seiner "Adam"-Bilder, 10 x 16 cm (kleine Mängel).

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Bestellnummer 2105-35
€ 160,-


Hebbel, Christine, Schauspielerin und Ehefrau von Friedrich Hebbel (1817-1910)

Albumblatt mit eigh. 2-zeiligem Spruch und Unterschrift, quer-8. Wien, 9. 2. 1897. "Das Streben zum Guten, Wahren, und Schönen, heißt Leben." Rückseitig Montagespuren. - Beiliegend fotographisch reproduziertes Porträt Friedrich Hebbels nach Kriehuber (um 1900).

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Bestellnummer 1710-40
€ 120,-


Hedin, Sven, Forschungsreisender (1865-1952)

Eigenhändiger Brief auf Faltbillet mit gedrucktem Fotoporträt, 1 Seite, ohne Ort, 17. 4. 1949, gerahmt, Gesamtgröße 16 x 22 cm. - "Hochverehrter Herr Walter Krieg / Eben lese ich nochmals Ihren liebenswürdigen Brief vom 18. Februar, worin Sie von meinem sehr kurzen Gedenkartikel über meinen Freund Axel Munthe sprechen. Ich sandte Ihnen den Artikel und hoffe jetzo dass er richtig in Ihre Hände gelangt ist. Mit herzlichen Grüssen auch von meiner Schwester Alma Ihr dankbar ergebener Sven Hedin."

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Bestellnummer 2205-26
€ 250,-


Hellmesberger, Joseph, Komponist (1855-1907)

Eigenhändige acht Zeilen mit Unterschrift auf der gedruckten Visitkarte seiner Gattin, ohne Ort und Datum. "Verehrte Gnädige Frau! Ich glaube nicht, daß das vorgeschlagene Stück in Pest passend wäre - auch habe ich noch keine Rückantwort über die Componisten Gestaltung unseres Programmes[.] Ich bitte daher nur um kurze Frist bis aus Pest Nachricht eingetroffen[.] Mit echter Verehrung dankbarst J. Hellmesberger". In flüchtiger Schrift. - Ansprechend unter Passepartout gerahmt (Gesamtgröße 16 x 20 cm).

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Bestellnummer 2009-28
€ 300,-


Herzberg, Gerhard, Chemiker und Physiker, Nobelpreisträger (1904-1999)

Maschinschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift, 2/3 Seite, kl-4, Ottawa (Briefkopf), 28. 5. 1974. - An eine Dame in New York, die ihn nach seiner Meinung zur größten wissenschaftlichen Errungenschaft im 20. Jahrhundert gefragt hatte. "... I think it is very difficult to rank any one scientific achievement as the most important of this century. However, I do believe that Einstein's development of relativity theory could certainly be considered in that way ...".

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Bestellnummer 2202-43
€ 160,-


Hess, Victor Franz, Physiker und Nobelpreisträger (1883-1964)

Eigh. Brief, 2/3 Seite, gr-8, Mt. Vernon, NY (gedr. Briefkopf), 16. 5. 1963, mit eigh. Kuvert. - In schwer lesbarer zittriger Altersschrift an den Schriftsteller Eugeniusz Chudzicki in Poznan (Polen). "Sehr geehrter Herr / Ihr wertes Schreiben vom 2. d. M. habe ich erhalten, doch ist Ihre Handschrift so schwer zu lesen, dass ich den Sinn Ihrer Frage nicht verstehe / Ich habe mich nie mit den Nachwirkungen(?) der Atomenergie beschäftigt und kann daher keine diesbezügliche Antwort geben / Hochachtungsvoll(?) V. F. Hess" - Das Kuvert an die Rückseite des Briefs montiert, beide mit kleinem Stempel des Empfängers.

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Bestellnummer 1703-38
€ 320,-


Hochhuth, Rolf, Schriftsteller (1931-2020)

Billet in Postkartengröße mit eigenhändigem Spruch und Unterschrift, 6. 12. 1977. "Lügen haben schöne Beine / R Hochhuth". - Unbedeutende Papiermängel, rückseitig von fremder Hand beschriftet.

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Bestellnummer 2205-27
€ 130,-


Hoernes, Moriz, Prähistoriker (1852-1917)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 2 Seiten auf Doppelblatt, in-8, Wien (Briefkopf), 24. 2. 1914. - "Hochgeehrter Herr Doktor! Für Ihre freundliche Anregung, in der ich ein Zeichen liebenswürdigen Entgegenkommens erblicke, sage ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank u. werde darauf bei nächster Gelegenheit, wenn ich die Ehre habe, persönlich mit Ihnen zusammenzutreffen, zurückkommen. Wir gründen allerdings eine Wiener Prähistorische Zeitschrift, die aber nur für Mitglieder u. Fachleute bestimmt ist. Werbetätigkeit u. Vertretung unserer Interessen in weiteren Kreisen kann nur durch die Presse geschehen. Die Tagespresse ist aber mir solchen Aufgaben von 100 Seiten dermassen überhäuft, daß sie fast wirkungslos ist. Darum begrüße ich dankbarst Ihre Idee u. freue mich, ihr näherzutreten. In größter Verehrung Ihr stets ergebener M. Hoernes." - Beiliegend eine Postkarte des in Hallstatt tätigen Naturforschers und Ausgräbers Friedrich Morton (1890-1969) von 1937, einen Vortrag betreffend.

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Bestellnummer 2202-44
€ 260,-


Hoffmann, Friedrich, Mediziner, Erfinder der "Hoffmannstropfen" (1660-1742)

Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift, 1/2 Seite, gr- 8, Halle, 22. 3. 1738. - "Im Nahmen der Medicinischen Facultaet wird hiermit von mir Herr Johann Jacob Weber Halens[is] medicinae studiosus zu der vacanten Freÿstelle an(!) Magdeburgischen Tische praesentiret und providiret. ... Friderich Hoffmann h[oc] t[empore] Decanus". Darunter signierter Vermerk von Friedrich Wideburg: "Angetreten d. 1t. April 1738". - Gebräunt und lichtspurig, am unteren Blattrand mehrzeilige alte Sammlernotiz.

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Bestellnummer 1909-35
€ 2400,-


Holub, Rosa, Afrikaforscherin (1865-1958)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, gr-8, ohne Ort und Datum (wohl Wien, um 1895). - An den Wiener Botaniker und Journalisten Ernst Moriz Kronfeld. "Sehr geehrter Herr Doctor. Wollen Sie gefälligst entschuldigen, daß ich zahlreicher Arbeiten halber Ihre freundliche Anfrage nicht eher beantworten konnte. Ich habe leider einzugestehen, daß es mir ob Zeitmangel für die nächste Zeit nicht möglich ist Ihrem Wunsche zu entsprechen, obgleich ich wohl weiß, daß es unserer Sache nur nützen könnte. Nochmals herzlichen Dank für Ihr gütiges u. freundliches Anerbieten. Mit dem Ausdruck aufrichtiger Hochachtung Ihre ergebene Rosa Holub". - Beiliegend ein Billet mit eigenhändigem Namenszug ihres Mannes Emil Holub (1847-1902); von diesem dürfte auch die Adressierung an Kronfeld am Oberrand des Briefes stammen.

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Bestellnummer 1909-37
€ 220,-


Honegger, Arthur, Komponist (1892-1955)

Eigh. Schreiben mit Unterschrift und Adresse, 1 Seite auf Doppelblatt, quer-12, Bleistift auf kariertem Papier, ohne Ort und Datum. "Sehr geehrter Herr Professor / Es tut mir sehr leid Sie nicht zu treffen, ich muss heute wieder nach Paris fahren. Mit bestem Gruss und herzlichem Dank im voraus für die David Aufführung A. Honegger ...".

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Bestellnummer 1903-23
€ 300,-


Hormayr, Joseph von, Historiker und Staatsmann (1782-1848)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1/2 Seite auf Doppelblatt, gr-8, ohne Ort (wohl Wien), "Samstags" (um 1825?). - An Franz Ziska (Tschischka), "Adjunkten des Archivs beim löbl: Wiener Stadtmagistrat." "Mit wahrem Leidwesen muß ich Eurer Wohlgeborn zur Verhütung jedes Zeitverlustes bemerken, daß ich erst nach 10 Uhr die Ehre haben kann Morgen als Sontags den Ausflug mit Ihnen nach Schönbrunn und im Hereinwege zu Petter und Reinhold zu machen, wenn wir anders, die beyden trefflichen Künstler finden werden. - Sollten Sie um zehn Uhr verhindert sein, so bitte ich nur um einen Wink. Tout à Vous Hormayr". - Adressblatt mit rotem Lacksiegel und zwei Siegelspuren (auf Textblatt durchschlagend, zwei Ausrisse).

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Bestellnummer 1909-38
€ 370,-


Hrdlicka, Alfred, Bildhauer, Maler und Graphiker (1928-2009)

Pressefoto 24 x 18 cm (Aufnahme Rudolf Blaha) mit eigh. Namenszug, rückseitig von fremder Hand beschriftet "Juni 1970 mit Scheffler(?)".

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Bestellnummer 1603-35
€ 110,-


Humboldt, Alexander von, Naturforscher und Geograph (1769-1859)

Eigenhändiges Schreiben mit Unterschrift "AVHumboldt", quer-kl-8, Berlin, 17. 2. 1841. - An den Bibliothekar Dr. Moritz Pinder. "Ich wünschte sehr, immer noch weil ich ausser dem Hecataeus andere Erwähnungen des Caspischen Meeres aufsuche: 1) Hellanici Lesbii fragmenta ed. Sturz (Lips. 1826) 2) Pherecydes (Lerios), fragmenta cum Acusilao ed Sturz (Gera 1824) / Vom Herodot und Damastes giebt es wohl keine gesammelten Fragmente / Die kleine Schrift Hecataeus u Damastes von Ukert besize ich selbst. Sie enthält nichts und als Zusammenstellung aus Herodorus von Heraclea kenne ich bloß O. Müller Dorier T[omus] II, 464 ..." [Nachsatz:] "Die fragmenta des Hecataeus des Clausen besize auch". Auf dünnem Papier. - Unregelmäßig beschnitten und mit Rotstift numeriert, am linken Rand braunfleckig (Siegelspur?), unten unrestaurierter Riss.

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Bestellnummer 2205-30
€ 560,-


Humboldt, Alexander von, Naturforscher und Geograph (1769-1859)

Eigh. Brief mit Unterschrift "Alex. de Humboldt", 2 Seiten (halbseitig beschrieben), kl-4, Paris, 2. 12. 1823. - (An den Herzog Anne-Adrien-Pierre de Montmorency-Laval, den französischen Gesandten in Rom.) Empfehlungsschreiben für den nach Italien reisenden jungen Herzog von Montebello. "Monsieur le Duc, La bienveillante amitié dont Vous m'avez donné tant de preuves aimables a Paris comme à Rome m'engage a prier le jeune Duc de Montebello qui part pour l'Italie, de Vous porter ces lignes et de Vous renouveller l'hommage de mon devouement affectueuse. Pour bien de l'Orinoque je n'oserai donner une recommendation à l'Ambassadeur de France, mais comme cet Ambassadeur, malgré mes herésies, a beaucoup d'indulgence pour moi, je Le supplie d'acceullir le Duc de Montebello comme une personne qui m'a été chère depuis sa première jeunesse et qui est douée des plus belles et des plus solides qualités morales; ses connaissances, fruit d'une excellente education lui ont ouverts les portes de l'Ecole polytechnique, enceinte dans laquelle on n'est pas recu par la faveur. Je sais que ces lignes ne lui seront pas inutiles pour l'agrement de son sejour à Rome ...".

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Bestellnummer 1708-40
€ 950,-


Johann, Erzherzog von Österreich (1782-1859)

Eigh. Brief mit Unterschrift "Johann", 3 1/4 Seiten, in-8, Schloss Vordernberg, 9. 10. 1844. - [An den Maler Ludwig Ferdinand Schnorr von Carolsfeld (1788-1853), wie meist ohne Anrede]. Über einen geeigneten Erzieher für seinen damals fünfjährigen Sohn Franz (1839-1891).

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Bestellnummer 1705-38
€ 1200,-


Kabalewski (Kabalevsky), Dmitri B., Komponist (1904-1987)

Eigh. Notenzeile (4 Takte) mit kurzer Widmung in russ. Sprache und Unterschrift (kyrillisch) auf Karton in Postkartengröße, Moskau, 14. 5. [19]72.

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Bestellnummer 1510-43
€ 650,-


Kagel, Mauricio, Komponist (1931-2008)

Billet 16 x 9 cm mit aufgezogenem kleinem Zeitungsporträt und eigh. Namenszug, ohne Ort und Datum (um 1975).

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Bestellnummer 1909-46
€ 40,-


(Karl I.) - Zeska, Karl von

Eigenhändiges signiertes Huldigungsgedicht des österreichischen Schauspielers und Autors Carl von Zeska (1862-1938) auf den letzten österreichischen Kaiser, 1 Seite (Karton), quer-kl-8, Mai 1917. - "Du junger Kaiser - fest wie Erz / Führst Du Dein Heer mit starker Hand. / Dir Kaiser Karl gehört das Herz / Vom dankerfüllten Vaterland. / Und küsst Du Deinen holden Knaben / Mit seiner blonden Lockenpracht, / Sag Ihm wie lieb ihn alle haben, / Dass Oesterreich-Ungarn für ihn wacht." - Leicht gebräunt, Rückseite etwas fleckig.

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Bestellnummer 2001-42
€ 100,-


Karl VI., römisch-deutscher Kaiser (1685-1740)

Dokument als designierter Gegenkönig von Spanien (Carlos III.) mit Unterschrift ("yo el Rey"), 5 1/2 pp, in-4, Barcelona, 26. 12. 1709. Verhandlungsvollmacht für Graf Sormani im Spanischen Erbfolgekrieg. Karl dankt "seiner lieben Schwester", der Königin von Großbritannien (Anne, 1665-1714, letzte Herrscherin des Hauses Stuart) für ihre tatkräftige Unterstützung bei seinem Kampf um den spanischen Thron und bietet ihr die Insel Menorca zum Kauf an. "... Desseando manifestar âla Ser[enissi]ma S[eñor]a Reyna dela Gran Bretaña, nu muy cara Hermana, lavertadera yndinazion que medeve la Generosidad conque enesta Guerra meha âsis[te]ndo, Expendiendo considerables sumas, conderramamiento de mucha sangre para Collocar mi Persona enel Trono de España, y livertar asies Pueblos dela dura Servidumbre que les ôprime, âloque, y hasta dexarlo muy gloriosamente concluhido Espero sera ygual su Cariñoso desvelo, y por consequenzia contribuhir de mi parte como âprincipal ôbligarion delos Reyes quanto puedo âfazilitar y disponer amis subditos & vassallos las felicidades que resultan dequedar Libres dela ôpression y vaxo el Susto dominio desu Señor natural; Y hauiendo la Ser[enissi]ma S[eñor]a Reyna dela G[ran] B[retaña] por medio de su Ministro y Embiado Ex[celentís]i[m]o, Don Diego Stanhope instado que por Seguridad delas Sumas Expendidas enesta Guerra seconceda la Islá de Menorca con sus dependenzias con el goce dela Soberania, hasta la liquidazion, paga, y satisfaccion, delas Cantidades prestadas; Portanto atendiendo âla calidad, prudenzia, yntelig[enci]a, Experiençia, Celo de mi seruiçio y del mayor vien demis vassallos, que concurren en Vos el Conde Sormani, y por la satisfaccion que haveis dado delas dependenzias que an estado â v[est]ro cargo, confiando que atendereis almayor vien de mis intereses, y de mis vasallos, ... nombro por la Presente por mi Plenipotenciario, yos doy Entero âbsoluto poder de conferir y tratar con mi muy Chara y muy Amada hermana la Reyna dela Gran Bretaña, sobre la venta condominio revocable dela Isla de Menorca, y sus dependenzias, ... Capitular, Establecer, Concluhîr, y firmar, los Tratados ô Escripturas ... necessarias ... y para firmeza detodo la sobredicho, mandé despachar la presente firmada de mi mano, sellada con mi Sello Secreto ...". Eine Gegenzeichnung, kleines gedecktes Siegel, Registraturvermerke; eine Ecke durchgehend, oberer Rand auf der ersten Seite etwas fleckig.

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Bestellnummer 2105-40
€ 3000,-


Kastler, Alfred, Physiker und Nobelpreisträger (1902-1984)

Eigh. Manuskript in französischer Sprache mit Namenszug am Kopf und Unterschrift, 6 Seiten, kl-4, ohne Ort und Datum (1970). Vollständiges Vorwort für die französische Ausgabe von "Atomic Physics" von Max Born. "Max Born vient de mourir à l'age de 88 ans. Il a apporté au développement de la Physique moderne et notamment à l'élaboration des concepts de la mécanique quantique une contribution personelle décisive. ..." - Mit Korrekturen; einzelne Zusätze von fremder Hand. Beiliegend eigenhändiges Briefkuvert mit Poststempel 8. 5. 1970.

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Bestellnummer 1803-45
€ 360,-


Kipling, Rudyard, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1865-1936)

Eigh. Spruch "Arab Proverb" ohne Unterschrift, 1 Seite auf dünnem, durchscheinendem Papier, quer-8, ohne Ort und Datum. - "He who knows not & knows not he knows not / He is a fool, shun him. / He who knows not and knows he knows not / He is simple, teach him. / He who knows & knows not he knows / He is asleep, wake him. / He who knows and knows he knows / He is a wise man - follow him." - Etwas knittrig und stockfleckig, kleine Rand- und Bugschäden mit Pergamin unterlegt. - Beiliegend ausgeschnittener und aufgezogener eigh. Namenszug "Rudyard Kipling", von fremder Hand datiert 7. 4. 1928.

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Bestellnummer 2003-45
€ 650,-


Kirchenlieder

Unbezeichnetes Notenmanuskript mit 11 einstimmig notierten mehrstrophigen katholischen Kirchenliedern, wohl Österreich (Land Salzburg?) um 1800, 17 beschriebene und 9 weiße Seiten, quer-4, Fadenheftung ohne Umschlag. - Zwei Lieder unkomplett durch fehlende Seiten; Alters- und Gebrauchsspuren, ein Blatt lose.

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Bestellnummer 2009-34
€ 950,-


(Kisch, Egon Erwin) - Hartl, Antonín, Journalist, Publizist und Übersetzer (1895-1944)

"Gyula kulturní" (etwa: "Kultur in Gyula"). Eigh. Gedicht in tschechischer Sprache auf den Schriftsteller und Journalist Egon Erwin Kisch (1885-1948), 2 Seiten, in-8, Gyula, 5. 3. 1916. - Ohne Unterschrift, jedoch mit späterer Zuschreibung an Hartl am unteren Rand der Rückseite; Schrift leicht durchschlagend, Gebrauchsspuren.

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Bestellnummer 1909-50
€ 140,-


Kitzbühel - Maximilian, Erzherzog von Österreich (1558-1618)

Kanzleibrief der Innsbrucker Statthalterei in Innsbruck im Auftrag von "F[ürst]l. D[urch]l[aucht] Erzherzog Maximiliani zu österr. President, Canzler, Regent und Rath o[ber]o[esterr.] Lande", 1 1/2 Seiten, Adressblatt mit 5 kleinen papiergedeckten Siegeln, in-4, Innsbruck, 3. September 1616. - An "Den Ersamen weisen, H[errn] Bürgermaister und Rath der Stat Kitzbihl, vnsern guten Freundten". Über die Bereinigung von Unstimmigkeiten bei der Besteuerung der im Kitzbühler Bergbau und Hüttenwesen tätigen Berufsgruppen; ausdrücklich genannt werden Schmelzer, Gewerken, Stürzer und Bergwerksarbeiter. Mit vier Unterschriften, darunter Lazarus F[rei]h[err] zu Spaur. - Transkription beiliegend.

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Bestellnummer 2102-40
€ 275,-


Kodály, Zoltán, Komponist (1882-1967)

Billet in Postkartengröße mit aufgezogenem kleinem Zeitungsporträt und eigh. Namenszug, ohne Ort und Datum (um 1930).

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Bestellnummer 2003-47
€ 130,-


Koschat, Thomas, Komponist (1845-1914)

Korrespondenzkarte mit Porträts und bildseitigen Bleistiftunterschriften aller Mitglieder des Koschat-Quintetts (Thomas Koschat, Rudolf Traxler, Walter Fournes, Clemens Fochler, Hans Neubauer und Georg Haan), ohne Ort und Jahr (um 1900). Dazu 3 bildseitig beschriebene eigenhändige Ansichtskarten (u. a. Gruppenfoto des Klagenfurter Männergesangvereins "Frohsinn") mit Unterschrift "Thomas", Poststempel Heilbronn 14. 8. 1902, Wien 2. 3. 1903 und Leipzig 3. 7. 1903; Kurzmitteilungen an seine Schwester Katharina Kopeinig in Viktring, zumeist von Konzertauftritten. "... Das gestrige Concert ist grossartig ausgefallen. Über 3000 Menschen waren da. - Ich erhielt Lorbeerkränze ..." / "... Gestern beim Concert waren 1400 Menschen. Das war glänzend ...".

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Bestellnummer 2202-52
€ 260,-


Krahuletz, Johann, Geologe und Heimatforscher (1848-1928)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8, Eggenburg, 25. 11. 1918. - Dankt für einen Beitrag zur Feier seines 70. Geburtstags. "Ich bitte auf diesem einfachen Wege für Ihre, mit so großen Beifalle mir gewidmete Festrede womit Sie mir ein seltenes Denkmal auch in der Presse gesetzt haben den ehrfurchtsvollsten Dank geneigtest entgegen zu nehmen ...". - Seitlich gelocht, Registraturvermerk.

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Bestellnummer 2205-36
€ 160,-


Kreisler, Georg, Komponist und Schriftsteller (1922-2011)

Aufklappbare Visitkarte mit vier eigh. Grußzeilen, Notenzitat und Unterschrift, Hof b. Salzburg, 15. 7. 1988. - Mit postalisch gelaufenem Kuvert.

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Bestellnummer 2005-26
€ 175,-


Kropotkin, Pjotr (Fürst), Anarchist, Geograph und Schriftsteller (1842-1921)

Eigh. Brief in englischer Sprache mit Unterschrift und Nachschrift mit Paraphe PK, 2 1/4 Seiten auf Doppelblatt, kl-8, Viola [Cottage], Bromley (heute Groß-London, damals Kent), 29. 8. 1902. - "Dear Mr. Colles. / You write that Messrs. Smith Elder should like to see the M[anu]s[cript] of Russian Literature / The book is written - I wrote it before going to lecture, - but I am thoroughly revising it (rewrote, in fact, the 1st chapter), and only the 1st chapter is quite ready: I send it to be typed. Unfortunately being an Introductory chapter, it is not typical: the others are much more interesting, and before a couple of months, I do not think the Ms. will be ready. The American Press audiences found the lectures very interesting. Yours sincerely P. Kropotkin ..." - Leichte Gebrauchsspuren, Eingangsstempel mit gelöschtem Tinteneintrag.

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Bestellnummer 1701-43
€ 650,-


Kubin, Alfred, Graphiker (1877-1959)

Eigenhänd. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Zwickledt, 26. 3. 1940, mit eigenhändigem Kuvert (dieses nicht postalisch gelaufen). An Otto Walchshofer in Berlin. "Sehr geehrter Herr Walchshofer / Anbei die 8 sich hier noch befindlichen Rauhnachtblätter / Die Szenen würde ich Ihnen per Aquarell entgegenkommend mit RM 70, (die Figurine Nonne, 40 RM - berechnen. Ich bin neugierig welches Stück Sie wählen! Falls es an die Wand kommt, unter Glas in Leiste, so kommen natürlich diese Schutzpassepartouts fort und müssen durch ein besseres ersetzt werden - oder gar keines wodurch das Bild kleiner, weil geringer Rand dann ist - wirkt. Wie letzthin gebeten muß ich nochmals um baldigste Rücksendung nach Ihrer Wahl ersuchen - mit freundlichen Grüßen - auch an R[ichard] B[illinger] - Ihr erg[e]b[ener] Kubin".

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Bestellnummer 1902-38
€ 340,-


Lagerlöf, Selma, Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin (1858-1940)

Eigenhändige Briefkarte (Büttenrand) mit Unterschrift, 2 Seiten, quer-12, Stockholm, 29. 11. 1936. - "Fräulein Annette Ruprecht! Sie haben natürlicherweise ganz recht, daß hier ein Problem vorliegt dem der Völkerbund abhelfen sollte. Aber ich bin die nicht, die die Sache der Versammlung vorlegen kann. Ich bin alt, sehr kränklich und von meinem Arzte zufolge eines Herzleidens jede Teilnahme an politischen Diskussionen verboten. Mein Rat ist, daß Sie sich an einen wirklichen Staatsmann wenden, der mit Klugheit und Kraft eine Änderung der Verhältnisse hervorbringen könnte ...". - Schwache Knickspur am Seitenrand.

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Bestellnummer 2202-55
€ 400,-


Landgrebe, Erich, Schriftsteller und Maler (1908-1979)

Eigh. humoristische Zeichnung (Feder und Buntstift) mit Widmung und Unterschrift, kl-4, August 1976. - Faltspuren.

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Bestellnummer 1609-58
€ 85,-


Lanner, Joseph, Komponist (1801-1843)

Schriftstück von der Hand seines Verlegers Tobias Haslinger mit eigh. Unterschrift Lanners, 1 Seite auf Stempelpapier mit handgezogenen leeren Notenlinien, in-folio (Doppelblatt), Wien, 25. 11. 1840. - "Erklärung und Quittung. Daß ich das von mir componirte Werk unter dem Titel: Die nächtlichen Wanderer. Walzer 171tes Werk, in Partitur für Orchester und in allen Arrangirungen fürs Pianoforte und für andere Instrumente, der k. k. Hof- und priv. Kunst- und Musikalienhandlung des Herrn Tobias Haslinger in Wien, als ein ausschließliches rechtmässiges Verlags-Eigenthum und zwar für alle Länder ohne Ausnahme und für immerwährende Zeiten zum Stich und Druck verkauft und überlassen habe, so wie auch daß ich das dafür festgesetzte Honorar ... F 200,- C: M: sage zweihundert Gulden in Conv: Münze richtig bar empfangen habe, bestätige ich indem ich diese Erklärung und Quittung zur Sicherstellung des Eigenthumsrechtes ausgestellt und eigenhändig unterschrieben habe ...". Rückseitig Registraturvermerk Haslingers: "Lanner, Die nächtlichen Wanderer. Walzer. 171.tes Werk." - Kleiner Faltenriss.

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Bestellnummer 1708-50
€ 950,-


[Legwarth, Franz]

"Im Heiratsamt. Posse mit Gesang in drei Aufzügen." Vermutlich eigenhändiges Bühnenmanuskript (ohne Autorenangabe), wohl um 1900, in-4, 67 einseitig in sauberer Kurrentschrift beschriebene paginierte Blätter, in zeitgenössischem Halbleinenband mit Deckeletikett. - Einband mit stärkeren Gebrauchsspuren, teilweise kleine Eckmängel, gelegentlich etwas fleckig, insgesamt gut erhalten. Mit roter Tinte unterstrichene Regieanweisungen, einzelne spätere Bleistiftkorrekturen. Eine Skizze am Beginn jedes Aufzugs zeigt die Bühneneinrichtung bzw. die Aufstellung der Schauspieler.

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Bestellnummer 2202-91
€ 160,-


Lehár, Franz, Komponist (1870-1948)

Brauntonige Fotoporträt-Postkarte mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift auf der Bildseite, ohne Ort und Datum (um 1935). - Rückseitig Montagespuren.

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Bestellnummer 2105-45
€ 130,-


Lenau, Nikolaus (d. i. Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau), Schriftsteller (1802-1850)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-8, ohne Ort (Stuttgart), 26. 7. 1834. - An seinen Verleger Johann Georg Freiherr Cotta von Cottendorf (1796-1863). "Verehrtester Herr und Freund! Ich bin sehr erfreut über den Eifer, mit welchem Sie sich meiner faustischen Angelegenheit annehmen. Heute Abend 8 Uhr werde ich zuverlässig mit meinem Manuscripte mich bei Ihnen einfinden. Wollen Sie gütigst Herrn Zellner auf diese Stunde zu sich bestellen, so kann die Sache bald eingeleitet sein. Indem ich Ihnen für Ihre gütige Bemühung danke / mit ausgezeichneter Hochachtung Ihr ergebenster v. Niembsch". - Unregelmäßig beschnitten, leichte Knickspuren, links unten kleiner Empfängervermerk. - Beiliegend ein Stahlstichporträt aus Carl Mayer's Kunstanstalt, Nürnberg um 1850, 12 x 9 cm.

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Bestellnummer 2005-27
€ 2400,-


Leopold I., römisch-deutscher Kaiser (1640-1705)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 2/3 Seite auf Doppelblatt, in-4, Augsburg, 1. 2. 1690. Mit eigh. Adressblatt. - Schwer lesbares Schreiben an seinen Schwiegersohn Kurfürst Maximilian II. Emanuel von Bayern betreffend einen Stallmeister, unterzeichnet als "Dienstwillig[er] Vetter Leopold". - Mehrfach gefaltet und etwas fleckig, Adressblatt angeschmutzt und mit Siegelspur.

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Bestellnummer 1906-24
€ 1200,-


Leopold I., römisch-deutscher Kaiser (1640-1705)

Gedrucktes Patent betreffend heimliche Kuppeleien, Winkel-Versprechen und unzulässige Ehe-Beredungen mit eigenhändiger Unterschrift (Goldstaub) und papiergedecktem Siegel, 1 Seite, quer-folio, Wien, 7. 9. 1703. Mit Gegenzeichnung des Hofkanzlers Graf Julius Friedrich Bucellini und einer weiteren Unterschrift. - Kleine Bug- und Randmängel.

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Bestellnummer 2205-42
€ 480,-


Lesseps, Ferdinand Vicomte de, Diplomat und Unternehmer (1805-1894)

"Un Souvenir". Vollständiges eigenhändiges Manuskript mit Unterschrift "C[om]te de Lesseps", 1 1/2 Seiten, kl-4, Paris, Juni 1891. - Bericht über die Begnadigung eines aufständischen Generals durch seinen Freund, den Ministerpräsidenten Ramón María Narváez, während seiner Tätigkeit als französischer Botschafter in Madrid zur Zeit der Revolution von 1848. "Au début de la révolution de 1848, je fus chargé par Mr. de Lamartine de l'ambassade de France à Madrid et j'y arrivé au moment où une insurrection venait d'être réprimée ... ". Mit eigh. Korrekturen. - Kleine Mängel fachgerecht restauriert.

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Bestellnummer 2109-42
€ 350,-


Lingen, Theo (eigentlich Franz Theodor Schmitz), Schauspieler (1903-1978)

Foto, bildseitig signiert und datiert 24. 10. 1940, 13 x 18 cm. - Etwas aufgewölbt, kleine Eckmängel und kaum sichtbare Nadelspuren; die Rückseite etwas fleckig und von Sammlerhand beschriftet.

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Bestellnummer 2205-43
€ 100,-


Lorre, Peter, Filmschauspieler (1904-1964)

UFA-Foto mit mehrzeiliger eigh. Widmung auf der Bildseite, 23 x 16,5 cm. - "Für meinen lieben Kurzmayer! Zur Erinnerung. Herzlich Peter Lorre / Oie, 1932". - Foto beschnitten und stellenweise etwas abgegriffen, rückseitig Montagespuren.

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Bestellnummer 1902-44
€ 650,-


Luckner, Felix Graf von, Marineoffizier und Schriftsteller (1881-1966)

Karte mit gedruckter Darstellung des Schiffes "Seeadler", fünf eigh. Zeilen und Unterschrift, 21 x 15 cm, Baden-Baden, 4. 7. 1960. "Männer kämpfen, nicht Schiffe! Scheiden ist der erste Schritt zum Wiedersehn[,] hoffentlich das recht bald. Ihnen u. Ihrer lieben Frau Gisela mit 86000 Tonnen Gesundheit und Glück von Ihrem Seeteufel Felix Graf Luckner." Rückseitig sechs weitere eigh. Zeilen mit Unterschrift, Ort und Datum wie vorhin: "S.M.S. Kaperschiff 'Seeadler' / Mastenhöhe 63,5 m / Segelfläche 36864 Quadratfuß / 64000 Meilen im Atlantik und großen Ocean gekreuzt / 86000 Tonnen Schiffsraum versenkt. / Felix Graf Luckner". - Kaum störende Knick- und Druckspuren.

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Bestellnummer 2005-30
€ 175,-


Lumière, Auguste, Erfinder (1862-1954)

Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "Lumière", 1 Seite, kl-8, ohne Ort und Datum (wohl um 1925). - Text über Kolloide. "Les tissus et les humeurs des êtres vivants sont constitués par les colloïdes, en grande partie tout au moins; il faut donc que les propriétés de ces colloïdes interviennent dans les phénomènes de la vie. Or, la destruction de l'état colloïdal, c'est à dire la floculation, doit nécessairement conduire à des troubles pathologiques et à la mort. Le grand principe qui dominera la biologie parait donc bien être celui que nous avons formulé de la façon suivante: L'état colloïdal conditionne la vie, la floculation détermine la maladie et la mort / Lumière". - Unregelmäßiger Rand, rückseitig Montagespuren.

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Bestellnummer 2007-26
€ 750,-


Mässenhausen (Vorname und Lebensdaten unbekannt)

Elfzeiliges Gedicht "Meiner Freundin Fr: Amalie Gaader" mit Unterschrift "Freund Mässenhausen", 1 Seite, quer-16, ohne Ort und Datum (wohl um 1830). - "Ihr Leben sey, ich wünsch es Ihnen / So glücklich wie sie es verdienen. / Voll Melodie für Herz, und Sinnen / An Freuden Harmonien reich / Dem herrlichsten Concerte gleich! / Nie laße sich um ihre Ruh zu stören / Des Schmerzes Dissonanze hören / Es sey Ihr Übergang, ins frohe Schattenreich / Wenn einst in jener fernen Nacht, / Freund Hain die große Pause macht, / Der sanftesten Cadance gleich." - Auf braunem Papier mit gezeichneter schlichter farbiger Umrahmung.

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Bestellnummer 2205-47
€ 50,-


Mailer, Norman, Schriftsteller (1923-2007)

Farbiges Fotoporträt mit eigh. Namenszug auf der Bildseite, 25 x 20 cm.

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Bestellnummer 1609-69
€ 130,-


Maizière, Lothar de, Politiker (geb. 1940)

Farbiges Porträtfoto 16 x 11,5 cm mit eigh. Unterschrift "de Maizière" im weißen Unterrand, um 1990. - Montiert in Leinenmappe mit Kordelbindung und goldgeprägtem Staatswappen der DDR; das Foto mit kleinen Randunebenheiten.

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Bestellnummer 1803-60
€ 175,-


Makart, Hans, Maler (1840-1884)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 3 Seiten, kl-4, Wien, 21. 7. 1874. An eine Dame. "Geehrte gnädige Frau, Sie haben mir durch die Übersendung der schönen Photographie eine unendliche Freude bereitet und ich hätte schon längst dafür gedankt, aber ich wollte zugleich eine Photographie des Ateliers mitübersenden deren Anfertigung jedoch einige Zeit erforderte. Ich bitte Sie nun beides entgegen nehmen zu wollen in der freudigen Erwartung, mein Atelier durch Ihre Gegenwart bald verherrlicht zu sehen und mir dann Gelegenheit zu geben meine künstlerischen Bestrebungen durch die Erlaubniß, Ihr mir unvergeßliches Bild auch der Zukunft zu erhalten, zu fördern, in welch freudiger Erwartung ich verbleibe Ihr Sie innigst verehrender Hans Makart." - Mit gedrucktem Monogramm KM (oder MK). Etwas fleckig (die letzte leere Seite stärker).

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Bestellnummer 2001-53
€ 650,-


Maleta, Alfred, Politiker (1906-1990)

Maschinschriftlicher Brief mit gedrucktem Kopf und eigenhändiger Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Wien, 14. 2. 1955, mit Kuvert. - An Dr. Arnold Sucher. Intervention für den Propagandareferenten Eugen Zink, " ... der seit sieben Jahren zu den treuesten und agilsten Parteimitarbeitern gehört und dessen Beschwerde gegen seine Einstufung als Belasteter am 1. 3. 1955 vor die Beschwerdekommission im Bundesministerium für Inneres kommt. Du kannst Dir daher sicher denken, dass wir Interesse an dem Falle haben und Herrn Zink gerne behilflich sein möchten. Ich bitte dich, dieses Schreiben lediglich als vertrauliche Information über die Person unseres Mitarbeiters ... zu werten ... ". - Auf der Rückseite des Kuverts Empfängernotizen (teilweise stenographiert) mit Nennung mehrerer Namen.

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Bestellnummer 2009-42
€ 125,-


Mann, Thomas, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955)

Gerahmtes montiertes Fotoporträt mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift auf dem Untersatzkarton, Zürich, 24. 9. 1951, Bildformat 18 x 13 cm, Gesamtgröße 29 x 21 cm. - "Herrn Goswin Dörfler mit guten Wünschen Thomas Mann". - Leicht gebräunt. *** Framed foto portrait of the 1929 Nobel Prize in Literature laureate with a dedication from Switzerland where the renowned writer spent his last years.

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Bestellnummer 2109-48
€ 3600,-


Marcuse, Herbert, Philosoph und Soziologe (1898-1979)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, gr-8, Washington, D.C., 1. 1. 1947, mit eigh. Kuvert. - An eine ehemalige Kollegin vom amerikanischen Geheimdienst, die ihm in Bern Bücher besorgt hatte. "Dear Mrs. Parsons: I was awfully happy and surprised when I received the Guardini and Camus from Bern. It is really very nice of you to have remembered my wishes. But I have not yet received the bill. If you paid for the books, please let me know how much, and where I shall send the money. / What about coming back to Washington and taking again a job in BR? The outfit apparently expands and needs good people. If you don't want to return, drop a line telling us how you are. And many, many thanks for your efforts to get me the books. With best wishes, Yours very sincerely, Herbert Marcuse".

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Bestellnummer 2007-29
€ 950,-


McDivitt, James A., Astronaut (geb. 1929)

Offizielles farbiges Fotoporträt der NASA (Reproduktionsdruck) mit eigenhändigem Namenszug, ohne Ort und Datum (um 1975), 25 x 20 cm.

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Bestellnummer 1909-64
€ 220,-


Metternich, Clemens Wenzel Lothar Fürst von, Staatsmann (1773-1859).

Teilweise lithographisch vorgedrucktes Schreiben mit eigenhändiger Empfehlungsformel und Unterschrift ("ergebener Diener und Vetter Metternich"), 1 Seite auf Doppelblatt, in-4, Wien, 1. 7. 1856. - An Carl Theodor von Wrede. Gibt die Vermählung seines Sohnes Richard Clemens mit Pauline Clementine Gräfin Sándor bekannt. Am oberen Rand etwas knittrig. - Beiliegend Billet mit farbig geprägtem Kopf und eigenhändigem Namenszug "Pauline Fürstin von Metternich-Winneburg" sowie Begleitbogen einer adeligen Autographensammlerin.

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Bestellnummer 2202-61
€ 330,-


Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift und eigh. Adressblatt, 1 Seite, in-8, "Montag" [Berlin, 3. 5. 1858]. - An James Hirschfeld in der Schlesingerschen Musikhandlung. "Hochgeehrter Herr! Mit dem besten Dank schicke ich Ihnen anbei die geliehenen Musikstücke zurück, nämlich Antigone, Jubelouverture Maria und ihr Genius. Sie würden mich sehr verbinden wenn Sie mir auf 1 Stunde einen französischen und italiänischen Klavierauszug der Hugenotten durch den Überbringer dieses schicken könnten, da ich dessen in diesem Augenblick bedarf. Genehmigen Sie die Versicherungen meiner vollkommensten Hochachtung Meyerbeer". - Geringfügig fleckig.

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Bestellnummer 2202-62
€ 500,-


Meynert, Theodor, Psychiater und Neuroanatom (1833-1892)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 2/3 Seite auf Doppelblatt, kl-8, Wien, 1. 12. 1890. - "Geehrter Herr College! Um einen Aufschub einzubringen, der unverschuldet von mir ausging, sende ich eine breitere Darstellung unserer Untersuchung ein, die ich wie immer zu benutzen, zu ergänzen oder nach Ihrer Überzeugung zu verändern bitte, um das, was daraus hervorgeht, gemeinsam zu zeichnen / Ihr aufrichtig ergebener Theodor Meynert / Diesen Entwurf und die Excerpte erbitte ich mir zurück." - Leichte Wischspur beim Datum.

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Bestellnummer 2202-63
€ 175,-


Meyrink, Gustav, Schriftsteller (1868-1932)

Billet in Postkartengröße mit eigh. Spruch und Unterschrift, ohne Ort, 1. 2. 1926. - "Devise: Summa scientia nihil scire. Gustav Meyrink". - Rückseitig das Ersuchen eines Sammlers um die Unterschrift seines Lieblingsautors.

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Bestellnummer 2005-36
€ 750,-


Mitterer, Erika, Schriftstellerin (1906-2001)

"Vergebens". Eigh. Gedicht (2 Strophen zu je 3 Zeilen) mit Unterschrift, quer-8, ohne Ort und Datum (um 1970/1975). "Ihr meint, die großen, alten Namen sollten / wir nicht mehr nennen, wie wir Schmuck abtaten, / bevor die Sieger an die Türen schlugen? / Es nützte nichts, wenn wir sie meiden wollten! / Die weißen Stellen haben doch verraten, / wo wir das Armband und die Ringe trugen."

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Bestellnummer 2005-38
€ 135,-


Mommsen, Theodor, Historiker und Nobelpreisträger (1817-1903)

Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift, Poststempel (Berlin)-Charlottenburg 24. 10. 1887. - An Prof. Dr. Hirschberg in Berlin. "Geehrter Herr! Ich schreibe nach Paris ... eine Abschrift der ersten und der letzten zwei Seiten der fraglichen Abhandlung zu erhalten; gelingt dies, was ich freilich nicht mit Sicherheit in Aussicht stellen kann, so wird es keine Schwierigkeit haben, falls es Ihnen dann zweckmäßig erscheint, den Rest zu beschaffen. Ist es ein Juridikum, so wird vermuthlich ein Jurist die Hand darauf gelegt haben oder bei dieser Gelegenheit legen, und dann bekommen wir nichts. Es muß eben versucht werden. Ergebenst Mommsen."

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Bestellnummer 2202-65
€ 300,-


Münzstätte Mailand / Zecca di Milano

"Fabbricazione delle monete ...". Italienische Handschrift auf Papier, Mailand, 30. 4. 1825. Drei Faltblätter 40 x 45 cm mit ornamental umrahmten Überschriften und kalligraphiertem Text in Tabellenform, jeweils signiert vom Direktor der kaiserlichen Münze. Berichte über die Mailänder Münzproduktion vom November 1823 bis April 1825 in staatlichem und privatem Auftrag, mit detaillierten Prägezahlen sowie Nachweis der Einnahmen und Ausgaben. In reich vergoldetem originalem Prachtschuber 30 x 21 cm mit Aufschrift "Imperiale regia zecca di Milano" und Kaiserwappen (geringfügig berieben und bestoßen).

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Bestellnummer 2009-45
€ 2750,-


Musil, Alois, Orientalist, Geograph und Theologe (1868-1944)

Eigenhändige Ansichtskarte mit Unterschrift, Bagdad, 22. 4. 1915. - An den Wirtschaftspolitiker und Diplomaten Richard Riedel. "Nach unsagbaren Entbehrungen, aber mit großen Erfolgen bin ich nach Ba(gh)dad gekommen, woher ich Ihnen meine aufrichtigsten Grüße übersende. Möge Allah unser Österreich und alle, die für dessen Blüte arbeiten schützen und erhalten! Ew. Hochwohlgeboren ergebenster Musil." - Etwas fleckig, Briefmarke entfernt.

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Bestellnummer 2202-69
€ 450,-


Napoleonische Kriege

Kalligraphiertes Bittschreiben des deutschen Kupferstechers und Kartographen Carl Jättnig an den französischen Generalkommandanten von Berlin, General Pierre Augustin Hullin, 1 Seite auf Doppelblatt, in-folio, Berlin, 22. 1. 1807. - Jättnig hatte an der Kartierung Westfalens durch den preußischen General Karl Ludwig von Le Coq mitgearbeitet, hatte jedoch nach der preußischen Niederlage bei Jena und Auerstedt (14. 10. 1806), der Flucht des Königs und dem Einzug der französischen Truppen in Berlin seine Stelle verloren und konnte nun sich und seine Familie nicht mehr ernähren. "... Nothgedrungen, und von der Brodtlosigkeit zu Boden gedrückt ... flehe ich Ew: Excellenz um Hülfe und Beistand an ... Ich würde mich zu jedem Geschäft brauchbar finden laßen ... zeige hiermit an, das ich auch als ein gelernter, und ehemals in Militair Diensten gestandener Chyrurgus, irgendwo bei einem Feld=Hospital unter der Leitung eines erfahrenen Arztes einstweilen ein brauchbarer Gehülfe sein würde. Wäre es aber auch auf diese Weise nicht möglich mir zu helfen, so wage ich die Bitte an Ew: Exzellenz mir zu erlauben, das ich nach Königsberg reisen dürfte, und mich dieserhalb mit einem sichern Pass zu versorgen ...". Mit französischer Zusammenfassung des Ansuchens von fremder Hand und zwei abschlägigen französischen Aktenvermerken. - Adressblatt etwas fleckig, Siegelrest.

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Bestellnummer 1902-57
€ 185,-


Napoleonische Kriege - Berthier, Alexandre (1753-1815)

Diktatbrief mit eigh. Unterschrift als Major Géneral sowie von Berthier beglaubigte Abschrift eines Dekrets Kaiser Napoleons mit eigh. Unterschrift als Kriegminister, 2 1/2 und 3 Seiten, in-4, beide Schönbrunn, 24 brumaire XIV (25. 11. 1805). - An den Divisionsgeneral Henri Clarke, dem er seine Ernennung zum Generalgouverneur von Österreich und die damit verbundenen Aufgaben mitteilt: "... Vous êtes chargé de la police du pays et sous ce point de Vue, vous avez toutes les attributions du Ministre de la police. L'Administration, la Direction de la Gendarmerie, celle des gardes bourgeoises de Vienne; celle de toute les Villes et enfin de toute autre troupe qui existe dans l'arrondissement du Gouvernement de Vienne, sont aussi dans vos attributions ... Vous avez le Droit de representer et de parler au nom de l'Empereur. Tous vos actes devron porter en titre, Napoléon, Empereur des Français, Roi d'Italie ... L'intention de l'Empereur, Monsieur le Gouverneur, est que vous portiez un soin particulier a la surveillance des journaux, des livres, des theatres et de tout ce qui concerne la Religion et les cultes ... L'intention de L'Empereur est que Vous logierez au palais a Vienne .." Das beiliegende Dekret fasst in 15 Artikeln die Richtlinien für die Verwaltung der bisher besetzten österreichischen Gebiete und der noch zu besetzenden Provinzen Steiermark, Kärnten und Krain zusammen und ernennt neben Clarke als Generalgouverneur den Staatsrat Pierre Daru zum Generalintendanten.

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Bestellnummer 2001-58
€ 2400,-


Napoleonische Kriege. - Ligne, Charles Joseph de (Fürst), Offizier, Diplomat und Schriftsteller (1735-1814)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, Wien, 30. 4. [1806]. - An "Mon Cher, et excellent Compatriote", den französischen Stadtkommandanten von Wien, Pierre-Augustin Hulin. "Le Général Andréossi Veut bien se charger de ma Lettre pour Vous, mon cher Commandant. La Manière dont Vous avéz porté Ce Titre, sera Toujours gravé dans la Mémoire de Tous Les Habitans de Vienne. Votre Justice, Votre délicatesse, Vos soins pour prévenir, ou arrêter Les abus, Votre désinteréssement, Votre façon de faire oublier que Vous etiéz Nos Vainqueurs, Vous méritent Les plus grandes recompenses chéz Vous, et la plus grande reconnoisance chéz Nous. / Je ne Doute point que Vous ne Soyez employé d'une maniere utile, et honorable, Telle que Cela Vous Convient. J'y prendrai toute(?) La part La plus sincère, ainsi qu'a tout Ce qui Vous arrivera. Ma Famille qui pense de même, me charge de Vous en assurer, ainsi à Tous Les Sentimens d'amitié de notre ancien Connaissance, se Joint encore ma reconnaissance particuliere e La Considération distinguée avec La quelle J'ai L'Honneur d'être / Votre Très humble et Très obeissant Serviteur Charles Prince De Ligne".

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Bestellnummer 1909-69
€ 2400,-


Nordenskiöld, Erland, Ethnologe und Anthropologe (1877-1932)

Konvolut von 23 unterschriebenen Briefen (1 eigenhändig, 6 von fremder Hand, 16 maschinschriftlich) an den Ethnologen Franz Heger in Wien, insgesamt 32 Seiten, meist kl-4, Göteborg 24. 5. 1918 bis 12. 10. 1925. - Zumeist mit gedrucktem Briefkopf ("Göteborgs Museum Instiftadt 1861" bzw. "XXIe Congrès International des Américanistes") und teilweise mit eigenhändigen Zusätzen. - Leicht gebräunt, Empfängervermerke.

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Bestellnummer 2202-70
€ 650,-


Nothnagel, Hermann, Mediziner (1841-1905)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 2 Seiten, kl-8, Wien, 15. 10. 1889. - Dankt für ein Gedicht. "Hochgeehrter Herr, wenn goldene Früchte in goldener Schale gereicht werden, wenn die Form dem Inhalte sich anschmiegt, wenn der Gegenstand zur Begeisterung hinreißt und den Dichter hinaufträgt in das Reich der Schönheit und des Ideales, wenn die geistsprühende Beredtsamkeit etwas Großes und Würdiges verherrlicht - dann schafft der Poet ein Kunstgebilde, welches erhebt, verklärt, uns mit dem Abglanz des Göttlichen umfluthet. Das, hochgeehrter Herr, ist der Eindruck, welcher mich umfing, als ich Ihre Zeilen las, in welchen Sie die 'Aufhebung des Zeitbegriffes', thatsächlich erwiesen durch das herrlichste Beispiel, philologisch u poetisch besingen. Ich danke Ihnen warm und herzlich für die wahrhafte und große Freude, welche ich so durch Sie empfangen, und für den Einblick, den ich so in Ihr reichströmendes Geistesleben gewonnen habe. Mit verbindlichstem Gruße hochachtungsvoll Nothnagel." - Spuren alter Numerierung, leichte Bug- und Randmängel. - Beiliegend eine unsiginierte Porträtpostkarte.

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Bestellnummer 2202-71
€ 260,-


Oberth, Hermann, Physiker und Raketenpionier, "Vater der Raumfahrt" (1894-1989)

Eigh. Manuskriptfragment (Bleistift auf dünnem Papier), 2 Seiten, in-4, ohne Ort und Datum; dazu eigh. Begleitschreiben mit gedrucktem Briefkopf und Unterschrift, Feucht b. Nürnberg, 3. 6. 1960. - Schlussblatt einer "Erläuterung zur Niederschrift eines Mediums, angeblich auf Wunsch der 'Uraniden' (sonannte ich seinerzeit die hypothetischen Bewohner der Fliegenden Untertassen)". Der Text behandelt den Geldverkehr mit auswärtigen Banken und insbesonders das Clearing-Verfahren. "Es gibt deshalb auch Leute, die sagen: 'Gottseidank, daß wir wenigstens diese Banken haben ...' ... diese Banken verdienen natürlich an jeder Geldüberweisung, und natürlich um so mehr, je schlechter der Staat ist. ... Ganz korrupte Staaten, wie z. b. Rumänien, gehen auf diesem Wege denn auch so weit, daß sie sogar das Clearing verbieten ... Sagen wir der A und der C wohnen im Staate M und der B und der D im Staate N ... Ist aber der Staat N etwa Rumänien, so riskieren der B und der D 4-6 Jahre Aufenthalt in den anerkannt scheußlichen Gefängnissen und Arbeitslagern Rumäniens ... Die Fahndung nach Clearinggeschäften und ihre Erschwerung ist einer der Gründe, warum korrupte Staaten die Briefpost so eifrig durchschnüffeln ... Bekanntlich hat auch Hitler die privaten Clearinggeschäfte ohne Inanspruchnahme der Reichsbank bestraft. Ich bin nicht in der Lage, festzustellen, ob das aus Dankbarkeit gegenüber dem jüdischen Katholiken Morgan geschah, der ihm bei seinem Kampf wirksame Hilfe geleistet hatte; die Uraniden sagen: 'Ja'." - Faltspuren und Randmängel, einzelne Zusätze von fremder Hand. Vollständige Transkription des Manuskriptblatts beiliegend.

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Bestellnummer 2205-54
€ 850,-


Otto von Habsburg, Politiker und Publizist (1912-2011)

Foto zur Hochzeit mit Regina Prinzessin von Sachsen-Meinigen am 10. 5. 1951, vom Ehepaar im weißen Unterrand mit den Vornamen signiert, 15 x 10,5 cm. - Minimal fleckig.

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Bestellnummer 2205-55
€ 175,-


Overbeck, Friedrich, Maler (1789-1869)

Schluss eines Briefes mit eigh. Unterschrift, von anderer Hand datiert 1841, 6 x 21 cm. - "Das mein Theurer! sind die aufrichtigen Wünsche die ich Dir von ganzem Herzen sowohl nachträglich zur lieblichen Weyhnachtsfeyer, als zum bevorstehenden Jahreswechsel und Deinem nahen Geburtstage darbringe und mit denen ich in unveränderlicher Liebe verbleibe Dein dankbarer und zärtlicher Bruder Friedrich Overbeck." - Kleines Papiersiegel.

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Bestellnummer 1903-34
€ 260,-


Pagnol, Marcel, Schriftsteller (1895-1974)

Billet mit aufgezogenem farbigem Zeitungsporträt, eigh. Widmung und Unterschrift; zusammen mit eigh. Kuvert (Poststempel 23. 10. 1964) auf Karton montiert.

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Bestellnummer 2205-56
€ 100,-


Patentschrift

US-amerikanisches Patent No. 603.378 für Paul Hagemann und Heinrich Pasler aus Stettin (Deutschland), Washington, 3. 5. 1898. In-4; photolithograph. Modellzeichnung und Textblatt in illustr. Umschlag mit 2 Signaturen, Papiersiegel und Kordelheftung; Mittelbug.

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Bestellnummer 1510-62
€ 140,-


Pedro II., Kaiser von Brasilien (1825-1891)

Eigh. Brief in französischer Sprache mit Unterschrift "D(om) Pedro d'Alcantara", 4 1/2 Seiten, in-8, Rio (de Janeiro), 2. 10. 1875. - Schönes persönliches Schreiben an einen Naturforscher in London. Der Kaiser dankt für Publikationen und einen Apparat des Physikers und Chemikers Sir William Crookes (1832-1919), eine Broschüre des Physikers William Thomson Lord Kelvin (1824-1907) sowie einen Reisebericht von Isabel Burton (1831-1896, Reiseschriftstellerin und Frau des Orientalisten und Forschungsreisenden Richard Francis Burton); er berichtet von einer geplanten und bereits von der Deputiertenkammer genehmigten Reise in die USA, nach Palästina sowie nach Europa. Dabei will er sich mindestens einen Monat lang in London aufhalten und dort den Briefempfänger und weitere Kollegen von der Royal Society treffen; eine von dieser Gesellschaft benötigte Unterschrift hat er längst übersandt. Weiters dankt er dem Empfänger für dessen naturwissenschaftliche Publikationen und berichtet von eigenen spektroskopischen Versuchen mit dem Apparat von Crookes. - Pedro II., Enkel des österreichischen Kaisers Franz I., zählte zu den fähigsten Monarchen seiner Zeit. Er setzte sich für die Abschaffung der Sklaverei ein und sorgte tatkräftig für die Entwicklung Brasiliens, war jedoch seiner Einstellung und seinem Auftreten nach eher Gelehrter als Politiker; Victor Hugo nannten ihn einen Nachkommen Marc Aurels. Die vom Kaiser verfassten und empfangenen Briefe über seine zahlreichen Reisen zählen seit 2013 zum Weltdokumentenerbe. - Im Bug geringfügig fleckig, leichte Knitterspuren. Vollständige Brieftranskription siehe unten.

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Bestellnummer 1909-72
€ 1850,-


Perger, Anton von, Maler und Schriftsteller (1809-1876)

"Hirt und Jäger." Eigh. vollständiges Gedicht (6 Strophen zu je vier Zeilen) mit Unterschrift, 1 1/2 Seiten auf Doppelblatt, kl-4, ohne Ort (wohl Wien), 1842. "Der Jäger stieg vom Felsenwall. / Der Hirt, der saß am Wasserfall, / Er singt zu Liebchens Preis den Sang, / Des Wassers Rauschen dazu klang: / 'Du holdes Lieb, du feines Lieb' / Mein Herz bei Deinem Herzen blieb; / Es ist Dein Kußgeschwellter Mund / Die schönste Rose im ganzen Rund!' ...". - Leichte Falt- und Knitterspuren.

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Bestellnummer 2005-41
€ 85,-


Pétain, Philippe, Militär und Politiker (1856-1951)

Eigenhändiger Brief mit gedrucktem Kopf (als Marschall) und Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, Paris, 3. 3. 1922. - An einen Freund wegen eines Termins. "Mon cher Martin / J'ai tant de voyages et tant d'inspections en perspective qu'il ne m'est pas possible de m'engager pour une date ferme. Fixe la date toi-même comme s'il n'était pas question de moi. Si je suis libre, j'irai. Crois, mon cher ami à mes sentiments les meilleurs. Ph. Petain". - Unbedeutende Falt- und Nadelspuren. Englische Übersetzung beiliegend. - Beiliegend ein unsigniertes Foto (18 x 13 cm, wohl um 1920) mit Alters- und Gebrauchsspuren.

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Bestellnummer 2109-60
€ 275,-


Priestley, John Boynton, Schriftsteller und Journalist (1894-1984)

Billet in Postkartengröße mit aufgezogenem reproduziertem Porträtfoto und eigh. Namenszug. - Auf Karton montiert.

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Bestellnummer 1710-70
€ 55,-


Prodi, Romano, Ökonom und Politiker (geb. 1939)

Farbfoto 12,5 x 18 cm mit eigh. Namenszug auf der Bildseite, Brüssel, Juli 1999. - "Romano Prodi Bruxelles luglio '99".

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Bestellnummer 1810-78
€ 60,-


Profohs-Leherb, Lotte, Malerin (1934-2012)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-8, Wien? (gedr. Briefkopf), 10. 9. 1980. - Übersendet der Herausgeberin eines Prominenten-Kochbuchs ihren Beitrag (dieser nicht beiliegend).

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Bestellnummer 1606-65
€ 135,-


Puccini, Giacomo, Komponist (1858-1924)

Eigenhändiges Brieffragment (Schluss mit Unterschrift fehlt), 4 Seiten, kl-8, Torre del Lago (Briefkopf), 14. 11. 1913. - An seinen Verleger Tito Ricordi. "Caro Tito, non so perché tu aspettassi un mio pentimento postumo dopo quanto ti scrissi. Se lo feci, credimi non fu per un impulsivo sfogo nervoso, ma perché l'episodio viennese ha fortemente scossa la mia sensibilità. Tu sai - o meglio non sai, perché i nostri temperamenti sono e saranno sempre troppo diversi - che spesso le piccole cose acquistano una grande importanza e basta un movimento brusco a distruggere anche un'infinità di opere belle e buone = Di questi - dirò cosi - scarti è tua consuetudine abusare ...". - Leichte Bug- und Randmängel, kleiner Eckabriss mit minimalem Textverlust, Tintenstrich auf der zweiten Seite. Vollständige Transkription und Übersetzung sowie ein ausführlicher Kommentar liegen bei.

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Bestellnummer 2202-76
€ 1400,-


[Raimund, Ferdinand]. - Roller, Andreas, Bühnenbildner (1805-1901)

Sprachlich und orthographisch unbeholfener Bittbrief an Ferdinand Raimund, "Resigeur und Schauspieler des k:k: prifl: Theaters in der Leopoldstadt in Wien", 2 Seiten mit gesiegeltem Adressblatt, gr-8, Graz, 26. 1. 1828. "Hochschätzbahrster Herr von Raimund! Da Sie mir so fiele Ehre und Freundschaft erzeugten als ich mich noch in Wien befand, und mir zugleich Erlaubten, daß wenn ich Jezeid an einem unfohrgesehenen Falle in Verlegenheit kommen solte, mich ohne Scheu an Sie wenden dürfte daher Sie es nicht Ungütig nehmen werden wen ich so frey bin eine Bitte an Sie zu stellen: die zwar nicht mich sondern meinen Vater in Dreßden betrift, da mir schon lange her Ihr Einfluß bey der Leopoldstädter Theater-Direktion bekant und nur Ihr Willensmeinung alldort geldent ist so werde ich nicht länger säumen den Wunsch meines Vaters Ihnen bekant zu machen: Da er wo er sich jetzt befindet sehr unzufriden ist, und für ihm die Beschäftigung so wie die Bezahlung zu wenig, und er durch den Mahler Arigoni: so entsetzlich sekirt wird, so ist er fest Entschlossen seynen jetzigen Aufenthalt zu ferlasen, und seyn Tallent, sammt dessen meines Bruders Josephs nicht Erschlafen zu lassen: Er hatt mir aufgetragen in seynem Nahmen an Sie zu schreiben; indem er seyne Dienste so wie die meines Bruders anträgt: Da Sie selbst meinen Vater durch lange Jahre von seiner Geschüklichkeit überzeugt sind und ich für meinen Bruder gut stehe: so könte Ihnen diese Gelegenheit filleicht willkommen seyn, um daher, Ihnen gleich mit dem Grazer Stand bekant zu machen so glaubt mein Vatter, für sich und meinen Brudern zwölfhundert f C:Mtz: [Gulden Conventionsmünze] fordern zu können welche er früher im Theater an der Wien auch hatte: / Da ich Ihre Gütte in Anspruch nehme, und wen Sie es dahin bringen können, und mein Vater wünscht: so werden Sie mich als einen Ewig dankbahren Menschen kennen lernen. Erlauben Sie mir Höflichst, um eine baldige Antwort zu bitten und mich zugleich zu Unterzeichnen / Euer Wohlgebohren / Ergebener / Andr: Roller / Franzensplatz No. 39." - Fleckig und leicht gebräunt, erste Seite mit Klebespur, Adressblatt mit Ausriss durch Siegelöffnung. Das Erledigungsdatum und die Registraturvermerke auf dem Adressblatt stammen vermutlich nicht von der Hand Raimunds.- Provenienz: aus dem Nachlass des Wiener Antiquars Heinrich Hinterberger (Bleistiftvermerk am unteren Rand der ersten Seite).

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Bestellnummer 2005-44
€ 1400,-


Reger, Max, Komponist (1873-1916)

Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift, München, 16. 5. 1903 (Poststempel). - An den Musikkritiker Paul Zschorlich in Berlin. "Lieber Herr Zschorlich! Besten Dank für Karte! Soeben ist in der Münchener Zeitung Ihr Artikel erschienen; viel allerschönsten Dank für denselben; der Aufsatz ist prachtvoll in jeder Beziehung! Viel schönsten Dank! Mit dem neuen Aufsatz 'Von Hugo Wolf zu M[ax] R[eger]' bitte ich Sie dringendst, noch ein klein Bißchen zu warten, bis Sie in Bälde mein op 70 (17 Lieder) erhalten haben; Sie erhalten selbe sofort nach Erscheinen; die op 70 müssen Sie haben, ehe Sie den Artikel 'von H.W. zu M. R.' [schreiben]. Mit besten Grüßen von meiner Frau und mir an Sie u. Ihre sehr geehrte Frau Gemahlin u. nochmaligem allerbestem Dank Ihr ergebenster Max Reger". Mit eigh. Adresse; mehrere teils dreifache Unterstreichungen. - Leichter Poststempelabklatsch, seitliche Lochspuren unterlegt (geringfügiger Buchstabenverlust).

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Bestellnummer 2205-59
€ 560,-


Ridderbusch, Karl, Bass (1932-1998)

Großes farbiges Rollenfoto (25,5 x 20,5 cm) als Hans Sachs mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift im weißen Seitenrand, Oktober 1977. - "Mit allen guten Wünschen herzlichst Ihr Ridderbusch ...".

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Bestellnummer 1909-79
€ 75,-


Roda Roda (d. i. Rosenfeld, Sándor Friedrich), Schriftsteller (1872-1945)

Beidseitig eigh. beschriebene farbige Kriegspostkarte mit Unterschrift, Sofia, 29. 5. 1917. - An den Redakteur Fritz Engel vom Berliner Tageblatt. "Hochgeehrter Herr, ich habe Ihren liebenswürdigen Brief erhalten, worin Sie mich zur Mitarbeit am 'Ulk' laden. Ich habe schon veranlasst, daß Ihnen etliches zugehe. Vielen Dank dafür, daß Sie Sich / meiner nach soviel Jahren noch erinnert haben. Ich bin in vollkommener Hochachtung, Ihnen herzlich ergeben, Roda Roda".

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Bestellnummer 2001-69
€ 200,-


Roda Roda, M. (d. i. Marie Rosenfeld), Schriftstellerin (1875-1935)

Eigh. Postkarte mit Unterschrift, (Našice), 4. 4. 1893. - An die Redaktion der Literaturzeitschrift "Die Gesellschaft" in München. "Einer Löbl. Red. der Gesellschaft München / sandte ich am 11/4 92 ein Feuilleton 'Kunstmännchen'. Ich bitte dasselbe entweder zu acceptiren oder zu retourniren. Porto lag bei. Ergebenst M. Roda Roda / Adresse jetzt: Našice Slavonien". - Lochspuren hinterlegt, Empfängervermerk.

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Bestellnummer 2105-65
€ 165,-


Rodzinski, Artur, Dirigent (1892-1958)

Großfoto 58 x 38 cm mit eigenhändiger bildseitiger Widmung und Unterschrift, ohne Ort, 1948. - "To my very - very dear friend Frantzl with thanks from the bottom of my soul for Everything Artur Rodzinsky ...". - Auf Karton montiert, Schrift etwas geblasst, Restaurierungs- und Rahmungsspuren.

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Bestellnummer 2105-66
€ 300,-


Rohlfs, Gerhard, Afrikaforscher (1831-1896)

Postkarte mit eigh. zwei Zeilen und Unterschrift, Dortmund, 6. 2. 1886. - An Siegmund Schott in Frankfurt. "Am Dienst[ag] den 16. d[ieses] M[onats] werde ich also bestimmt in Frankfurt eintreffen. Ergebenst Gerhard Rohlfs." - Knickspur.

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Bestellnummer 2007-39
€ 100,-


Rokitansky, Carl von, Pathologe (1804-1878)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, ohne Ort (Wien ?), 8. 7. 1866. - "Hochgeehrter Herr Collega! Ich erlaube mir, hiemit den Überbringer, meinen Schulcameraden Dr. H. Hirschfeld bei Ihnen einzuführen und Sie zu bitten, Sie möchten Ihren Einfluß dahin geltend machen, daß er in einem der Verwundeten- oder andern Militärspitäler seine Verwendung finde. Mit Hochachtung Ihr ergebenster Rokitansky". - Geringfügig gebräunt und fleckig, das leere zweite Blatt mit Ausrissen am Oberrand (Montagespuren).

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Bestellnummer 2007-40
€ 450,-


Romako, Anton

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8, Rom, "Samstag" (um 1860). - An einen Baron. "... Wollen Sie uns das Vergnügen machen und Sonntag den 4. um 7 Uhr abends bei uns speisen / Ihr ganz ergebenster A. Romako". Beiliegend ein Billet mit einem an Romako gerichteten 6-zeiligen Gedicht seines Malerfreundes Major Franz Kühlen, Rom, 3. 1. 1860. - Der Außenseiter der Wiener Ringstraßenepoche lebte von 1857 bis 1876 in Rom, wo er eine Zeitlang als Porträtist und Genremaler erfolgreich war. - Sehr selten.

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Bestellnummer 1701-66
€ 600,-


Roth, Gerhard, Schriftsteller (1942-2022)

Farbiges Fotoporträt (13 x 18 cm, wohl um 1995) mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite.

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Bestellnummer 2205-64
€ 100,-


Rothmüller S. Aktiengesellschaft

Gründeraktie Nr. 14477 zu 200 Kronen mit 2 Originalsignaturen, farblithographierter Doppelbogen, quer-folio, Wien, Oktober 1918. - Leichte Gebrauchsspuren. Inliegend Kupons Nr. 10-23.

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Bestellnummer 1902-67
€ 40,-


Rouault, Georg, Maler und Graphiker (1871-1958)

Eigh. Brief mit Paraphe "GR", 3/4 Seite, kl-4, ohne Ort und Datum (um 1925?). - In Eile geschriebener Brief mit einzelnen Korrekturen. "Cher monsieur, I. il y a quelques polémiques à propos de la publication en Mai de vos lithos. Je n'ai pas le temps de v[ou]s en causer les a fond mais dites bien n'est-il pas vrai c'est la verité que je n'ai jamais voulu de date et qu'il ya plus trois ans que je vous avais prevus - ceci repetéz ce comme moi je le fais. II. Arrangez vous avec la destinaire qui v[ou]s remettra ce qui est convenu pour echange. En hâte - meilleur souvenir GR". - Papier gebräunt.

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Bestellnummer 1703-73
€ 550,-


Saar, Ferdinand von, Schriftsteller (1833-1906)

Eigh. Brief mit Unterschrift "Saar", 2 Seiten auf Doppelblatt, kl-8, Wien-Oberdöbling, 8. 7. 1893. - (An den Polizeirat Wenzel Boog). "Hochverehrter Freund! Ich werde mein Möglichstes thun, um Dienstag den 11. d. M. beim Glücksradl erscheinen zu ko[e]nnen. Das heißt ich werde gewiß kommen, wenn mich nicht etwas ganz Unvorhergesehenes im letzten Augenblick abhält. In diesem Falle wirst du mir freundlichst verzeihen und jedenfalls briefliche Aufklärungen erhalten. Bis zum gemütlichen 'Plausch' herzlich grüßend dein alt ergebener Saar". - Beiliegend die Briefkarte eines Vorbesitzers mit Angaben zur Provenienz.

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Bestellnummer 2102-70
€ 110,-


Sabin, Albert Bruce, Virologe (1906-1993)

Vollständiges, größtenteils handschriftliches wissenschaftliches Manuskript "Varicella Zoster Virus Vaccine", kl-4, 14 Seiten, Charleston (South Carolina) um 1977. Titelblatt mit eigenhändigem Namenszug und Universitätsadresse sowie 12 einseitig beschriebene paginierte Seiten (mit einer halbseitigen Ergänzung), davon drei mit handschriftlich ergänzten aufgeklebten Kopien in Maschinschrift, der Rest in gut lesbarer Bleistiftschrift mit Ergänzungen und Korrekturen in roter Tinte. "... The recent reports of Takahashi and his associates in Japan(1-6) on the effectiveness and innocuity of a live, attenuated varicella-zoster virus vaccine in healthy children as well as in children with chronic disease on steroid therapy and in in children with leukemia or other malignancies on chemotherapy, calls for an examination of the nature und magnitude of the disease problem to be prevented and of the other factors on which a decision to use such a vaccine must be based ...". Auf liniertem Papier mit Klammerheftung; leichte Abklatsche der Kopien auf den gegenüberliegenden leeren Seiten. - Beiliegend Porträtfoto (19 x 19 cm) mit Widmung und Unterschrift im weißen Unterrand, 1986.

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Bestellnummer 2202-82
€ 850,-


Sachs, Nelly, Dichterin (1891-1970)

Eigh. Ansichtskarte, Stockholm, 14. 7. 1952. - "Lieber Freund Oskar Scherer! Für Ihren lieben Brief meinen Herzens Dank. Welchen Rosenduft trug er. War ein wenig krank darum heute nur diesen Gruß und Dank. Sende bald etwas von meinen Dingen. Besitzen Sie Sternverdunkelung. Alles erdenkliche Gute. Ihre Nelly Sachs".

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Bestellnummer 1603-63
€ 400,-


Sagan, Françoise, Schriftstellerin (1935-2004)

Billet mit aufgezogenem kleinem Zeitungsporträt, eigh. Widmungszeile und Unterschrift (um 1985). "Pour Daniela Blaschke Françoise Sagan."

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Bestellnummer 1806-80
€ 120,-


Sagan, Françoise, Schriftstellerin (1935-2004)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, ohne Ort und Jahr (1957?). - An einen Kritiker. "Monsieur, je vous remercie infiniment de votre critique des Nouvelles littéraires sur 'Bonjour tristesse'. Je sais qu'il est très flatteur d'avoir une critique de vous, à plus fort raison une bonne. Il me reste à éspérer de pouvoir répondre un jour et d'une manière satisfaisante à vos questions. J'espère aussi pouvoir vous remercier prochainement de vive voix et vous donne mes meilleurs sentiments ... ". - Am Rand minimal fleckig und knittrig, kleiner Bugriss.

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Bestellnummer 1510-74
€ 650,-


Sailer, Toni, Schirennläufer und Filmschauspieler (1935-2009)

Farbiges Porträtfoto mit eigh. Namenszug auf der Bildseite, 21 x 15 cm.

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Bestellnummer 1802-75
€ 60,-


Salesianer

"Messe des Heiligen Franz v. Sales Bischof und Kirchenlehrer". Mehrfärbig kalligraphierte und illuminierte späthistoristische Handschrift mit reicher Goldhöhung, in-4, 7 Seiten auf 2 Doppelblättern (davon 2 Seiten Quadratnoten auf 4 roten Linien), liturgische Texte in Latein, der erste Bogen ohne eine zu erwartende Fortsetzung, der zweite Bogen in sich abgeschlossen mit einem Autorisierungsvermerk des Generalvikars Pierre-François Poncet, datiert Annecy 28. 5. 1890. - Minimal fleckig, ein kleiner Bugriss.

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Bestellnummer 2105-71
€ 240,-


Scheel, Walter, Politiker (1919-2016)

Farbfoto 10 x 15 cm mit eigenhändigem Namenszug auf der Bildseite (um 1999).

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Bestellnummer 1810-81
€ 30,-


Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph von, Philosoph (1775-1854)

Ausgeschnittenes Eckstück eines Albumblatts aus Glanzkarton mit Goldrand mit eigenhändigem Namenszug "G[e]H[eim]R[at] Schelling", ohne Ort und Datum (nach 1826), auf Papier aufgezogen. - Rückseitig undeutlich von alter Hand mit Bleistift beschriftet "Schöpfer e[ines] besond[eren] ... philosoph[ischen] Systems".

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Bestellnummer 2007-42
€ 370,-


Schmitt, Harrison, Astronaut, Geologe und Politiker (geb. 1935)

Offizielles farbiges Fotoporträt der NASA (Reproduktionsdruck) mit eigenhändigem Namenszug "Jack Schmitt", ohne Ort und Datum (um 1980), 25 x 20 cm. - Druckstellen am rechten Rand.

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Bestellnummer 1909-84
€ 370,-


Schnorr von Carolsfeld, Julius, Maler (1794-1872)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift ("Julius Schnorr"), 2 Seiten, in-8, Wien, 3. 11. 1815. An seine Schwägerin Karoline, Ehefrau seines Bruders Ludwig Ferdinand, betr. seinen damals in der österr. Armee dienenden Bruder Eduard. "Liebe Caroline! Dießmahl werden Sie wohl mit wenigen Zeilen vorlieb nehmen müßen, nicht so wohl weil ich zu wenig Zeit habe Ihnen viel zu schreiben als weil ich nicht recht weiß was ich schreiben soll. Daß ich Sie lieb habe, daß ich wünsche Sie mögen bald wiederkommen, habe ich schon zur Genüge gesagt, und so ist's mit den meisten andern Sachen, nun aber doch Eines das Ihnen neu ist, Eduard nehmlich, den das Schiksal bis jetzt so wunderbar an Wien gefeßelt hatte, ist gestern früh abmarschirt. Nicht aber nach Frankreich oder Italien, sondern nur (vor der Hand) nach Iglau. Der eigentlich geheim gehaltene aber uns bewußte Zweck seiner Sendung ist dieser. Schon seit langer Zeit hält sich einige Tagereißen von hier ein gewißer Grasel mit einer ansehnlichen Bande bald da bald dort auf, beunruhigt zum wenigsten die Reisenden bestiehlt und mordet aber nicht selten, und wenn man Gerüchten trauen könnte, so beraubt er Kirchen und Klöster, reiche Gutsherrn und Verwalter aber nun ganz gewiß, auch ist dieser Grasel incognito schon hier und aller Orten geweßen und soll die pfiffigsten Streiche nach Art der Schinderhänse, der schwarzen Peter der bairischen Hiesel und Consorten begehen. Um nun diesen(!) schon lange beunruhigenden Unfug wo möglich Einhalt zu thun sind also 2 Compagnien Infanterie (Eduard hat eine davon unter sich) nebst Cavallerie von hier abgezogen (außer den gewißen von anderen Orten schon ausgesandten Truppen.) Einige andere Officire hatten zu diesem Zug keine Lust und stellten sich krank, Eduarden scheint es aber sehr angenehm zu seyn. Das Ding kann spaßhaft seyn aber auch leicht gefährlich, strapazierlich aber auf jeden Fall vorzüglich bey der nun eingetreten[en] rauhen und naßen Witterung. Der Himmel geleite unsern guten Eduard überall, er schütze ihn und laße seinen Plan gelingen dem Bösewicht zum Schaden den(!) beunruhigten Bürger und Bauer zum Frommen und ihm und uns zur Ehr ... ". - Etwas stockfleckig, unbedeutende kleine Randmängel.

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Bestellnummer 2003-80
€ 1200,-


Schön, Eduard (Pseud. Engelsberg, E. S), Komponist (1825-1879)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, Wien, 2. 7. 1864. - An den Wiener Musikverleger Carl Haslinger, dem er seine Komposition "Pagenlied" für 25 Gulden und 12 Freiexemplare überläßt. "... Ihren Antrag ... akzeptire ich hiermit, und bestätige unter Einem den Empfang des obigen Honorars. E[ue]r Hochwohlgeboren besitzen demnach das ausschließliche Verlagsrecht der obengenannten Composition. ... Ed. Schön (E. S. Engelsberg)". Leichter Schriftabklatsch. - Beiligend ein weiterer eigh. Brief mit Unterschrift "E. S. Engelsberg", 3 Seiten, in-8, Wien, 24. 2. 1873, vermutlich an den Sänger und Mediziner Emil Krauss (1840-1889) gerichtet. "... Ich beehre mich Ihnen ein Exemplar des (leider erst jetzt!) erschienenen Chores 'Heimweh', dessen Solo Sie mehrmals vorgetragen haben, mit der Bitte um freundliche Aufnahme zu übersenden. Ich habe mir erlaubt Ihnen Herr Doktor diesen Chor zu widmen, da ich kein anderes Mittel habe um Ihnen meine Bewunderung und meinen Dank für die seelenvolle Auffassung und wirkungsvolle Wiedergabe des Liedes genügend auszudrücken ...". Etwas fleckig.

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Bestellnummer 2001-75
€ 180,-


Schönbauer, Leopold, Mediziner (1888-1963)

Maschinschriftl. Brief mit eigenh. Unterschrift, 2/3 Seite, kl-4, Wien (gedr. Briefkopf), 22. 7. 1957. - An Richard Dolberg betr. die Einladung zu einem Vortrag. "... Das Thema 'Internationale Beziehungen und Gesundheitswesen' ist sicherlich sehr reizvoll. Bevor ich mich entscheide, würde ich Sie nur bitten, mir zu sagen, wie lange ich wohl sprechen soll ... ". - Seitlich gelocht (ohne Textverlust), Empfängervermerke.

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Bestellnummer 2007-44
€ 75,-


Schönberg, Arnold, Komponist (1874-1951)

Eigh. Brief mit Namensstampiglie und Unterschrift, 2 Seiten, kl-8, Wien (Stempel), 29. 12. (1910). - An seinen Schüler Rudolf Weirich. "Lieber Weyrich, bitte beruhigen Sie Ihre w[e]r[ten] Eltern. Ich kann leider augenblicklich so wenig, wie je, meine Schuld tilgen. Aber ich glaube bestimmt, daß ich es im Jänner werde tun können. Es geht mir recht miserabel. Große Enttäuschungen! Kalamitäten ohne Ende! Bitte, sagen Sie Ihrem Herrn Papa, ich lasse ihn um etwas Geduld bitten. Das geht doch hoffentlich! / Warum lassen Sie nicht öfters, was von sich hören. Webern schreibt mir sehr oft. Auch Jalowetz und Horwitz! Nur Heim[?] und Karger[?] nicht! - / Meine Pelleas Aufführung in Berlin hatte sehr großen Erfolg. Jetzt sind dort bei Kassierer[!] sechs Bilder von mir ausgestellt. In Prag wurde mein erstes Streichquartett, in München das Sextett mit großem Erfolg aufgeführt. Jetzt - am 2. Jänner ist in München ein Kompositions-Abend von mir. Aber ich kann nicht hinfahren! / Die Kurse an der Akademie sind mäßig besucht. Fürs erste Jahr nicht schlecht, aber für mich. Meine Harmonielehre soll bald heraus. Mitte Februar soll mit dem Druck begonnen werden! Aber ich habe bis dahin noch viel daran zu arbeiten. In Wien soll die Kammersinfonie oder die Orchesterlieder aufgeführt werden. Sonst ist augenblicklich wenig los. / Schreiben Sie mir einmal was Aufrichtiges[?], wie es Ihnen beim Dirigieren geht? Wie Sie im Theater stehen; was für Chancen fürs nächste Jahr, und so weiter. Herzl[iche] Grüße, Prosit Neujahr, Ihr Arnold Schönberg."

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Bestellnummer 2105-72
€ 6500,-


Schönborn, Friedrich Karl von, Fürstbischof und Reichsvizekanzler (1674-1746)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8, Laxenburg, 31. 5. 1725. - An einen Freund über eine Unterredung mit dem Kaiser. "Ca[rissi]me Amice / Ich habe den Schnappauff vorgesterth zu E[uer] D[urchlauch]t geschickt, weilen er aber dieselbe nicht ahngetroffen, also wünsche ich die gelegenheith dieselbe ohne meinem Duschel[?] bald bedienen zu können, umb sond[er]lich über das stattliche guthachten in denen reichs und religions sachen, mitt E[uer] D[urchlauch]t mich besprechen zu können welches I[hrer] k[aiserlichen] M[ajestä]t ich heuth zu E[uer] D[urchlauch]t gebahren immerwährendem lob vorgestellet, und gezeicht habe, wie das werk den maister, die trew einen bestverdiensten Ministrum, die gelährt und geschiklichste vorführung einer so großen und weithlaufichen föderlichen, aber eben dahero d. K[aiserlichen] M[ajestä]t, und dem ganzen Vatterland höchst ahngelegenen sache, welche in sacra et profana totius M[ajesta]tis auff das aller tiefeste einschlaget, einen grund gelährten rath loben muss; I[hre] K[aiserliche] M[ajestä]t haben alles g[nä]d[ig]st ahngehört, und verlangen dass man forderst hernach zu end eilen solle: hac pro notitia von E[uer] D[urchlauch]t ergebenstem trewen diener und Freund FCFvSchönborn". - Unbedeutende Eck- und Randmängel.

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Bestellnummer 2102-75
€ 1450,-


Schottland / Medizin

Prüfungsdiplom des Collegium Regium Chirurgorum Edinense für den Medizinstudenten John McNaughtan. Gedruckte und geschriebene Urkunde auf Pergamentpapier, in-folio, Edinburgh, 18. 7. 1873. Mit 9 Unterschriften, Papiersiegel und Vignette. Leichte Gebrauchsspuren. - Dazu: Einbürgerungsschein (Burgess Ticket) der Guild Court Perth für denselben. Gedruckte und geschriebene Urkunde auf Papier, quer-folio, Perth, 30. 10. 1880. Mit Unterschrift des Gildensekretärs, farbigem Prägesiegel und großer Vignette mit Stadtwappen. Original gefaltet, oben unregelmäßig beschnitten, leichte Gebrauchsspuren.

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Bestellnummer 2109-75
€ 130,-


Schuschnigg, Kurt, Politiker (1897-1977)

Maschinbrief mit geprägtem Briefkopf "Der Bundeskanzler" und eigh. Unterschrift "Schuschnigg", 3/4 Seite, kl-4 (Doppelblatt), (Wien), 21. 11. 1934. - Bestellung von Ministerialrat Dr. Karl Hirsch zum Mitglied der Ehrenzeichenkommission vom Roten Kreuz.

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Bestellnummer 1803-79
€ 110,-


Schweinfurth, Georg, Afrikaforscher (1836-1925)

Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift, 1 Seite, in-12, Cairo, 8. 2. 1878. - Empfangsbestätigung für den Verleger Du Mont Schauberg in Köln. "Der Unterfertigte bescheinigt den richtigen Empfang des(?) ihm für das 2. Semester des vergangenen Jahres gutkommenden Honorars im Betrage von Mk 249,10(?). Dr. G. Schweinfurth." - Aufgezogen und auf dem Trägerpapier von Sammlerhand beschriftet. Etwas knittrig, geringfügige Klebstoffspuren.

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Bestellnummer 2109-77
€ 220,-


Seipel, Ignaz, Theologe und Politiker (1876-1932)

Heliogravüre nach Fotographie mit faksimiliertem Namenszug, um 1928, Bildformat 32 x 20,5 cm, Gesamtgr. 49 x 39 cm. - Auf China gedruckt; das Trägerpapier mit nicht störenden Mängeln im breiten Rand.

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Bestellnummer 1803-82
€ 80,-


Sibelius, Jean, Komponist (1865-1957)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift in deutscher Sprache, 1 Seite, kl-4, Järvenpää, 5. 9. 1921. - An den Musikverleger Robert Heinrich Lienau. "Lieber Herr Lienau, Bitte gütigst das Geld, das ich bei Ihnen habe an meinen[!] Tochter zu senden, unter Adresse: Fräulein Katarina Sibelius / Adr: Oberstleutnant Bazing, Hohenstaufenstr. 21. Stuttgart. / Anbei ein Papier mit meiner Unterschrift, das als Quittung zu ergänzen und zu brauchen ist. Mit den herzlichsten Grüssen, Ihr ergebener Jean Sibelius". Ohne die Beilage. - Geschrieben auf Terwakoski-Büttenpapier mit Wasserzeichen Elchkopf; Bleistiftvermerke des Empfängers. Gelocht, minimale Mängel am rechten Rand.

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Bestellnummer 2105-77
€ 1200,-


Sinigaglia, Leone, Komponist und Bergsteiger (1868-1944)

Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift, Wien, Hotel Bristol (gedr. Briefkopf), 8. 1. 1912. - An den Harfenisten und Komponisten Alfred Holý in leicht fehlerhaftem Deutsch. "Sehr geehrter Herr Hóly, Es würde mich sehr freuen, sie morgen zwischen 6-7 Uhr zu sehen vielleicht holen sie mich etwa vor 6. in Hôtel ab - falls verhindert, so können wir für Freitag od. Samstag N[ach]M[ittags] eine Stunde besprechen, ich bin V[or]M[ittags] zwischen 12-1 meistens zu Hause. Mit herzlichen Gruss Leone Sinigaglia". - Leichte Gebrauchsspuren.

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Bestellnummer 2102-78
€ 120,-


Sinopoli, Giuseppe, Dirigent und Komponist (1946-2001)

Farbige Porträtkarte der Deutschen Grammophongesellschaft mit eigenhändigem Namenszug im Unterrand, ohne Ort und Datum (um 1995).

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Bestellnummer 2109-78
€ 90,-


Sinzendorf, Philipp Ludwig Graf, Diplomat und Staatsmann (1671-1742)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift in etwas fehlerhaftem Französisch, 1 3/4 Seiten, in-4, Wien, 2. 6. 1706. - An eine Dame in Prag wegen der Zuerkennung einer Pension. "Madame / Si j'etois quelque têms, sans me donner l'honneur de vous repondre a la lettre, que vous avez eû la bonté de m'ecrire du 9vme de maj, j'etois pour tacher de voir, si les projets que vous aviez proposez s'auroient pû executer, mais je suis taché de vous dire qu'on les a trouvé impossibles. ainsi madame l'affaire se reduit presentement, a l'etablissement de vôtre pension, je croi qu'elle sera assignée a prague, come vous vous y trouvez presentement, et dez que le president de la chambre en aura expediez l'ordre, je me donnerois l'honneur de vous l'envoier, vous assurant, Madame que je m'estimerois heureux, de vous pouvoir marquer en toutes les occasions qui dependeront de moi que je suis avec bien du respect / Madame / Votre tres humble et tres obeissant serviteur le comte de Sinzendorff". - Im Randbereich etwas stockfleckig.

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Bestellnummer 2102-79
€ 650,-


Skoda, Joseph von, Anatom und Internist (1805-1881)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 3/4 Seiten auf Doppelblatt, in-12, (Wien), 1. 10. 1875. - "Verehrter Freund! Dr. Fuchs ist seit vorgestern in Wien. Ich habe ihm heute geschrieben, daß ich morgen abends zu ihm zum Spiele kommen will. Ob er damit übereinstimmt, weiß ich noch nicht. Morgen werden Sie beim Portier der Irrenanstalt die Nachricht bekommen, ob Sie abends zu Fuchs kommen sollen, oder ob wir zu Ihnen nach Döbling kommen. Ergebenst Skoda". - Geringfügig fleckig, am Rand zwei kleine Klebespuren.

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Bestellnummer 1603-73
€ 330,-


Slezak, Leo, Opernsänger und Schauspieler (1873-1946)

Brauntonige Fotoporträt-Postkarte mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift auf der Bildseite, Wien, 28. 11. 1934. "Hrn. Carl Kurzmayer einen trauten Gruß von seinem Slezak Leo." - Rückseitig Montagespuren.

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Bestellnummer 2205-68
€ 100,-


Slezak, Leo, Tenor (1873-1946)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 3 1/2 Seiten, kl-8, Tegernsee, 30. 7. 1902. - (An den Intendanten des Prinzregententheaters in München). "Euer Wolgeboren! Teile Ihnen ergebenst mit, daß ich mich hier in Tegernsee aufhalte, falls Sie mich zu Proben brauchen sollten. - Auch bitte ich Sie, die Güte zu haben mir mitzutheilen, wann Einer der Herrn Correpititoren[!] in München ist, der mit mir eine oder zwei Soloproben vom Tannhäuser halten könnte, da ich denselben seit 2 Jahren nicht in pariser Bearbeitung gesungen habe; sollte eine Probe nicht möglich sein so möchte ich gerne die Rolle = privatim = bei einem der Herrn durchnehmen. Ich bitte Sie, die Güte zu haben mir auf einem Kärtchen das mitzutheilen, weil ich dann so bald als möglich nach München zur Probe käme. - Auch stünde ich da zu einer eventuellen Costümprobe zur Verfügung. - Indem ich Sie bitte meine Belastigung[!] gütigst zu entschuldigen auch mir ehemöglichst Nachricht zukommen zu lassen, zeichne ich mit dem Ausdrucke der vorzüglichsten Hochachtung ergebenst Slezak Leo".

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Bestellnummer 2202-86
€ 300,-


Spallanzani, Lazzaro, Jesuit, Philosoph und Universalgelehrter (1729-1799)

Eigh. Brief in italienischer Sprache mit Empfehlungsformel und Unterschrift, 2 1/4 Seiten, gr-8, Pavia, 5. 8. 1796. - An G. Toscan, Bibliothekar des Naturhistorischen Museums in Paris und Übersetzer seiner 1792 erschienenen "Viaggi alle Due Sicilie". "Dottissimo Signore / Fino dell'anno scorso letto aveva in un Giornale Francese il Prospetto concernante la Traduzione, che voi e il Sigre. Duval vi proponevate di fare del mio Viaggio alle due Sicilie. Dopo qualche tempo vidi in altro Giornale uno squarcio di detta Traduzione, il quale riferiva in parte le cose da me osservate su'l Etna. Io volevo per lettere ringraziarvi dell'opere che voi, ed il chiarissimo vostro Collega fate il mio libro; ma mi è stato conteso per la volta comunicazione tra l'Italia e la Francia. ... esser vero che a Venezia si fa una ristampa dei miei Viaggi (e credo ne stiano a quest'ora esuti quattro volumi) ma senza la più picciola aggiunta, la più piccola correzione. Non è già che non si potettero fare aggiunte ed amendazioni al mio libro, troppo conoscendone io i difetti, ma per far ciò convenientemente, non vi era mezzo migliore e più sicuro che rivisitare i Pezzi vulcanizzati da me prime veduti; ma le circostanze mie non me lo hanno permesso. ... Passo ora alla vostra traduzione. Non posso esprimervi con parole quanto e poi quanto mi sia piaciuta. ... Che fedeltà, che chiarezza, che previsione, che eleganza di stile! ... Debbo finalmente esser riconoscente al celeberrime Sig.re Faujas per le sensate sue annotazioni, nè lascio in questo medesimo ordinario di mostrare gli per lettere la mia gratitudine ...". - Schrift teilweise durchschlagend, minimale Papierschäden, Siegelausriss auf dem Adressblatt unterlegt.

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Bestellnummer 1802-84
€ 2400,-


Spanischer Erbfolgekrieg / Eugen, Prinz von Savoyen (1663-1736)

"Extrait de la lettre de Mr. de Revel Lieut. General, Commandant les troupes du Roy dans Cremone du 1. Fevrier 1702 contenant le detail de ce qui s'est passé dans l'entreprise de Mr. le Prince Eugene pour la surprise de cette place." Zeitgenössischer französischer Bericht von unbekannter Schreiberhand über den Überraschungsangriff von Prinz Eugen auf die von einer französischen Garnison gehaltene italienische Stadt Cremona und die Gefangennahme des Generals Villeroy, 3 1/2 Seiten, in-4, ohne Ort und Jahr (wohl 1702). - Stellenweise braunfleckig, Bindungsspuren im Falz. Französische Transkription und auszugsweise deutsche Übersetzung beiliegend.

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Bestellnummer 2105-79
€ 260,-


Stanley, Henry Morton, Journalist und Afrikaforscher (1841-1904)

Diktatbrief mit eigh. Unterschrift, 1 Seite, in-8, (London) 22. 8. 1872. - An Mr. James Ostler, dessen Einladung er leider nicht annehmen kann. "Sir / In reply to your kind letter I am sorry to state that being so buisy at present I cannot come. But by the end of October or November my time I shall be able to spare more freely and if you would then write me a line I shall be most happy to come. Your truly Henry M. Stanley".

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Bestellnummer 1603-76
€ 260,-


Stelzhamer, Franz, Schriftsteller (1802-1874)

Blatt mit zwei eigenhändigen Sprüchen (in elegischen Distichen) mit Unterschrift bzw. Paraphe, 2 Seiten, quer-8, Linz, Juli 1868 bzw. 13. 7. 1868. - "Sammle, o Sammler mit Glück, was werth und würdig der Sammlung, / Bis Du gesammelt selbst liegest in Abrahams Schooß." - "Du mit dem Ameisenfleiß u. emsig wie Hamster und Biene, / Warst du ein solches Thier, Freund, sag', oder wirst du es erst ?" - Der zweite Spruch mit Korrektur in der 2. Zeile ("Freund, sag'" statt ursprünglich "gesteh'"). Schrift durchschlagend, Faltspur, oben jeweils Bleistiftvermerke ("ad Vermischte Gedichte" bwz. "0") von fremder Hand.

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Bestellnummer 2105-81
€ 275,-


Stolz, Robert, Komponist (1880-1975)

Eigh. Widmung mit Unterschrift auf dem losen vorderen Umschlag des Klavierauszugs von "Der süsseste Schwindel der Welt / Lustspiel-Operette in 3 Akten von Rudolf Weys / Musik von Robert Stolz", in-4, Wien, Jänner 1938. - "Meinem lieben Freunde u. großen Künstler Josef Mikulas allerherzlichst zur Erinnerung! Der Sie verehrende Robert Stolz ... ". - Unbedeutende kleine Knickspuren, die Rückseite (mit dem Beginn der Musiknoten) mit Montagespuren.

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Bestellnummer 1710-85
€ 275,-


Stolz, Robert, Komponist (1880-1975)

Zwei maschinschriftliche Briefe (einer davon als Durchschlag) mit eigenhändiger Unterschrift, jeweils 1 Seite, kl-4, Wien, 21. 6. und 3. 8. 1972. - An den Schriftsteller und Übersetzer Max Knight in Berkeley, der sich für seine englische Bearbeitung von Nestroys "Der Talisman" Musik von Stolz wünschte. "... werde ich Ihnen in den nächsten Tagen einige Manuskripte schicken, mit der Anmerkung, für welche Stellen im TALISMANN[!] ich mir diese Kompositionen denke. Es dürfte nicht schwer sein für Sie und Ihren Freund und Mitarbeiter Joe Fabry diese Kompositionen zu textieren. Wie ich aus den mir eingesandten Texten ersehe, haben Sie beide eine große Erfahrung und beherrschen vollkommen Sprache und Reimtechnik. Wo sich die Möglichkeit ergibt, werde ich vielleicht einen Ihrer Texte komponieren, aber für mich ist es viel leichter, wenn ich Ihnen die Musik für den jeweiligen musikalischen Komplex schicke und Sie den Text dazu dichten. Wie Sie wissen, es gibt nur 7 Ganztöne und 5 Halbtöne, während die englische sprache mindestens 8000 Worte umfasst ...". - Der Durchschlag unregelmäßig beschnitten, etwas knittrig und seitlich mehrfach gelocht. - Beiliegend zwei bildgleiche eigh. Grußkarten von Robert Stolz an Max Knight vom August 1972, zusätzlich unterschrieben von seiner Frau Einzi.

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Bestellnummer 2102-83
€ 300,-


Strauß, Eduard, Komponist und Kapellmeister (1835-1916)

Kabinettfotographie (16 x 11 cm) mit eigenhändigen zwei Notenzeilen, Widmung und Unterschrift auf der Rückseite, Wiesbaden, August 1903. "Dem hochwohlgeborenen Fräulein Marie Clausen in wärmster Verehrung Eduard Strauß." - Geschäftsstempel um 1900, minimale Eck- und Randmängel.

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Bestellnummer 2109-84
€ 650,-


Strauß, Johann (Sohn), Komponist (1825-1899)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 4 Seiten, in-8, ohne Ort und Datum (Wien, 1892). - In großer Eile an seinen Verleger Fritz Simrock über die endgültige Orchesterfassung seiner Oper "Ritter Pásmán"; teilweise in flüchtiger Schrift und mit mehreren Zusätzen an den Rändern der ersten Seite. "Lieber Simrock / Vergessen Sie nicht daß noch nach der 3ten Vorstellung Striche gemacht wurden; daher eine endgültig richtige Partitur nach der 1ten wie Sie heute in Ihrem Briefe fragen nie möglich gewesen wäre abzusenden. Das Stimmenabschreiben verlangt viel Zeit. Mit dem besten Willen ist das, wie Sie sich es denken nicht möglich zu leisten. Ich habe Ihnen die Orchesterstimmen des 1ten Aktes geschickt, die Striche nach der Opernpartitur sind größtentheils gemacht, aber nicht die allerletzten. Eine genaue Revision ist absolut erforderlich. Ich mußte auch die Striche der Operndirektion corrigiren. Ich bin dafür daß Sie die 4 Trinklieder in der Partitur beibehalten sollen, so wie es im Klavierauszug der Fall ist. Überhaupt habe ich in der Partitur wie im Klavierauszug manch Gestrichenes beibehalten müssen, die nur in Wien aus Schonung größtentheils des Tenors gestrichen wurde, was unbedingt schädigende Wirkung verursachte. Ich hoffe den 2ten Akt in Stimmen in 8 Tagen liefern zu können der 3te wird in kürzester Zeit nachher erfolgen. Lieber Herr, das was Sie von mir Alles verlangen kann nicht in so schneller Zeit ausgeführt werden. Sie wünschen das Material für die Bühne, dieses ist aber nicht früher als bis die Kürzungen geschehen sind der Copiatur zu übergeben. So viel kann ich Sie versichern, - daß nur unter den größten Schwierigkeiten Sie den 1ten Akt erhalten konnten. Der 2. u. 3te Akt wird schneller erfolgen Ihr Johann Strauß". [Zusätze:] "Ich selbst habe heute vormittag wie ein Roß gearbeitet um Ihnen den 1ten Akt gleichlautend mit dem Klavierauszug senden zu können. / Würde ich nicht so viele Mühe anwenden, hätten Sie nicht das, was Sie haben. Ich thue mein Möglichstes!! / Ich habe dem Archivar 20 fl Honorar gesendet, damit er gestattet in der Oper Jemanden arbeiten zu lassen". - Fleck am linken Rand der zweiten Seite.

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Bestellnummer 1906-42
€ 3000,-


Strawinsky, Igor, Komponist (1882-1971)

Kartonblatt mit aufgezogenem Originalfoto und eigenhändigem Namenszug, 30 x 20,5 cm.

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Bestellnummer 2009-70
€ 580,-


Suk, Josef, Komponist und Geiger (1874-1935), Schwiegersohn Antonín Dvoráks

Eigh. Brief in tschechischer Sprache mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Benešov bei Prag, 15. 4. 1935. - An die Redaktion des Radiojournals in Prag, die ihn um seine Meinung bezüglich eines festen Engagements des Ondricek-Quartetts für den Prager Rundfunk gebeten hatte. Suk befürwortet die dauerhafte Beschäftigung dieses Kammerensembles wärmstens und sieht sie als künstlerische Notwendigkeit an. - Empfängervermerke mit Rotstift, rückseitiger Farbstrich leicht durchschlagend. Vollständige deutsche Übersetzung liegt bei.

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Bestellnummer 2001-83
€ 300,-


Szczypiorski, Andrzej, Schriftsteller (1928-2000)

Farbfoto in Postkartengröße mit rückseitiger eigh. Widmung in deutscher Sprache und Unterschrift, 10. 2. 1995 (irrig für 1996). - Beiliegend maschinschriftliches Begleitschreiben in deutscher Sprache mit gedrucktem Briefkopf und Unterschrift, Warschau 14. 2. 1996, an den Widmungsträger.

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Bestellnummer 2001-85
€ 65,-


Tegetthoff, Wilhelm von, Admiral (1827-1871)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 4 Seiten, in-8, mit blindgeprägtem Monogramm WT, "In See vor Rovigno / Freg[atte] Schwarz[en]b[er]g, 8t. Juni" [1865]. - An den Marinemaler Josef Püttner. "Geehrtester Herr und Freund. Im Namen der beiden Schiffe Schwarzenberg u. Radetzky muß ich Ihnen den wärmsten Dank sagen für die freundliche Erinnerung, in der Sie die Bewohner derselben bewahren, und für das sehr willkommene und werthvolle Andenken an den 9ten Mai 64 mit dem Sie uns alle auf das Freudigste überraschten. Wir lasen alle mit Vergnügen in den Blättern daß Ihr Kunstwerk bei Sr. Majestet und beim großen Publikum allgemeinen Beifall fand und wir hegen nur den Wunsch, daß es uns gegönnt sein möge, Ihnen bald wieder Stoff für ein neues Seeschlachtengemälde zu liefern. Ihrer Frau Gemalin und Ihren lieben jungen Mädchen bitte ich meine besten Empfehlungen und Grüße zu sagen[.] Die vergnügten Stunden, die ich in ihrer Gesellschaft zubrachte und die herzliche u[.] gastliche Aufnahme die ich in Ihrer charmanten Einsiedelei fand, werden mir stets in Erinnerung bleiben. Schade daß Vöslau nicht am Meere liegt, ich würde sehr gerne mitten im Schwimmschulbassin mit der Fregatte vor Anker gehen. - Ich bin aber am Weg nach Triest, gehe dann nach Fiume und bummle bis auf Weiteres im Adriatischen. Nun nochmals meinen besten Dank und zugleich die herzlichsten Grüße von Ihrem hochachtungsvoll Ergebenem Tegetthoff". (Der Zusatz unter dem Namen ist wohl zu lesen als "C[ontre]a[dmiral]"). - Beiliegend ein eigenhändiger Brief des Empfängers an Gräfin Marie Alberti, signiert "J. C. B. Püttner", 2 Seiten auf Doppelblatt, in-8, Vöslau (Briefkopf), 30. 7. 1877, mit eigh. Kuvert. "Hochgeborene Gräfin! Aus Ihren freundlichen Zeilen an mich ersah ich daß Sie Autografen sammeln. Da Sie so liebenswürdig waren zu bemerken meinen empfangenen Brief darin einzureihen so erlaube ich mir für dießen höchtst bescheidenen und mich ehrenden Wunsch Ihnen eine Belohnung zu Füßen zu legen und übersende Ihnen einige Autografen aus meinen aufgehobenen Briefen, und hoffe Ihnen geehrte Gräfin eine kleine Freude zu bereiten. No 1 ist ein Brief von Admiral Tegetthoff an mich. ...".

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Bestellnummer 2005-52
€ 4800,-


Tirol

4%ige Schuldverschreibung des Landes Tirol über 5000 Kronen, farblithographierter Doppelbogen, in-4, Innsbruck, 1. 1. 1920. - Mittelbug, hinterer Bogenteil (Tilgungsplan) mit hinterlegtem Randriss. Inliegend Zinskupons für die Jahre 1924-1930.

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Bestellnummer 1902-87
€ 65,-


Torberg, Friedrich, Schriftsteller (1908-1979)

Maschinbrief mit eigh. Unterschrift ("Torberg"), 1 Seite, kl-4, Wien (gedr. Briefkopf), 2. 7. 1958. - An den Dichter Felix Braun. "... Meine Sekretärin berichtete mir von den beschämend freundlichen Worten, die Sie für meine Gedichte gefunden haben. Leider hat sie vergessen, wozu die 'Ballade auf den Tod eines Fußballspielers' das Pendant ist ... ". Äußert sich über eine Auswahl von Gedichten. "... Sie enthält kein einziges von den fünf oder sechs wirklich guten Gedichten, die ich zustandegebracht habe (oder zustande gebracht zu haben glaube). Hoffentlich werden Sie mir rechtgeben, wenn ich Ihnen dann im September das Buch zuschicke. ... Ich selbst werde übermorgen zu einer schon vor meinem Unfall fixierten Kur nach Bad Goisern geschleppt und scheide für die nächsten Wochen aus dem Kreise der zivilisierten Menschheit aus ...".

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Bestellnummer 1802-90
€ 160,-


Unruh, Hans Victor von, Politiker (1806-1886)

Eigh. Schreiben mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Berlin, 9. 1. 1849. - In Erwartung seiner baldigen Verhaftung an einen Redakteur. "Einliegend übersende ich Ihnen ganz ergebenst meinem gestrigen Versprechen gemäß einen anderen Schluß für meine Schrift, den Sie statt der im Manuscript schließenden Schlußbemerkung drucken lassen wollen, und zwar recht schnell: denn die Nachricht von unserer Verhaftung bestätigt sich. Wahrscheinlich erfolgt diese morgen oder übermorgen, wenn der Criminalsenat in seiner morgenden Sitzung nicht eben sich anders besinnt. Werde ich nicht verhaftet so treffe ich morgen Mittag in Magdeburg ein und besuche Sie. Ergebenst v.Unruh / P.S. Wenn Sie wollen lassen Sie den einliegenden Schluß als Probe in der Faberschen Zeitung abdrucken; ich rate dringend dazu. Die Zeitung nimmt den Artikel unentgeltlich auf." - Bleistiftnotizen von fremder Hand. Mit altem Sammlerumschlag.

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Bestellnummer 1703-92
€ 220,-


Urzidil, Johannes, Schriftsteller (1890-1970)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 2 Seiten auf Doppelblatt, in-8, Prag (gestempelter Briefkopf) oder Glöckelberg im Böhmerwald ("bis 31. August"), um 1936. - (An Paul Eger.) Schlägt das Drama "Rebell in der Arche" des Schweizers Arnold Schwengeler zur Aufführung in Prag vor. "... Das Stück spielt in einem mythischen Milieu, das deshalb gewählt wurde, weil der unverkennbare Zeitbezug so allgemeiner zugänglich gemacht werden kann. Ich stelle mir vor, daß es, - wenn völlig unpathetisch und sachlich gespielt -, einen großen Eindruck machen kann. ... Ich darf mir erlauben, Sie zu bitten, dieses Drama daraufhin zu lesen, ob Sie es in Ihr Repertoire einreihen können. Bei dem notorischen Mangel an guter zeitgenössischer Dramenliteratur wird Ihnen diese Möglichkeit vielleicht sehr willkommen sein. ... Auch aus politischem Gesichtspunkt scheint es mir passend, in Prag einmal das Stück eines Schweizers aufzuführen. Die Prager Aufführung würde in der Schweiz ein bedeutsames Echo haben und die Wechselseitigkeit der beiden demokratischen Kulturen würde vertieft."

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Bestellnummer 2003-92
€ 240,-


Ustinov, Peter, Schauspieler, Autor und Regisseur (1921-2004)

Billet in Postkartengröße mit aufgezogenem reproduziertem Farbfoto, eigh. Widmungszeile und Unterschrift (um 1995). - "Für Daniela Berschke Herzlichst P. Ustinov". - Das Foto mit kleinem Farbstrich.

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Bestellnummer 2001-89
€ 55,-


Velde, Henry van de, Architekt und Designer (1863-1957)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 1/4 Seiten, kl-8 (Doppelblatt mit Trauerrand), "dimanche matin" (Poststempel Berlin 1902), mit eigh. Kuvert. - An Dr. Bondi in Berlin (vermutlich der Rechtsanwalt, Notar und Kunstsammler Felix Bondi, 1860-1934). Übersendet ihm Entwürfe und lädt ihn zur Besichtigung seiner letzten Arbeiten für den Bankier Julius Stern ein. "Cher Monsieur / Je me réjouis de l'annonce de votre présence et de celle de Madame Bondi à Berlin. Les évenements que vous savez m´ont éloigné de tout espèce de travail pendant une quinzaine de jours et aujourd'hui encore tout m'apparait bien trouble. Je pourrai pourtant vous soumettre des esquisses assez avancées pourque vous pussiez faire une idée de mes intentions. Mes explications suppléeront pour le moment à ce qui qui n'est pas encore défini dans mes dessins. Voulez-vous venir ici Mardi prochain vers 3h? après avoir conféré ici nous nous rendrions chez Mr. le Dir. Stern où je souhaite de pouvoir vous montrer mes dernières créations. Veuillez croire, cher Monsieur à mes meilleurs sentiments et présenter mes hommages à Madame Bondi. Cordialement Henry v. d. Velde". - Das Kuvert mit Gebrauchsspuren und Empfängervermerken.

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Bestellnummer 2102-91
€ 1400,-


Verdi, Giuseppe, Komponist (1813-1901)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, Sant'Agata, 12. 11. 1890. - An den Schuhmacher Giovanni Zaffignani in Piacenza, dem er eine Anweisung von 94 Lire als Bezahlung von Schuhen für seine Gattin und sich übersendet und dafür um eine Empfangsbestätigung bittet. "Eg[regio] Sig[nor] Raffignani / Le spedisco un vaglia di L[ire] 94,- a saldo dell'ultima sua nota per la calzatura di mia moglie e mia. - Pregandola di un rigo di ricevuto mi dico il suo G. Verdi". - Mit eigenhändigem Briefkuvert; leicht stockfleckig, das Kuvert mit Gebrauchsspuren.

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Bestellnummer 2202-93
€ 3600,-


Virchow, Rudolf, Mediziner, Anthropologe und Politiker (1821-1902)

Eintrittskarte zu seinen Vorlesungen über spezielle pathologische Anatomie und Knochenkrankheiten im Sommersemester 1887 an der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität. Von fremder Hand ausgefüllter Vordruck auf gelblichem Karton (7 x 9 cm) mit eigenhändiger Unterschrift "Virchow". - Etwas knittrig, Eck- und Randmängel, leichte Wischspur beim Namenszug, Rückseite mit Bleistift bekritzelt.

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Bestellnummer 2109-90
€ 300,-


Voronoff, Serge, Chirurg (1866-1951)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 2 1/2 Seiten, in-8, Nizza, 11. 5. 1913. - Über einen missglückten Tierversuch mit Schafen. "Cher ami, Oui, j'ai mon agneau et je l'ai depuis le 9 Janvier, mais je n'en parle pas. Je Vous le montrerai le mois prochain à Paris. Il est, malheureusement, dans un bocal d'alcool - la brebis a avorté à 3 mois et demi, ou plus tôt près de 4 mois. Il ne faut pas en être trop surpris. Les brebis avortent très facilement. Mais, craignant le mauvais effet d'une pareille nouvelle sur le public ... qui pourrait incriminer la greffe même, je prefère ne pas faire connaître ma petite mesaventure et attendre la naissance d'autres agneaux. C'est en quoi je crois à présent plus que jamais. Et j'en aurai. C'est une question de temps et je crois, qu'il vaut mieux, pour la cause que je deffend[!], de m'armer de patience. N'est ce pas votre avis? A bientôt. Cordialement à Vous S. Voronoff". - Mit gedrucktem Briefkopf "Laboratoire de Chirurgie". Tintenschrift teilweise etwas verfließend und stärker durchschlagend, jedoch gut lesbar.

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Bestellnummer 2202-95
€ 275,-


Wagner, Richard, Komponist (1813-1883)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, in-8, ohne Ort und Datum (nach Bleistiftvermerk eines Vorbesitzers Paris, 26. 6. 1860). An seinen Pariser Musikverleger und Freund Gustave-Alexandre Flaxland (1821-1895). "Ach, mein verehrtester Herr Flaxland! Da komme ich wieder mit einer Plage. Ich bin heute übermässig beschäftigt, mein Diener ist sehr dumm und weiss nicht Französisch. Andrerseits weiss ich, dass der Empfang von Musikalien, wie die beiliegend angezeigten, mit Chicanen verknüpft ist; jedenfalls aber haben Sie Jemand, der so etwas gut besorgt. Also -: haben Sie doch die grosse Güte, mir schnell die angekommene Musik (ich hoffe, die sehnlichst erwartete Partitur von Tannh.) auslösen zu lassen, damit ich sie heute vor Abend noch bekomme. Seien Sie mir nicht böse! - Ich hoffe Sie noch zu sehen, und bleibe jedenfalls Ihr sehr ergebener Richard Wagner." Geschrieben auf dünnem rosafarbenem Papier; hinten am Falz des Bogens ist eine handschriftliche Übersetzung des Briefs ins Englische angeheftet.

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Bestellnummer 2205-76
€ 6800,-


Wagner, Wolfgang, Regisseur (1919-2010)

Porträtfoto 18 x 12,5 cm (Aufnahme Lauterwasser, Bildarchiv Bayreuther Festspiele) mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift, Bayreuth 1984. - Beiliegend maschinschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift, 1/2 Seite, kl-4, Bayreuth (Briefkopf der Festspiele), 24. 5. 1967. - Dankt einem Intendanten für die Freigabe einer Tänzerin. "... Ich hoffe sehr, Sie in diesem Jahr einmal in Bayreuth zu sehen ...".

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Bestellnummer 2009-74
€ 175,-


Wassermann, Jakob, Schriftsteller (1873-1934)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite auf Doppelblatt, kl-8, Wien (Briefkopf), 3. 3. 1910. - An Franz Servaes. "Lieber Doktor Servaes, es wäre mir sehr lieb, wenn Sie mir eine Zeile schrieben, wie es Ihnen geht, ich erhalte die widersprechendsten Nachrichten. Momentan sind Fischers für ein paar Tage hier, und ich bin sehr in Anspruch genommen, habe auch die letzten Wochen zum Teil auf dem Semmering verbracht. Nächste Woche will ich Sie besuchen, und hoffe, daß Ihnen der Mittwoch oder Donnerstag paßt. Mit vielen Grüßen Ihr Jakob Wassermann." - Ecken etwas knittrig, Tintenflecke.

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Bestellnummer 2202-98
€ 200,-


Werfel, Franz, Schriftsteller (1890-1945)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, gr-8, Wien, ohne Datum (wohl Frühjahr 1918). - An Max Krell. "Sehr geehrter Herr Krell, ich gebe Ihnen gern die Erlaubnis zum Abdruck des Dschin in Ihrer Anthologie. - Es tut mir leid, daß gerade dieses Stück nicht sehr gut ist. - Wenn ich ein besseres kurzes Prosastück in meinen Papieren finde, will ich es Ihnen schicken. Mit sehr ergebenen Grüßen Ihr Franz Werfel / Wien dzt. Hotel Bristol Alt." - Falt- und Wischspuren.

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Bestellnummer 2005-58
€ 750,-


Wien um 1900

"Zum Andenken. Ein Autographen Album mit Sinnsprüchen deutscher Dichtung". Kleines Album (8,5 x 12 cm, verlegt bei Theo Stroepher in Nürnberg) mit Wiener Firmenstempel. Illustrierter Halbleinenband mit Illustrationen in Chromolithographie, gedruckten Sprüchen ohne Autorenangabe und Leerfeldern zur Eintragung von Autogrammen; insgesamt ca. 25 Blätter, darin 7 Signaturen meist von Schauspielern und Sängern, fallweise mit eigenhändigen Zusätzen, teilweise datiert 1897/1901, zweimal mit Ortsangabe Wien; die übrigen Leerfelder unbeschrieben.

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Bestellnummer 2105-92
€ 160,-


Wiener Medizinische Schule, Zweite

Gedruckte und geschriebene Urkunde auf Papier mit eigenhändiger Unterschrift von Joseph Skoda ("Prof. Jos. Skoda, Oberaufseher") sowie drei Gegenzeichnungen, quer-gr-folio (49 x 60 cm), Wien, 19. 2. 1859. - Ehrenmitgliedschaft des "medicinischen Unterstützungs-Vereines für hülfsbedürftige Collegen" für Dr. Wilhelm Fleischmann, Ritter des Franz Josef Ordens. Mit teilweise goldgedruckter allegorischer Darstellung (Lithographie bei J. Rauh). - Dekoratives großformatiges Dokument mit nur unbedeutenden Gebrauchs- und Alterspuren.

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Bestellnummer 2105-93
€ 300,-


Wigner, Eugene Paul, Physiker und Nobelpreisträger (1902-1995)

"The Use and Ultimate Validity of Invariance Principles." Vollständiges eigenhändiges Manuskript eines Kongressbeitrags, 4 1/2 Seiten (liniertes Papier) mit Klammerheftung, kl-4, Triest, 7. 9. 1983. "... Let me first mention the three fundamental concepts of physics of which the invariance principle is one: Critical conditions, laws of nature, invariance principles or symmetries ... Heisenberg said that that the ultimate meaning of quantum mechanics is the provision of the collision matrix. Is this really observable? ... phenomena may be discovered which violate some of the invariances wildly - as did the [beta]-decay the reflection invariance. That was a shock to me ... let me remind you how useful the invariance principles were in the past, and are now. Without their existence we could not have recognized laws of nature and all our physics, in fact our existence, would be different ...". Mit etlichen Korrekturen und Zusätzen, jedoch ohne Signatur. Zugehöriges Briefkuvert mit Stempel der Princeton University beiliegend.

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Bestellnummer 2202-99
€ 580,-


Wilder, Thornton, Schriftsteller (1897-1975)

Eigh. Brief mit Unterschrift "Thornton", 2/3 Seite, kl-4, Washington DC, 11. 4. 1943. - "Dear Mrs. Wilkins: ... and with a schoolmasters's professional promptness at seven ...". - Falt- und leichte Knitterspuren, Sammlervermerke in Bleistift.

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Bestellnummer 2005-59
€ 160,-


Wildgans, Anton, Schriftsteller (1881-1932)

Eigenhändiges Gedicht mit Unterschrift "A. Wildgans", 2 1/2 Seiten, kl-8, ohne Ort, "Zum 26. Mai 1900", mit goldprägtem Monogramm. - Hochzeitsgedicht an eine Braut mit 5 Strophen zu je 8 Zeilen. "Ein Augenblick, der Welten trennet, / Du liebe Braut, ist dir geschenkt. / Was du geträumt, was du ersehnet / Ward dir zur Wirklichkeit gelenkt. / Ein Augenblick ist's, eine Schwelle / Der hoffnungsvollen Blüte gleich, / Die keimend aus verborg'ner Zelle / Aufknospet in der Sonne Reich. ...". - Auf der unbeschriebenen letzten Seite ein alter Vermerk "Hilda".

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Bestellnummer 2102-97
€ 480,-


Wildgans, Anton, Schriftsteller (1881-1932)

Eigh. Albumblatt mit Unterschrift, kl-8, Graz, 19. 3. 1923. - Acht Zeilen aus dem Trauerspiel "Armut": "Hänge hat er schon angehaucht / Südlicher Odem die Schwingen schwer / Flügelt der Wind vom Gebirge her / Und die Gärten erschauern, / Und die Gärten ahnen das Meer, / Bruderpalmen im Sonnenschein, / Blühende Winden und blühenden Wein / Auf göttlich verwitterten Mauern ...". - Mit dreiseitigem Goldschnitt.

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Bestellnummer 2005-60
€ 240,-


Wildgans, Anton, Schriftsteller (1881-1932)

Montierte brauntonige Originalfotographie (Bromsilberabzug) um 1930, vom Fotographen Hermann Brühlmeyer (1892-1966) auf dem Trägerkarton signiert, Bildformat 22 x 17 cm, Gesamtgröße 39,5 x 29,5 cm.

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Bestellnummer 1603-93
€ 110,-


Wilhelm I., deutscher Kaiser, König von Preußen (1797-1888)

Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "Wilhelm", 1 Seite, in-8, ohne Ort (wohl Berlin), 5. 9. 1872. - Erlass zum Dreikaisertreffen. "Es sollen nicht nur die Pfeiffer zu den Trommeln, sondern auch die Musiker des Infanterie u. Cavaleriez[u)gs in diesen Tagen, weder die russische noch österreichische Volks-Hymne als Märsche blasen." - Rechts oben rot nummeriert, rückseitig Bleistiftvermerk von 1873 und leichter rezenter Schriftabklatsch.

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Bestellnummer 1909-98
€ 750,-


Wolf, Hugo, Komponist (1860-1903)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 4 Seiten, kl-8, Wien, 18. 1. 1895, mit eigh. Kuvert. - Ausführliches Schreiben an seinen Freund und Förderer, den Richter und Komponisten Oskar Grohe in Mannheim. "Mein lieber Freund! Ein Wunder, ein Wunder, ein unerhörtes Wunder ist geschehen. Der lang ersehnte Operntext hat sich endlich gefunden; Fix und fertig liegt derselbe vor mir u. ich brenne nur so vor Begierde mich an die musikalische Ausführung zu machen. Sie kennen doch die Novelle "der Dreispitz" von Pedro de Alarcon. Dieselbe ist bei Reclam erschienen. Frau Rosa Mayreder, eine, mir seit Jahren bekannte, geniale Frau, hat das Kunststück fertig gebracht die Novelle in ein äußerst wirkungsvolles Opernbuch umzuwandeln u. sich künstlerisch auf der Höhe des Dichters zu halten. Freund Schalk, dem ich das Buch vorgelesen äußerte sein überschwengliches Entzücken über die außerordentliche Kraft u. Geschicklichkeit der Verfasserin u. meinte, es sei die komische Oper par excellence. ..." Weiters über eine erhoffte finanzielle Unterstützung durch den Freiherrn Franz von Lipperheide. "... In zwei Jahren längstens hoffe ich das Werk vollenden zu können. Mit aller Macht drängt es mich den Wirrsalen meiner jetzigen Verhältnisse zu entfliehen, der mich umgebenden Stickluft zu entweichen, um neue Eindrücke auf mich einwirken zu lassen. Mit Recht schreibt einmal der unglückliche Stauffer-Bern an Peter Halm: 'Lokalwechsel ist sehr gut, merke Dir das. Ist man zu lange an einem Ort, so lullt man sich sachte in eine gewisse Selbstgenügsamkeit ein, zu welcher gute Freunde u. die liebe Faulheit (Geistesfaulheit) das ihrige beitragen.' Wie wahr! ... Partitur u. Klavierauszug des so lange zaudernden Feuerreiters haben Sie wohl schon erhalten? Den Hymnus habe ich nicht verkauft. Schott druckt ihn zwar auf seine Kosten, aber das Eigenthumsrecht hat er nicht erworben. Dieser Tage geht mein Gesuch an den deutschen Kaiser ab, dem das Stück gewidmet werden soll. Ich bin höchst begierig zu erfahren, ob mein Gesuch in Gnaden erledigt wird. Zwei bis drei Wochen werde ich auf den Bescheid wohl warten müssen. Prof. Schmidt in Berlin wird den Hymnus auf Ochsen's Veranlassung aufführen. Und somit: 'Gnade Gott der Sache dein.' Das hätte ich schon in die Partitur des Feuerreiters hinein schreiben sollen. Aber gute Gedanken kommen leider oft zu spät. Herzliche Grüße von Ihrem still getreuen Hugo Wolf." - Vollständige Transkription beiliegend.

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Bestellnummer 2001-98
€ 4800,-


Wolf-Ferrari, Ermanno, Komponist (1876-1948)

Billet mit eigh. Notenzeile, Grußformel und Unterschrift, 7 x 11,5 cm, Venedig, 29. 10. 1909. - 3 Takte aus der 1901 entstandenen Kantate für Sopran, Bariton, Chor und Orchester op. 9 "La vita nuova" mit unterlegtem Text "Tanto gentile tanto onesta pare la donna mia ..."

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Bestellnummer 1806-100
€ 450,-


Wolf-Ferrari, Ermanno, Komponist (1876-1948)

Eigenhändiges Albumblatt mit Unterschrift (aus dem Gästebuch des Ehepaares Baron von Stranz), Altaussee, 24. 12. 1943. "Ricorderò sempre il bel Natale in casa della Baronessa e del Barone v. Strantz al Alt Aussee, dove non ci sono bonbons nè anglesi nè americani ...".

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Bestellnummer 1902-97
€ 275,-


Wolff, Pius Alexander, Schauspieler (1782-1828)

Eigh. Brief an die Hoftheater-Direktion (in Weimar), 1 Seite, gr-8, Weimar, 8. 10. 1812. - "Einer Herzoglichen Hoftheater Directions Commission gnädigst erlassenen Schreiben vom 6.ten zu Folge ist alles berichtigt, was die Contracts Verlängerung zwischen uns bisher verzögern konnte, ich danke hiermit auch für das Letztbewilligte, und bitte mir den neuen Contract zur Unterschrift zu übersenden. Mit der grösten Hochachtung verharrend Einer Herzogl. Hoftheater Directions Commission gehorsamster Diener Wolff." - Etwas gebräunt, kleine Randmängel.

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Bestellnummer 1603-26
€ 480,-


Wussow, Klausjürgen, Schauspieler (1929-2007)

Kopie eines Typoskripts (A4, 13+1 pp) mit polemischen Gedanken zum zeitgenössischen Theater und insbesondere zur Situation des Wiener Burgtheaters in der Ära Klingenberg, Wien, August 1974 bzw. 9. 9. 1974; dazu angehefteter Maschinbrief mit eigh. Anmerkung und Unterschrift an den Autor, Musiker und Kabarettisten Gerhard Bronner, ohne Ort, 8. 6. 1981. - Eine Ecke des Typoskripts auf zwei Seiten fleckig.

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Bestellnummer 1906-50
€ 300,-


Ysaÿe, Eugène, Komponist und Geiger (1858-1931)

Porträtpostkarte mit bildseitiger Signatur "E. Ysaÿe", 1909. - Unten geringfügig beschnitten, Rückseite leicht gebräunt. - Beiliegend eine unsignierte Bromsilber-Porträtpostkarte um 1910 (Aufnahme Oscar Brettschneider, Verlag Louis Blumenthal, Berlin; rückseitig Montagespuren).

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Bestellnummer 2205-80
€ 370,-


Zeno, Apostolo, Dichter und Gelehrter (1668-1750)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "A. Z.", 1/2 Seite auf Doppelblatt, gr-8, Venedig, 25. 8. 1733. - Nach Angabe eines Vorbesitzers auf der Rückseite des Bogens an den Architekten Marchese Polini. Schreibt über seinen verstorbenen gelehrten Freund, den Abate Antonio Viotti aus Parma, der sich längere Zeit in Venedig aufhielt und dort in enger Verbindung mit den Dichtern Giuseppe und Pietro Durli stand. "... Ho ricevuto con una vostra il libro … che mi avete rimandato; e ve ne ringrazio. L’Abate Antonio Viotti, Parmigiano, è stato molti anni in Venezia, e ha conversato con quanti uomini di lettura allor vi fiorivano, e in particolare coi Sigg. fratelli Durli, Giuseppe e Pietro, il secondo de' quali ancor vive. Ogni sera capitava alla botega del Purini, librajo … speciale nel campo della Guerra. Era uomo assai versato ne' buoni studj, e in particolare nella filosofia, e aveva sapere anche nella mattematica … Egli è stato mio familiariss[im]o amico, ed un meritevole … State sano, e amatemi come io vi amo …". - Geringfügig gebräunt und am Unterrand etwas knittrig, eine Unterstreichung von fremder Hand.

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Bestellnummer 2109-99
€ 1200,-


Zionismus - Wolffsohn, David (1855-1914)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4 (liniertes Papier), Eastbourne, 29. 4. 1910. - An Heinrich Steiner. "Sehr geehrter Herr Steiner / Ihre verschiedenen Briefe habe ich sämtliche zeitig erhalten. Ich danke Ihnen für alle Ihre intressanten Mitteilungen und bitte Sie, mich güt[igst] entschuldigen zu wollen, dass ich Ihnen erst heute antworte. Seit mehr als 2 Monaten bin ich fast immer auf Reisen und die wenigen Tage in Köln, reichten kaum, um nur die allerdringendsten Sachen zu erledigen; zum Schreiben kam ich fast nie. Es hat mir ausserordentlich leid getan, dass Sie soviel Ärger mit den Wiener Herren hatten. Sie sollten sich wirklich weniger daraus machen und sie einfach laufen lassen. Ich hatte schon eine langwierige Correspondenz mit der Gesellschaft, weil ich die Aufnahme des Beschlusses in der Welt verweigerte. Erst als sie die beleidigenden Stellen ausschalteten, nahm die Welt sie auf. Die einzige Möglichkeit wäre, dass Sie die Sache vor der Jahresconferenz, die Ende Juni in Berlin stattfindet, brächten. Diese könnte ein Schiedsgericht einsetzen. Ihren letzten Brief vom 23 aus Wien schicke ich an Herrn Kann der sich jetzt mit allen unseren finanziellen Angelegenheiten beschäftigt. Herrn Cowen habe ich Ihren Brief persönlich in London übergeben. Er entsinnt sich nicht mehr welche Vorschläge Sie ihm gemacht haben und will Ihnen direct schreiben. Ich bleibe in England bis zum 8tn Mai. Vielleicht werde ich anfangs Mai in Wien sein, dann könnten wir alles mündlich besprechen. Ich möchte auch gerne Ihre Eindrücke über Palästina hören -. Viele Grüsse von Ihrem ergebenen D. Woffsohn". - Fleckig und etwas knittrig, minimale Randmängel.

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Bestellnummer 2105-99
€ 1600,-


Zita, Kaiserin von Österreich (1892-1989)

Eigenhändiger Telegrammentwurf (Bleistift) mit Unterschrift, 1 Seite, quer-8, ohne Ort und Datum (vermutlich 1919). - An Baronin Malsen in Staad. "... Innigen Dank [für] Telegramm / habe Mama nachtelegrafiert / Brief noch nicht da[.] Herzlichste / Grüsse / Zita." - Oben und unten unregelmäßig beschnitten, Faltspuren.

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Bestellnummer 2105-100
€ 560,-


Zweig, Stefan, Schriftsteller (1881-1942)

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Marienbad (Villa Souvenir), 1. 8. 1937. - An einen Bekannten in London. "Dear Mr. Maudsley, my best thanks for your letter. I am sorry for you, that you cannot make your cure but I hope you will enjoy the Dolomites and be favoured by excellent weather. I am extremely content with my cure here, I go up very early at 6 o'clock and make extensive walks of 1 1/2 - 2 hours in the forests before breakfast and enjoy by this the advantage to see nobody of the big crowds here, which are not very sympathetic. Than[!] I have an hour of 'massage' and a mud-bath (against my lumbago, which has already completely disappeared), the afternoon belongs to my work and to new walks. Altogether I have lost seven pounds of weight and feel much easier. About the 15the[!] of August I leave for Austria and Switzerland and shall be back in London about the the 20th of September. I hope to find you quite refreshed and my best wishes follow you on your well-merited holiday / Sincerely yours Stefan Zweig". Knittrig und stellenweise etwas fleckig. - Beiliegend ein reproduziertes Porträtfoto 21 x 16 cm (Aufnahme Atelier Fayer, Wien).

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Bestellnummer 2102-99
€ 1600,-