Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 2 1/2 Seiten, gr-8, Würzburg, 23. 3. 1905. - Bittet den befreundeten Schriftsteller Peter Rosegger, den ehemaligen Redakteur des "Heimgarten", ihm bei der Eintreibung einer ausständigen Zahlung behilflich zu sein. "Lieber Freund! Dießmal muß ich Dir einen reinen Geschäftsbrief schreiben - dafür erhältst Du nächstens einen reinen Freundschaftsbrief. Du erinnerst Dich, daß wir bei Begründung des Heimgartens für Beiträge ein Honorar von 80 fl [Gulden] pro Bogen verabredeten. Ich habe in dieß Blatt den Dietrich von Bern, den faulen Hanns und Schule und Leben geliefert und einmal eine Zahlung von 100 fl erhalten. Da nun eine weitere Zahlung nicht erfolgte, habe ich dreimal ... an die Redaction geschrieben ... Ich weiß, daß Du als längst ausgeschieden aus der Führung des Blattes nicht verpflichtet bist, Dich um diese unser beider sehr unwürdige Sache zu kümmern, ersuche Dich aber, da ich ganz ausschließlich um deiner Person willen Mitarbeiter des Blattes wurde, diesen meinen Brief ... an Herrn Pustet zu schicken, der dann ohne Zweifel wißen wird, was er zu thun hat ...". - Auf bläulichem, fein kariertem Papier.
Die Freundschaft zwischen den beiden Schriftstellern geht auf das Jahr 1894 zurück, als Dahn nach einem Angriff auf Rosegger in der Berliner Presse mit diesem zu korrespondieren begann. Die gemeinsame deutschnationale, jedoch nicht dezidiert antisemitische Gesinnung förderte ihren regen geistigen Austausch.
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