Sonnenfels, Joseph von, Jurist und Aufklärer (1733-1817)


Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 3/4 Seite auf Doppelblatt, in-8, (Wien), 23. 12. (um 1810/1815). - An einen unbekannten Empfänger betreffend einen Streit rund um die Gründung des Wiener Polytechnikums, den Vorläufer der heutigen Technischen Universität. "Ich gebe mir die Ehre, Euer Hochwohlgeborn beygehenden Aufsatz zu übersenden: ich glaubte demselben zur Abkürzung der Arbeit sogleich als Note einkleiden zu müssen. Da S[eine] M[ajes]t[ä]t die Errichtung der Politechnik wirklich schon sanktionirt haben, so schien mir das Zuträglichste, diese Fehde auf eine ehrenvolle Art zu enden, wobey das Ansehen S[eine]r D[urchlaucht] des Herrn Curators geschirmet, und die Integrität der Akademie gerettet würde. Den 23 Xbr. Sonnenfels". Ohne die erwähnte Beilage. - In etwas zittriger Altersschrift auf dünnem Papier geschrieben, gebräunt und lichtrandig.

Sehr selten. - Das Polytechnische Institut in Wien wurde 1815 im Auftrag von Kaiser Franz I. nach längeren Vorarbeiten durch Johann Joseph von Prechtl gegründet, der es bis 1849 leitete. "Akademie": Sonnenfels war seit 1811 Präsident der Akademie der bildenden Künste in Wien; sie wurde für ihn zum Mittelpunkt seiner letzten Lebensjahre. Neben seiner Tätigkeit für den Staat als einflussreicher Jurist und Verwaltungsreformer - unter anderem ist Sonnenfels die Abschaffung der Folter zu verdanken - war der "österreichische Lessing" auch in kulturellen Belangen sehr aktiv.

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