Autographen & Varia


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Andersen, Robin Christian, Maler (1890-1969)

Zwei ausführliche Briefe seines Schwagers Karl Bruha an den Künstler, einer davon auf Briefpapier der "Ausstellung des Sonderbundes deutsch-österreichischer Künstler" in der Kunsthalle Bern (vom 20. Februar bis Ostermontag 1921), zusammen 12 Seiten, quer-8 und kl-4, Oberönz, 18. 1. 1921 und 4. 4. 1921. - Der in der Schweiz lebende Briefschreiber betreute damals die hier ausgestellten Bilder Andersens sowie des mit ihm verschwägerten Malers Anton Faistauer (1887-1930); einzelne Passagen betreffen Familiäres. "Mein lieber Robin! ... Genf ... Bis jetzt habe ich vier Kritiken (Journal de Genève, Neue Zürcher Zeitung, Solothurner Zeitung, Berner Volkszeitung) aufgefischt, einige sind noch ausstehend ... Ob F[aistauers] Bild verkauft ist, weiß ich nicht. ... Von neuen Verkäufen ist noch nichts bekannt. Es ist schlechte Zeit in der Schweiz. Die Kataloge werden mit Hand verbessert vom Sekretariat aus. Druckfehler sind bei allen Gruppen, sogar bei den Schweizern - das diene dir zum Trost. ... Bern ... Damit wird wahrscheinlich nichts. Auf den euch eingeräumten Termin ist am Sonntag eine neue Ausstellung eröffnet worden. Amiet hat sich nicht mehr gemeldet - auch Kieser nicht. In Genf ist am Sonntag Schluß. Ich bin froh. Hoffentlich wird gut abgeräumt und verschlingen die Kosten nicht den Gewinn, den erhofften. Wenn nur nichts verlorengeht bei der ganzen Geschichte! ... F[aistauer] werde ich je ein Exemplar der Kritiken und einen Katalog senden. Diese Zuvorkommenheit begehe ich wegen dem Bild, daß(!) ich ihm nie bezahlen werde. / Was ich machen konnte, habe ich gemacht. Du weißt, daß ich Euch nur im Nebenamt vertrat; und so ist es eine respektable Leistung für vier Wochen. Wenn Bern doch noch zustande kommt, will ich es über mich ergehen lassen, wie ein Walzbruder einen Wolkenbruch ..." (Brief vom 18. 1. 1921). / "Mein lieber Bruder Robin! ... Nun ist die Ausstellung zu Ende. Materiell ist das Resultat ganz negativ. Hingegen war der moralische Erfolg größer wie in Winterthur und Genf. Das(!) nichts verkauft wurde ist nicht meine Schuld. Es wurde viel intrigiert und dagegen war nicht anzukämpfen. ... Es tut mir leid, daß ich den Check auf 1 Million Kronen, den zu senden ich nach der Ausstellung imstande zu sein glaubte, nicht senden kann. Und jetzt zum Schluß wird noch die ganze Sache mit Bern, die sich ganz glatt abgewickelt hatte, verdorben. Faistauer sendet komischerweise das Geld nicht, für welches ich Bürgschaft geleistet ... Ich schreibe heute noch an Faistauer, daß er umgehend an Dr. Kieser das Geld senden soll. Es ist doch lächerlich, es wurde ja zu diesem Zwecke gesandt. Seit Faistauer das Geld hat, schreibt er mir nicht mehr ... Ich bin durch sein Verhalten sehr beleidigt, vor allem weil ich annehmen muß, daß er durch die Kritiken, in denen er nicht als Herrgott gerühmt wurde ... verstimmt ist; er ... sitzt auf den 900 Franken, als ob es seine Bruteier wären. Unterdessen gehört nicht ein Centimes davon ihm. So eine dreckige Geldgier ist mir unbegreiflich ..." (Brief vom 4. 4. 1921). - Ausführlichere Transkription beiliegend; die Identifizierung des undeutlich signierenden Briefschreibers ist Herrn Dr. Franz Smola (Österreichische Galerie Belvedere) zu verdanken.

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Best.-Nr. 1803-6
€ 450,-


Autographenfächer

Mit Band durchzogener 18teiliger Holzfächer mit insgesamt 30 Unterschriften zumeist von österreichischen oder deutschen Künstlern (darunter Otto Wagner) in Tinte oder Bleistift, um 1906/1908, Dm. 23,5 cm. - Tragbügel fehlt, sonst wohlerhalten.

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Best.-Nr. 1705-3
€ 1450,-


Faistauer, Anton, Maler und Graphiker (1887-1930)

Blatt mit 4 kleinen Federzeichnungen und zugehörigem eigh. Text (in etwas flüchtiger Schrift), 1 Seite, 30 x 12 cm, ohne Ort und Datum (um 1925). "So will ich jetzt die Christl malen. Sich irgendwie die Haar richtend u. will mich freuen auf das Hinaufrichten[.] Die runden Arme, die aus der Brust heraus wachsen ganz rund u. fest gedrechselt mit festen Gelenken mit einem schönen Kopf beschäftigt[.] Ich will die Ähnlichkeit meiden u. nur ihr rundes Kinn u. die weißen Augenhöhlen will ich treffen mit dem rund gewalzten Hals, der so merkwürdig an den den(!) Kopf gereiht ist wie eine Perle an die andere. Da[s] mag schon schön werden u. ich will glücklich sein wenn ich [es] zuweg bringe. Das Seidenkleid will ich beibehalten wie im ersten Bild, da es so schön manchesmal das Fleisch durchdringen läßt. Eine Form so schön bringts das war so mit dem ersten Bild, daß ein Arm so schön aus der Seide glitt mit seinen schwachen Reflexen des rosigen Fleisches." - Oberer Rand mit kleinen Mängeln.

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Best.-Nr. 1802-27
€ 1100,-


Holzmeister, Clemens, Architekt (1886-1983)

Maschinbrief mit gedrucktem Briefkopf und eigh. Unterschrift, 1 Seite, kl-4, Wien, 22. 1. 1932. - Übersendet dem Psychologen Hermann Swoboda Daten zu seiner Familiengeschichte. "... Meine Begabung habe ich von meinem Vater geerbt, der speziell in seinen späteren Jahren mit Erfolg auf architektonisch, dekorativem Gebiete dilletierte. Das Wesen hingegen und auch die physiognomische Ähnlichkeit habe ich mit meiner Mutter ...". - Blaustift-Unterstreichungen des Empfängers.

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Best.-Nr. 1802-46
€ 180,-


Hrdlicka, Alfred, Bildhauer, Maler und Graphiker (1928-2009)

Pressefoto 24 x 18 cm (Aufnahme Rudolf Blaha) mit eigh. Namenszug, rückseitig von fremder Hand beschriftet "Juni 1970 mit Scheffler(?)".

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Best.-Nr. 1603-35
€ 110,-


Kaufmann, Isidor, Maler (1853-1921)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8 (graues Papier mit gedr. Briefkopf), Wien, 23. 3. 1916. - Kondolenzbrief (gemeinsam mit seiner Frau) an die Witwe des Journalisten und Schriftstellers Balduin Groller (Pseudonym für Adalbert Goldscheider, 1848-1916). "... Die Kunde vom Hinscheiden Ihres so hochgeschätzten Mannes kommt mir so jäh, daß ich sie kaum fassen kann. Ich sage Ihnen mein innigstes Beileid und nehme an Ihrem großen Schmerze in all der aufrichtigen Verehrung und Freundschaft, die mich mit Ihrem Gatten verbunden hat, tiefempfundenen Anteil. Mit Ihnen trauern nicht nur jene, die Gelegenheit hatten, ihn als Künstler hochzuschätzen, sondern alle, die den grundgütigen Menschen kennen lernten ... ".

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Best.-Nr. 1705-44
€ 200,-


Kokoschka, Oskar, Maler (1886-1980)

Eigh. Ansichtskarte (The Stookans, Giant's Causeway) mit elfzeiligem Text und Initialen, Poststempel Baile Átha Cliath (Dublin), 14. 7. 1928. - An Gräfin Alexandrine Khuenburg in Nikolsburg. "Verehrte Frau Gräfin ich bin im Westen von Irland auf der Insel Achill und habe weit und breit keinen Freund. Bitte schreiben Sie mir nach Dublin Hotel Grisham von wo Post weiterbefördert wird. Hoffentlich sehe ich Sie und Ihre liebe Familie wieder einmal. Immer in alter Freundschaft Ihr OK." - Briefmarke entfernt, minimale Eckmängel.

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Best.-Nr. 1710-54
€ 370,-


Landgrebe, Erich, Schriftsteller und Maler (1908-1979)

Eigh. humoristische Zeichnung (Feder und Buntstift) mit Widmung und Unterschrift, kl-4, August 1976. - Faltspuren.

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Best.-Nr. 1609-58
€ 85,-


Lenbach, Franz von, Maler (1836-1904)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-12 (Doppelblatt), o. O. u. D. - "Verehrteste Baroness / wenn Herr Geheimrath der berühmte Mann morgen von 11 1/2 bis 12 1/2 mich beehren würde so könnte ich in dieser Zeit die Skizze des höchst interessanten Kopfes versuchen. Mich Ihrem Herrn Papa schönstens empfehlend / ganz Ihr Lenbach".

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Best.-Nr. 1803-53
€ 120,-


Liebermann, Max, Maler (1847-1935)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1/2 Seite, kl-4, Berlin, 9. 11. 1919. - "Sehr geehrter Herr Justizrat, ich beeile mich, Ihnen mitzutheilen, daß ich mich an der Spende zum 70ten Geburtstage Fritz Mauthners mit einem Betrage von Mk. Drei Hundert betheiligen werde. Mit der Bitte den Betrag bei mir einziehn zu wollen Hochachtungsvoll Dr. h. c. Max Liebermann". - Lochspuren, Rand- und Bugschäden (teilweise restauriert, Buchstabenverlust bei der Ortsangabe).

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Best.-Nr. 1803-54
€ 240,-


Profohs-Leherb, Lotte, Malerin (1934-2012)

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, kl-8, Wien? (gedr. Briefkopf), 10. 9. 1980. - Übersendet der Herausgeberin eines Prominenten-Kochbuchs ihren Beitrag (dieser nicht beiliegend).

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Best.-Nr. 1606-65
€ 135,-


Romako, Anton

Eigh. Brief mit Unterschrift, 1 Seite, in-8, Rom, "Samstag" (um 1860). - An einen Baron. "... Wollen Sie uns das Vergnügen machen und Sonntag den 4. um 7 Uhr abends bei uns speisen / Ihr ganz ergebenster A. Romako". Beiliegend 3 zeitgenössische Fotografien von Gemälden Romakos im Carte-de-Visit-Format (Atelier Michele Mang in Rom) sowie ein Billet mit einem an Romako gerichteten 6-zeiligen Gedicht seines Malerfreundes Major Franz Kühlen, Rom, 3. 1. 1860. - Der Außenseiter der Wiener Ringstraßenepoche lebte von 1857 bis 1876 in Rom, wo er eine Zeitlang als Porträtist und Genremaler erfolgreich war. - Sehr selten.

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Best.-Nr. 1701-66
€ 750,-


Rouault, Georg, Maler und Graphiker (1871-1958)

Eigh. Brief mit Paraphe "GR", 3/4 Seite, kl-4, ohne Ort und Datum (um 1925?). - In Eile geschriebener Brief mit einzelnen Korrekturen. "Cher monsieur, I. il y a quelques polémiques à propos de la publication en Mai de vos lithos. Je n'ai pas le temps de v[ou]s en causer les a fond mais dites bien n'est-il pas vrai c'est la verité que je n'ai jamais voulu de date et qu'il ya plus trois ans que je vous avais prevus - ceci repetéz ce comme moi je le fais. II. Arrangez vous avec la destinaire qui v[ou]s remettra ce qui est convenu pour echange. En hâte - meilleur souvenir GR". - Papier gebräunt.

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Best.-Nr. 1703-73
€ 550,-