Gütersloh, Albert Paris, Maler und Schriftsteller (1887-1973)


Eigenhändiger Brief mit Unterschrift, 1 Seite, quer-8, Wien (Briefkopf der Akademie der Bildenden Künste), 2. 12. (wohl um 1950). - An Emma Maria Thoma, die spätere Frau des Schriftstellers Heimito von Doderer. "Sehr verehrte gnädige Frau / Von Freund Heimito höre ich, daß es Ihnen wohl geht, was mich herzlichst freut. Und weil Sie Obgenannten bald bei sich haben, so benütze ich diese für sie beide so schöne Gelegenheit, mit diesen Zeilen im Geiste bei Ihnen zu sein. Ich wünsche Ihnen Alles, was Sie sich wünschen und überdies noch recht schöne Feiertage! Ich bin mit den besten Grüßen Ihr Ihnen wie stets ergebener Gütersloh". - Beiliegend ein maschinschriftliches Schreiben des Kunsthistorikers Heribert R. Hutter (1926-2012) an den emigrierten Juristen und Gütersloh-Sammler Robert C. Baru in den USA betreffend ein in Arbeit befindliches Buch über Gütersloh, Wien, 21. 7. 1976 (das Werk erschien im folgenden Jahr).

Der aus Baden bei Wien stammende Albert Paris Gütersloh (eigentlich Albert Conrad Kiehtreiber) trat ab etwa 1910 als bildender Künstler sowie als expressionistischer Schriftsteller an die Öffentlichkeit. 1926 erschien sein autobiographisches Werk "Bekenntnisse eines modernen Malers". Sein Freund Doderer veröffentlichte 1930 über ihn den Essay "Der Fall Gütersloh: Ein Schicksal und seine Deutung" und beherbergte ihn von 1938 bis 1948 als Untermieter in seiner Wiener Atelierwohnung, die er von der nach dem Anschluss emigrierten Malerin Trude Waehner übernommen hatte. Die aus Bayern stammende Emma Maria Thoma lernte Doderer 1937 kennen und heiratete sie 1952. Gütersloh selbst leitete von 1945 bis 1962 eine Meisterschule für Malerei an der Wiener Akademie der bildenden Künste und richtete hier eine Fresko- und Gobelinschule ein.

Order no. 2603-17
€ 260,-

Please click images to enlarge.
To catalog

Orders:
wa@nebehay.com
Tel. +43 1 512 54 66

Shipping prices on request.
Our Terms & Conditions apply.