Lwow, Alexej Fjodorowitsch, Violinist und Komponist (1798-1870)


Eigenhändiger Brief in französischer Sprache mit Unterschrift, 1 Seite (Trauerrand), in-8, ohne Ort und Jahr (6. Dezember). - An einen Herrn bezüglich eines Treffens. "Mon cher Monsieur Kupffer. J'ai tout-a-fait oublié que Jeudi dans la soirée, j'ai une grande répétition au Chartres. Mais si vous voulez venir Jeudi à 3. heures, je suis à vous juqu'à 5. - J'ai envoyé prevenir ... [ungelesen]. - Tout à vous / Alexis de Lvoff". - Rückseitig alter Sammlervermerk.

Lwow wurde in Reval geboren, stammte aus dem Fürstengeschlecht der Rurikiden und diente in der russischen Armee als Ingenieur. Er erreichte hier den Rang eines Generals und wurde zum Adjutanten von Zar Nikolaus I. ernannt. 1833 komponierte er nach einem Text von Wassili Schukowski die Hymne "Bosche, Zarja chrani!" (Gott, schütze den Zaren), die bis 1917 die Nationalhymne des Russischen Reichs war; die Melodie wurde später auch von Tschaikowski verarbeitet. In St. Petersburg leitete er die kaiserliche Hofsängerkapelle, gründete ein Streichquartett und veranstaltete in seiner Privatresidenz wöchentliche Konzerte, an denen gelegentlich auch musikalische Größen wie Franz Liszt, Robert und Clara Schumann oder Hector Berlioz teilnahmen.

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