Lacy, Franz Moritz von, Feldherr (1725-1801)


Diktatbrief in französischer Sprache mit eigh. Unterschrift "Lacy m[anu] p[rop]ria", 1 Seite, gr-8, Wien, 4. 8. 1790. - An Prinz Friedrich August von Nassau-Usingen, Feldmarschall in österr. Diensten, den er wegen des Friedensschlusses mit Preußen nicht mehr im Feld treffen kann. "Mon Prince! J'aurois été enchanté de Vous voir des Nôtres en Campagne, Si les Circonstances n'avoient pas changé. Mais comme l'Accomodement avec le Roi de Prusse a été Signé, et que par là il est probable que nous aurons bientôt une paix générale; il ne me reste, Mon Prince, que des regrêts, de voir évanouir l'occasion de me trouver avec Vous dans les champs de la gloire, et de Vous y renouveller les sentimens très distingués avec lesquels j'ai l'honneur d'être Mon Prince Votre très humble et très obéissant Serviteur ..."

Österreich hatte im Februar 1788 als Allierter Russlands der Türkei den Krieg erklärt; es kam zu Kämpfen auf dem Balkan, in deren Verlauf Feldmarschall Laudon Belgrad eroberte. Im Januar 1790 verbündete sich Preußen (und bald darauf auch Polen) mit den Osmanen. Beendet wurden die Feindseligkeiten durch die im Brief angesprochene Konvention von Reichenbach (27. 7. 1790) und den Frieden von Sistowa (4. 8. 1791); Österreich verzichtete auf Gebietsansprüche gegenüber der Türkei, Preußen beendete die Unterstützung des Aufstands in den österr. Niederlanden. - Feldmarschall Lacy, Präsident des Hofkriegsrates unter Maria Theresia und Rivale von Ernst Gideon von Laudon, erwarb sich große Verdienste um die Reorganisation die österr. Armee. Er kaufte 1765 das Gut Neuwaldegg in Wien-Hernals, in dessen Park er auch begraben liegt. Autographen Lacys sind im Handel selten.

1810-56
€ 275,-

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