Karl VI., röm.-deutscher Kaiser (1685-1740)


Gedruckte Verordnung mit eigh. Unterschrift "Carolus", großem papiergedecktem Siegel und zwei Gegenzeichnungen, 8 Blatt, kl-4, Wien, 1. 3. 1725. - Erneuerung, Ergänzung und Verschärfung des Tabakpatents vom 11. 3. 1723 mit detaillierten Bestimmungen zur Herstellung von Rauch- und Schnupftabak und dem Handel damit. Bei Verstößen drohen teilweise drakonische Strafen: "... verordnen und setzen Wir hiemit, daß all-die jenige, so dieses Unser Patent entweders mit der Einfuhr oder in andere Weg überschreiten, und die verwürckte Straf zu bezahlen ohnfähig seynd, das erstemal, als sie betretten werden, auf 3. Monat ohne Eisen, das anderte mal aber auf 6. Monat mit würcklicher Anschlagung Eisen und Banden in Unseren Festungen bloß gegen Reichung der nöthigen Alimentation zur harten Arbeit angehalten ... werden sollen ...". Die letzte (weiße) Seite mit Registraturvermerk. - In modernem Pappband mit Buntpapierbezug; frisch und nahezu fleckenfrei.

Karl VI. hatte 1722 den adeligen portugiesischen Marranen Moses Lopez Pereira (auch Diego d'Aguilar genannt) zur Reorganisation des Tabakwesens nach Wien berufen. Dieser übernahm gegen Zahlung hoher Summen an die Hofkammer die Pacht des Tabakmonopols und konnte dafür selbst über die Einrichtung der Tabakmanufakturen und die Höhe der Tabakpreise bestimmen. Verbittert über Intrigen der böhmischen Stände und der heimischen Kaufmannschaft sowie über die illegale Tabakeinfuhr durch ausländische Botschafter legte er 1748 die Pacht zurück.

1802-49
€ 750,-

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