Conrad von Hötzendorf, Franz Graf, Feldmarschall (1852-1925)


Eigh. Briefkarte mit Unterschrift, 2 Seiten, quer-12, mit Trauerrand, ohne Ort, 3. 2. 1915. - (An seinen Freund Paul Schulz, damals Vizepräsident des Rechnungshofs, später Abgeordneter im Herrenhaus.) "Hochverehrter Freund! Herzlichst Dank für Deine freundlichen Zeilen; - selbstverständlich steht der Reise der Gräfin nichts entgegen und habe ich Auftrag gegeben, daß alles Erforderliche vorgesehen wird. - Die betreffenden Documente (: Fahrlegitimation, Reiseroute et[c.] et[c.]) werden von hier an Dich gesendet werden; - erwünscht wäre telegrafische Bekanntgabe des Abreisetages, damit ein Coupé sicher gestellt werden kann. - Sorge, Ärger, Mangel an Zeit hinde[r]n mich Dir länger zu schreiben, - hoffentlich komme ich aber doch bald zu einem freieren Moment für einen längeren Brief. - Mit herzlichem Gruß Dein aufrichtig ergebener Conrad F[eld]m[arschall]".

"Reise der Gräfin": Im Jänner 1915 hatte Kriegsminister Alexander von Krobatin (möglicherweise nach persönlicher Intervention von Kaiser Wilhelm II.) bewilligt, dass Conrads Geliebte Gina von Reininghaus für vier Tage zu ihm ins Hauptquartier des Alliierten Oberkommandos in Teschen reisen durfte, was für einiges Aufsehen sorgte. Bald nach ihrer Rückkehr willigte Ginas Ehemann Hans von Reininghaus (vermutlich unter Mitwirkung des Briefempfängers Paul Schulz) in die Scheidung ein, und nach Überwindung weiterer Hindernisse wurde Gina von Reininghaus im Oktober 1915 Conrads zweite Ehefrau.

1903-10
€ 300,-

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