Braun, Felix, Dichter (1885-1973)


Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an den Lyriker Max Egon von Platen, 4 Seiten, in-8, London 12. 6. 1948. - "Verehrter Graf Platen! Verzeihen Sie den späten Dank für das mich so auszeichnende Geschenk Ihrer Gedichte. Es kam aber erst vor einigen Tagen bei mir an. So lange war es in Wien zurück geblieben. Nun habe ich es gelesen und wieder gelesen. Und ich werde oft zu diesem edlen Buch zurück kehren. Wenn Sie es mir erlauben, würde ich sagen, daß ich diese Gedichte verstehe. Und zwar so sehr, daß ich mir den Dichter in der Stunde vorstellen kann, da er sich nieder beugt, sie aufzuzeichnen. Einsamkeit ist um ihre Musik, die der des Quellenlaufs gleicht. ... Ich liebe eine Lyrik wie die Ihre. Sie tönt einem von selbst entgegen. Man muß sich nicht anstrengen, sie zu empfangen, und ihre Trauer verdüstert dem Leser das Herz nie. Mehr als ein Kunstwerk ist dieses Buch. Was es vom Leben enthält, zeigt, wie Leben in Poesie verwandelt werden kann. ... Ich bin Ihnen einmal in einem Haus auf der Landstraße, in das Erwin Ringer mich einführte, begegnet. ... Wenn ich im Spätsomme nach Wien komme, sehe ich Sie vielleicht wieder. ...". - Zwei Zensurstempel.

Felix Braun war 1939 nach Großbritannien emigriert und kehrte erst 1951 nach Österreich zurück. Der Wiener Lyriker Max Egon von Platen-Hallermünde (1891-1967) veröffentlichte 1947 den Gedichtband "Pfade und Schwellen".

1810-12
€ 160,-

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